Menu
menu

Aufbruch in die digitale Welt
Das Projekt ?museum-digital? besteht seit fünf Jahren und wird inzwischen von 320 Museen bundesweit genutzt

14.04.2014, Magdeburg – 65

  • Bildungsministerium

 

Wie lassen sich Ausstellungsstücke und Bestände von Museen im Zeitalter von Web 2.0 effektiv digitalisieren und präsentieren? Seit 2009 befasst sich die AG Digitalisierung des Museumsverbands Sachsen-Anhalt im Rahmen von ?museum-digital? mit dieser Frage. In diesen Tagen kann das Projekt auf sein fünfjähriges Bestehen zurückblicken. ?Die Museen Sachsen-Anhalts haben sich vor fünf Jahren auf den Weg in die digitale Welt gemacht mit dem Ziel, ihre Sammlungen und Objekte weltweit für Wissenschaft, Schule wie das allgemeine Publikum im Internet verfügbar zu machen?, würdigt Kultusminister Stephan Dorgerloh das Projekt. Der Museumsverband und die AG Digitalisierung hätten mit dem Portal ?museum-digital? in sehr kurzer Zeit ein System geschaffen, das zeitgemäß, nutzerfreundlich und zudem einfach verwendbar sei.

Tatsächlich spricht der Erfolg für sich, mittlerweile wird es nicht nur von Museen in Sachsen-Anhalt verwendet, sondern auch in sechs weiteren Bundesländern. Insgesamt nutzen ?museum-digital? inzwischen bundesweit 320 Einrichtungen. Zudem können hier nicht nur die einzelnen Museen ihre Sammlungen und Objekte präsentieren, sondern die Objekte auch in zeitgeschichtliche und andere Zusammenhängen stellten, d.h. nach bestimmten Themen darstellen.

?Kaum ein Museum kann alle von ihm verwahrten Objekte gleichzeitig zeigen. Vieles muss - kaum beachtet - in den Depots verbleiben. Auf den Seiten des Portals ?museum-dgital? präsentieren Museen aus Sachsen-Anhalt gemeinsam ihre Objekte, um mehr von den ?Schätzen? zu zeigen, als in einer normalen Ausstellung möglich ist?, sagt Susanne Kopp-Sievers, Geschäftsführerin des Museumsverbandes. Dabei sei ?museum-digital? für Suchmaschinen optimiert und damit immer da, wo der Nutzer sitzt. Die AG Digitalisierung im Museumsverband Sachsen-Anhalt habe mit ?museum-digital? letztlich ein Werkzeug entwickelt, das sich an der finanziellen und personellen Wirklichkeit der Museen orientiert und die Teilhabe der Museen an der digitalen Welt erheblich erleichtert.

 

Nach Ansicht des Kultusministers ist es eine zentrale Aufgabe des Landes, die kulturellen Schätze, kulturhistorischen Wurzeln und Traditionslinien nicht nur zu bewahren, sondern auch wissenschaftlich zu erschließen und den gegenwärtigen wie zukünftigen Generationen zu vermitteln und zugänglich zu machen. Deshalb unterstützt das Land die Museen auch bei der weiteren Qualifizierung und Erschließung des kulturellen Erbes. Ein Weg der Vermittlung und Zugänglichkeitsmachung ist die Digitalisierung von Kulturgut und dessen Präsentation in verschiedenen Portalen wie Deutsche Digitale Bibliothek, Europeana oder eben auch museum-digital.

 

Denn die digitale Sicherung des kulturellen Erbes gehört zu den essentiellen Aufgaben der Zukunft. Dazu hat sich die Landesregierung ausdrücklich bekannt. Dem Kultusministerium ist dabei der Auftrag überragen worden, unter Beteiligung des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft und Ministerium für Inneres und Sport ein Handlungskonzept zur Digitalisierung von Kulturgut zu erstellen. Derzeit sei das Land dabei, eine Digitalisierungsstrategie zu entwickeln, da sich die Art und Weise der Kommunikation und Informationsbeschaffung rasant verändert haben, so Susanne Kopp-Sievers. In den vergangenen Wochen sind dazu Fragebögen an die Museen, Archive und Bibliotheken verschickt worden.

 

Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt allein mit jährlich 10.000 Euro die Qualitätssicherung, die die Verknüpfung mit internationalen Katalogen wie z.B. der Library of Congress sicherstellt und somit die Objekte der Museen auch weltweit interessant macht.

 

 

Impressum:Ministerium für Bildung des LandesSachsen-AnhaltPressestelleTurmschanzenstr. 3239114 MagdeburgTel: (0391) 567-7777mb-presse@sachsen-anhalt.dewww.mb.sachsen-anhalt.de