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Landesregierung beschließt Gigabit-Strategie
Ziel: Ultraschnelles Internet möglichst bis 2025
Wirtschaftsministerium erarbeitet Fahrplan / Breiter Dialog mit Partnern

14.05.2019, Magdeburg – 250

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

 

 

Für

die digitale Zukunft setzt Sachsen-Anhalt voll auf Glasfaser: Bis 2025 sollen

allen Unternehmen und Haushalten ultraschnelle Internetanschlüsse mit Downloadgeschwindigkeiten

von mindestens einem Gigabit pro Sekunde zur Verfügung stehen ? wenn alle

Rahmenbedingungen stimmen. Auf dieses Ziel der vom Wirtschaftsministerium

vorgelegten Gigabit-Strategie verständigte sich die Landesregierung heute in

Magdeburg. Die Strategie wurde im breiten Dialog mit kommunalen

Spitzenverbänden, Fraktionen, Branchenverbänden und weiteren wichtigen Partnern

erarbeitet. Sie löst die bisherige Breitband-Strategie vom Oktober 2015 ab und

bezieht erstmals auch weitere Bereiche wie Mobilfunk (5G) sowie WLAN mit ein.

 

 

 

Wirtschaftsminister

Prof. Dr. Armin Willingmann betonte: ?Mit der neuen, erweiterten Strategie

wollen wir Sachsen-Anhalt fit machen für den wichtigen Sprung ins

Gigabit-Zeitalter. Das Ziel, bis 2025 alle Haushalte, Unternehmen und

Einrichtungen im Land mit ultraschnellen Glasfaserleitungen zu erschließen, ist

sehr ambitioniert. Es ist nur dann zu erreichen, wenn alle Rahmenbedingungen

stimmen. Wir brauchen vor allem starke finanzielle Unterstützung des Bundes und

vereinfachte Förderverfahren.?

 

 

 

Die

Ziele der neuen Gigabit-Strategie:

 

Festnetz:

Flächendeckend Glasfaser und Gigabit, möglichst bis 2025

 

Nach

der Ende 2017 beschlossenen ?Digitalen Agenda? des Landes soll der

Gigabit-Ausbau in Sachsen-Anhalt bis 2030 umgesetzt sein. Dieses Ziel könnte

nun schon 2025 erreicht werden. Voraussetzung dafür sind eine aufgestockte

Bundesförderung, Beschleunigung der Förderverfahren sowie hohe Akzeptanz der

Glasfaseranschlüsse in der Bevölkerung. Vorrang hat auch künftig der

eigenwirtschaftliche Ausbau der Netzbetreiber. Wo diese nicht erschließen, soll

der Glasfaserausbau von den Kommunen gefördert werden. Das Land strebt hierfür

eine vollständige Deckung der Förderlücke an. Zur Vereinfachung sollen künftige

Förderkriterien des Bundes auf Sachsen-Anhalt übertragen werden.

 

 

 

Das

aktuelle Breitbandziel des Landes bleibt als Zwischenziel bestehen: Bis Ende

2020 sollen alle Haushalte über Downloadgeschwindigkeiten von mindestens 50

Megabit pro Sekunde (Unternehmen: 100 Mbit/s) verfügen.

 

 

 

Mobilfunk:

LTE-Lückenschluss und 5G-Vollversorgung

 

Derzeit

bestehende Mobilfunklücken in Telefonie und Datenkommunikation (4G/LTE) sollen

zügig geschlossen werden. Darüber hinaus strebt Sachsen-Anhalt die vollständige

Versorgung mit 5G-Netzen an. Priorität hat dabei die Braunkohle-Region im Süden

des Landes. Hier soll mindestens ein Testfeld zur Erprobung von 5G-Anwendungen

entstehen.

 

 

 

WLAN:

Ausweitung der offenen und kostenfreien Angebote

 

Aufbauend

auf dem WLAN-Förderprogramm des Landes sollen künftig weitere öffentliche und

frei zugängliche WLAN-Netze an touristischen Hotspots sowie an ausgewählten

touristischen Zielen (z. B. ?Straße der Romanik?, ?Gartenträume?) und in

sozialen Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft (z. B. Jugendclubs)

entstehen. Auch das öffentliche und frei zugängliche WLAN in Zügen und Bussen

soll erweitert werden. Parallel zur Errichtung kommerzieller WLAN-Netze sollen

auch die Freifunknetze in Sachsen-Anhalt weiter ausgebaut werden.

 

 

 

Schulen:

Glasfaser für alle bis Ende 2020 (Zuständigkeit des Bildungs-

und Finanzministeriums)

 

Alle

allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft

sollen bis Ende 2020 mit einem Glasfaseranschluss versorgt werden.

 

 

 

Öffentliche

Gigabitnetze (Landesverwaltung, Kommunen)

 

Einer

hochmodernen und leistungsfähigen digitalen Infrastruktur in der Fläche muss

eine

 

Landesinfrastruktur

auf mindestens gleichem Niveau gegenüberstehen. Deshalb muss schnellstmöglich

ein modernes Verwaltungsnetz etabliert werden. Angestrebt wird zudem, alle

Landesliegenschaften mit modernen WLAN-Netzen auszustatten, die auch von Gästen

genutzt werden können. Das Land erwartet von den Kommunen, ihre Netze ebenfalls

auf Gigabit-Niveau zu bringen.

 

 

 

Hintergrund:

 

Mitte

2018 verfügten knapp 60 Prozent der Privathaushalte, gut 70 Prozent der

Unternehmen und rund 60 Prozent der Schulen in Sachsen-Anhalt über einen

Internetanschluss mit Downloadgeschwindigkeiten von mindestens 50 Megabit pro

Sekunde. Zum gleichen Zeitpunkt waren 97,6 Prozent der Haushalte mit LTE

(Mobilfunk der 4. Generation) versorgt.

 

 

 

Zur

Ergänzung der Investitionen privater Netzbetreiber stehen in Sachsen-Anhalt bis

2020 rund 350 Millionen Euro zur Verfügung. Durch Kombination der Fördertöpfe

von EU, Bund und Land beträgt der kommunale Eigenanteil höchstens 10 Prozent.

Finanzschwache Kommunen können sogar 100 Prozent Förderung erhalten.

Privathaushalte werden mit Download-Geschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit

pro Sekunde angeschlossen ? Unternehmen in Gewerbegebieten erhalten

symmetrische 100 Mbit pro Sekunde.

 

 

 

Aktuelle

Informationen zu interessanten Themen gibt es auch auf dem Twitter-Kanal des

Wirtschaftsministeriums unter www.twitter.com/mwsachsenanhalt.

 

 

 

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Impressum:

Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

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