Aktuelle Pressemitteilungen - Sachsen-Anhalt
Gemeinsame Kabinettssitzung Sachsen-Anhalt
und Niedersachsen:
Landesregierungen vereinbaren engere Zusammenarbeit/ Ministerpräsidenten Böhmer
und Wulff: Länder als starke Regionen in Europa profilieren
11.05.2004, Magdeburg – 179
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 179/04
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 179/04
Magdeburg, den 11. Mai 2004
Gemeinsame Kabinettssitzung Sachsen-Anhalt
und Niedersachsen:
Landesregierungen vereinbaren engere Zusammenarbeit/ Ministerpräsidenten Böhmer
und Wulff: Länder als starke Regionen in Europa profilieren
In der
heutigen gemeinsamen Kabinettssitzung der Landesregierungen von Sachsen-Anhalt
und Niedersachsen haben die
Partnerländer den weiteren Ausbau ihrer Zusammenarbeit auf verschiedenen
Feldern beschlossen. Neben der Zusammenführung der Nationalparke zum ¿Nationalpark
Harz¿ (siehe dazu gesonderte Presseerklärung 180/2004) soll es vor allem im
Tourismus, beim Straßenbau und bei der inneren Sicherheit länderübergreifende
Projekte geben. Die Ministerpräsidenten Prof.
Dr. Wolfgang Böhmer (Sachsen-Anhalt) und Christian Wulff (Niedersachsen)
begrüßten die Ergebnisse der gemeinsamen Kabinettssitzung mit den Worten: ¿Wir
werden unsere hervorragende Kooperation noch weiter vertiefen. Wir sind heute
noch enger zusammengerückt und wollen beide Länder als starke Regionen im
größer gewordenen Europa profilieren.¿
Folgende
Beschlüsse wurden u. a. gefasst:
Tourismus
Sachsen-Anhalt und Niedersachen
haben vereinbart, die Zusammenarbeit bei der Vermarktung der Harzregion
auszubauen. Es bestehen bereits sehr gute Kontakte zwischen der Landesmarketing Sachsen-Anhalt GmbH und der
Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH. Zusammen mit Reiseveranstaltern werden beispielsweise länderübergreifende Pauschalreiseangebote
erarbeitet. Darüber hinaus wollen beide Länder gemeinsam für die
Wintersportregion Harz werben. Auch der Wandertourismus soll gestärkt werden. Beispielsweise wurde bereits im vergangenen Jahr der länderübergreifende
Wanderweg ¿Harzer Hexenstieg¿ eingeweiht. Die Finanzierung des Projektes in
Höhe von 113.000 Euro wurde mit Fördermitteln aus Sachsen-Anhalt und aus
Niedersachsen unterstützt. Möglichkeiten der touristischen Zusammenarbeit
liegen zudem im Gesundheits- und Wellnesstourismus sowie bei der koordinierten
Vermarktung der sachsen-anhaltischen ¿Straße der Romanik¿ und der niedersächsischen
¿Wege in die Romanik¿.
Innere Sicherheit
Sachsen-Anhalt
und Niedersachsen werden ihre Zusammenarbeit im Bereich der Polizei weiter
ausbauen. Die Innenministerien sollen eine entsprechende Vereinbarung für eine
Sicherheitskooperation gemeinsam mit den Bundesländern Hessen und Thüringen
erarbeiten. Ziel ist es, die Sicherheitslage in den Regionen entlang der
Landesgrenzen weiter zu verbessern und das Sicherheitsgefühl der Bürger zu
stärken, insbesondere um
die
Bekämpfung vor allem schwerer Straftaten, der organisierten Kriminalität und
des politischen Extremismus zu intensivieren,
länderübergreifend
tätige Intensivtäter konsequent zu verfolgen,
die
Effektivität der Fahndung nach Personen und Sachen zu steigern und
Mehrfachkontrollen im länderübergreifenden Verkehr zu vermeiden,
die
Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen,
die
sichtbare Präsenz der Polizei zu stärken,
den
umfassenden länderübergreifenden Informationsaustausch weiter zu verbessern,
die
Bewältigung gemeinsamer Einsatzlagen insbesondere im Bereich des politischen
Extremismus weiter zu verbessern und
die
Durchführung gemeinsamer Projekte im Bereich der länderübergreifenden Verkehrs-
und Kriminalprävention zu initiieren.
Straßenbau
Sachsen-Anhalt und Niedersachsen haben vereinbart, die
weiteren Planungen für das Länder übergreifende Autobahnprojekt A 14/A 39 mit
der Verbindungsspange der Bundesstraße 190n (¿Hosenträger¿-Lösung) eng
miteinander abzustimmen. Bei der A 14 in Sachsen-Anhalt ist das Raumordnungsverfahren
Ende April eingeleitet worden und soll Ende Oktober 2004 abgeschlossen werden.
Für die A 39 in Niedersachsen ist der Start des Raumordnungsverfahrens Mitte
2005 vorgesehen. Inwieweit ein vierstreifiger Querschnitt für die Verbindungsspange
zwischen der A 14 und A 39 notwendig ist, soll im Rahmen einer
verkehrswirtschaftlichen Untersuchung in Sachsen-Anhalt geprüft werden.
Kritisch ist aus Sicht beider Länder die Frage der Finanzierung des
Verkehrsvorhabens. Bei einer Finanzierung des Bundes aus der Landesquote würde
der Autobahnneubau mehr als 50 Jahre dauern. Deshalb sollte in Anbetracht der
Bedeutung dieses Vorhabens nicht nur für die Länder, sondern auch für Europa
eine unkonventionelle Finanzierung, ähnlich wie die der ¿Verkehrsprojekte
Deutsche Einheit¿, vorgenommen werden.
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