Einigung in Berlin: Kraftwerk Schkopau soll erst Ende 2034 vom Netz gehen
Willingmann begrüßt Kohle-Kompromiss: ?Jetzt Strukturentwicklung vorantreiben?
16.01.2020, Magdeburg – 4
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Sachsen-Anhalts
Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann sieht den jetzt
gefundenen Kompromiss zur Stilllegung der Kohlekraftwerke in Deutschland positiv:
?Für einen erfolgreichen Strukturwandel im mitteldeutschen Revier
braucht es vor allem drei Dinge: eine kluge, langfristige Strategie aus und für die Region, erhebliche finanzielle Unterstützung
des Bundes sowie belastbare
Planungssicherheit. Wer heute hü und morgen hott sagt, kommt nicht voran und
zerstört obendrein wichtiges Vertrauen, gerade bei den Menschen vor Ort.?
Deshalb sei es gut, dass
für die Zukunft des Kohlekraftwerks Schkopau und der Beschäftigten sowie für
die Versorgung des benachbarten Chemieparks und der Kommunen jetzt Klarheit herrscht.
Willingmann: ?Die Laufzeit bis Ende
2034 gibt uns wichtige
Zeit, die Strukturentwicklung voranzutreiben. Dazu gehört für mich vor allem
die Ansiedlung von Unternehmen, die gut bezahlte Arbeitsplätze im Revier
schaffen. Hierfür werden wir auf Hochtouren die Rahmenbedingungen setzen.?
Der Minister zeigte sich
auch erleichtert, dass der jetzt erzielte Kompromiss zur Abschaltung von
Kohlekraftwerken den Interessen der verschiedenen Regionen gerecht wird: ?Es
ist gut, dass Ost und West beim Kohleausstieg nicht gegeneinander ausgespielt
werden. Energiewende und
Klimaschutzziele müssen gemeinsam gestaltet werden.?
Die Bundesregierung sowie die Kohle-Länder Sachsen-Anhalt,
Sachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen hatten sich in der Nacht zu
Donnerstag auf einen Fahrplan zur Stilllegung der Kohlekraftwerke geeinigt
und damit auch einer möglichen früheren Abschaltung des Kraftwerks Schkopau eine
Absage erteilt.
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