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Unternehmenspreis ?Pro Engagement? verliehen

07.12.2016, Magdeburg – 79

  • Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Magdeburg. Im Rahmen des Behindertenpolitischen

Forums ist heute in Magdeburg zum vierten Mal der Preis ?Pro Engagement? an

Unternehmen verliehen worden, die sich in besonderer Weise für die Belange von

Menschen mit Behinderungen einsetzen. Sozialministerin Petra Grimm-Benne und

Sachsen-Anhalts Behindertenbeauftragter Adrian Maerevoet beglückwünschten die

Preisträger: Kelles Klädener Suppenmanufaktur, die Firma MaxxContact ? Falk

Herrmann aus Bitterfeld-Wolfen sowie die Landeshauptstadt Magdeburg.

 

Kelles Klädener Suppenmanufaktur stellt Suppen und

Brotaufstriche her und beschäftigt im Team auch Menschen mit Behinderungen,

darunter  gehörlose Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter. Gefragt nach dem Erfolgsfaktor für gelingende Integration von

Menschen mit Behinderungen verweist die Geschäftsführung einerseits auf die

Anpassung von Arbeitsgeräten, vor allem aber auf die Anerkennung erbrachter

Leistungen und auch auf regelmäßige Lob- und Meckerrunden - unter Teilnahme von

Gebärdensprachdolmetschern.

 

MaxxContact ist Spezialist für Anlagen, die erneuerbare

Energien in elektrische Energie umwandeln. Hier nutzen alle Mitarbeiter die

gleichen Maschinen, Anpassungen für die Mitarbeiter mit Behinderungen sind erst

auf den zweiten Blick zu erkennen: so gibt es Podeste und besonders ausgestattete

Arbeitsstühle.

 

Mit Blick auf die Landeshauptstadt Magdeburg würdigte die

Jury das Zusammenwirken der Vertrauensperson und der zuständigen

Arbeitgebervertretung mit dem Ziel, die Beschäftigungsfähigkeiten von

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ihrem Tätigkeitsfeld zu erhalten.

Besonders erwähnenswert sei, dass zwei Arbeitsplätze für besonders betroffene

schwerbehinderte Menschen geschaffen wurden. Für Ministerin Grimm-Benne ein

Zeichen dafür, dass es Gestaltungsspielraum gibt und dass dieser gut genutzt

werden kann.

 

Mit dem Ehrenpreis ?Pro Engagement? wird auf Initiative

der Arbeitsgruppe "Arbeitswelt" des Runden Tisches der Menschen mit

Behinderung vom Landesbehindertenbeirat herausragendes Engagement von

öffentlichen und privaten Unternehmen für Menschen mit Behinderungen in

Sachsen-Anhalt gewürdigt. Verliehen wird der Preis in drei Kategorien:

beschäftigungspflichtiger privater Arbeitgeber, nicht beschäftigungspflichtiger

privater Arbeitgeber und beschäftigungspflichtiger öffentlich-rechtlicher

Arbeitgeber.

 

Ministerin Grimm-Benne betonte, Mut, Offenheit und

Wertschätzung kennzeichne alle Arbeitgeber, die sich um den Ehrenpreis beworben

hätten. Alle hätten sich zudem Hilfe geholt. Sie appellierte an Unternehmen und

öffentliche Arbeitgeber, auf das breite Netzwerk kompetenter Ansprechpartner

zurück zu greifen, um die berufliche Integration von Menschen mit Behinderungen

voran zu bringen. Ob Integrationsamt und Integrationsfachdienst, die Agenturen

für Arbeit, Behindertenbeauftragte und Berufsförderungswerke, das Ministerium

oder die Handwerkskammern: es gebe vielerorts Unterstützung. Adrian Maerevoet:

?Der Preis ?Pro Engagement? soll engagierte Arbeit würdigen, aber auch andere

Unternehmen ermutigen, sich für die Belange von Menschen mit Behinderung

einzusetzen.?

Impressum:Ministerium für Arbeit, Soziales und IntegrationPressestelleTurmschanzenstraße 2539114 MagdeburgTel: (0391) 567-4608Fax: (0391) 567-4622Mail: ms-presse@ms.sachsen-anhalt.de