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Landtag verabschiedet Haushaltsplan 2004 /
Finanzminister Karl-Heinz Paqué:
Finanzpolitische Fortschritte sind nicht zu übersehen!
11.12.2003, Magdeburg – 73
- Ministerium der Finanzen
Ministerium der Finanzen - Pressemitteilung Nr.: 073/03
Ministerium der Finanzen -
Pressemitteilung Nr.: 073/03
Magdeburg, den 11. Dezember 2003
Landtag verabschiedet Haushaltsplan 2004 /
Finanzminister Karl-Heinz Paqué:
Finanzpolitische Fortschritte sind nicht zu übersehen!
Der Landtag
von Sachsen-Anhalt beschäftigt sich auf seiner heutigen Sitzung in zweiter
Lesung mit dem Haushalt 2004.
Finanzminister Karl-Heinz Paqué betonte in seiner Rede, dass trotz großer
Schwierigkeiten die Konsolidierung des Haushaltes Erfolge zeige. Im statistischen Vergleich unserer Finanzsituation mit anderen Ländern habe
Sachsen-Anhalt erhebliche Fortschritte gemacht, seit das Land eine
CDU/FDP-Regierung habe.
Mit den Haushaltsplänen 2003 und 2004 sei es Sachsen-Anhalt erstmals
wieder gelungen, pro Kopf eine deutlich niedrigere Netto-Verschuldung zu
erreichen als Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Ohne die einmalige
Sonderbelastung durch die Auszahlung der Arbeitszeitkonten der Lehrer läge die
Nettokreditaufnahme in Sachsen-Anhalt in 2004 genau so hoch wie in Thüringen,
und die liegt bei 290 ¿ Pro Kopf. Unter den ostdeutschen Ländern liegt allein
der Freistaat Sachsen mit eine Nettoneuverschuldung von 88 ¿ pro Kopf noch ein
gutes Stück voraus.
Finanzminister Paqué: ¿Wir sind auf dem richtigen Weg, auch wenn der Weg
noch lang und steinig ist. Aber: Unsere finanzpolitischen Fortschritte sind
einfach nicht zu übersehen.¿
Mit dem
Rückgang des Ausgabenvolumens um 2,2, Prozent (Gesamtvolumen 10,415 Mrd. Euro,
2003 rd. 10, 746 Mrd. Euro) würde die Vorgabe des Finanzplanungsrates zur
Erfüllung der Bedingungen des Europäischen Stabilitäts- und Wachstumspaktes,
die eine Ausgabensteigerung von 1 Prozent zulässt, deutlich übererfüllt.
Paqué
führte aus, dass trotz allen Sparens die Nettokreditaufnahme noch immer bei 949
Mio. Euro läge. ¿Das ist bedauerlich und damit sind wir auch nicht zufrieden.
Aber unter den gegebenen Umständen war es nicht möglich, die Kreditaufnahme
noch weiter zu beschränken.¿
Paqué gab zu bedenken, dass die
Landesregierung bei der Aufstellung des Haushaltsplanes 2004 durch einmalige
Sondereffekte bei den Ausgaben eine zusätzliche Belastung von netto 200 Mio.
Euro tragen musste, bedingt vor allem durch die Auszahlung der Arbeitszeitkonten
der Lehrer in Höhe von 260 Mio. ¿. ¿Dies ist eine Erblast der
Vorgängerregierung, die uns gerade im Jahre 2004 einmalig mit voller Wucht
trifft. Bereinigt um diese einmaligen Sondereffekte, die es ab nächstem Jahr
nicht mehr geben wird, läge unsere Nettokreditaufnahme bei rund
750 Mio. ¿ - und dadurch auch mit weitem Abstand unter der Verfassungsgrenze.
Macht man sich ferner klar, dass die Steuerausfälle für 2004 insgesamt gegenüber
den früheren Prognosen bei rund 360 Mio. ¿ liegen, so zeigt sich ziemlich
genau, dass wir ¿ was die Ausgabenseite betrifft ¿ in unseren ursprünglichen
Planungen liegen. Mit anderen Worten: Wir mussten Mitte dieses Jahres unsere
mittelfristige Finanzplanung korrigieren und vom Plan der Halbierung der
Nettoneuverschuldung pro Jahr abrücken. Aber wir haben dies nicht getan, weil
wir plötzlich die Disziplin bei den Ausgaben aufgegeben haben. Nein, wir haben
dies getan, weil die Einnahmen zusammenbrachen. Wir sind wie Schwimmer, die
gegen einen Strom schwimmen. Und es ist die Gegenströmung, die stärker wurde,
während unser Krafteinsatz beim Schwimmen keineswegs nachgelassen hat.¿
Trotzdem sei es der
Landesregierung gelungen, einen
verfassungsgemäßen Haushalt vorzulegen. Die Nettokreditaufnahme liege immer
noch um gut 20 Mio. Euro unter den eigenfinanzierten Investitionen. ¿Es gibt
andere, erheblich wohlhabendere Länder in Deutschland, denen dies für das Jahr
2004 nicht gelingt.¿, so der Finanzminister.
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