Landesportal Sachsen-Anhalt - Bildungsministerium https://www.sachsen-anhalt.de/bs/pressemitteilungen/ Pressemitteilungen der Landesverwaltung Sachsen-Anhalt sowie nachgeordneter Behörden und Bereiche de-de Fri, 27 Jan 23 21:34:10 +0100 <![CDATA[ Projekt „Digitalassistenz an Schulen“ schreitet voran ]]> Mon, 23 Jan 23 10:30:38 +0100 Das Projekt „Digitalassistenz an Schulen“ schreitet voran: Zum Beginn des Jahres haben die ersten sieben Digitalassistentinnen und -assistenten sowie zwei Digitalmentorinnen und -mentoren ihre Arbeit aufgenommen, vier weitere Digitalmentorinnen und -mentoren werden in Kürze das Projekt Digitalassistenz verstärken. Zudem hat das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) im Auftrag des Ministeriums für Bildung eine erneute Ausschreibung für die Einstellung von weiteren Digitalassistentinnen/-assistenten und Digitalmentorinnen/-mentoren auf den Weg gebracht, weitere werden folgen. Insgesamt sind bis zu 100 Einstellungen möglich.

Bildungsministerin Eva Feußner: „Digitaler Unterricht ist mehr als nur die Übersetzung von Lernstoff des Präsenzunterrichts in digitale Formate. Es geht vielmehr um die Entwicklung neuer Formen des Lernens und des Wissens- und Kompetenzerwerbs. Digitalassistentinnen und -assistenten und die Digitalmentorinnen und -mentoren unterstützen die Arbeit vor Ort und tragen dazu bei, dass die an Schule Beteiligten die Potentiale einer Kultur der Digitalität zur Gestaltung des schulpraktischen Alltags lernfördernd nutzen.“

Das Projekt „Digitalassistenz für Schulen“ stellt ein weiteres Modul zur Stärkung der digitalen Transformation schulischer Prozesse dar. Ziel ist es, digital gestützte Lerninhalte und -methoden zu fördern, Schulpersonal in seinen Kompetenzen zu stärken sowie digitale Schulorganisation zu unterstützen. Je eine Digitalmentorin/ein Digitalmentor und vier bis fünf Digitalassistentinnen und -assistenten werden in einem Cluster agieren, welche auf Abruf in den Regionen und Schulen wirksam werden. Diese Tätigkeit wird durch das LISA inhaltlich angeleitet, koordiniert und mit weiteren Initiativen im Bereich der Digitalität in der schulischen Bildung, beispielsweise mit der medienpädagogischen Beratung, abgestimmt.

Die Digitalassistentinnen und -assistenten sowie Digitalmentorinnen/-mentoren fördern das digital gestützte Lernen und Lehren in der schulischen Praxis, beraten und unterstützen bei der digitalen Schulorganisation und beim Einsatz von Content- oder Lernmanagementsystemen. Sie geben an Schulen medienpädagogische Mikrofortbildungen und beraten zur digitalen Ausstattung. Nähere Informationen zum Projekt Digitalassistenz werden auf dem Bildungsserver des Landes Sachsen-Anhalt veröffentlicht.

Das Land hat vor dem Hintergrund der Pandemie im Corona-Sondervermögen für die kommenden Jahre zur Umsetzung des Projektes Digitalassistenz an Schulen ein Budget von 36 Millionen Euro vorgesehen.

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<![CDATA[ 60 Jahre Unterzeichnung Élysée-Vertrag und 20 Jahre Deutsch-Französischer Tag ]]> Sun, 22 Jan 23 10:03:40 +0100 Am heutigen 22. Januar wird zum 20. Mal der Deutsch-Französische Tag begangen.

Er symbolisiert die Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland, thematisiert die bilateralen Beziehungen vor allem in Bildungseinrichtungen beider Länder und macht Kinder und Jugendliche mit dem jeweiligen Nachbarland bekannt. Der Tag wurde im Rahmen der Würdigung des Élysée-Vertrags geschaffen, der vor 60 Jahren unterzeichnet wurde.

Bildungsministerin Eva Feußner anlässlich der beiden Jubiläen: „Der Deutsch-Französische Tag erinnert uns daran, dass die Partnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich für den Frieden und die Zusammenarbeit in Europa von unschätzbarem Wert ist. In Sachsen-Anhalt haben wir in den vergangenen Jahrzehnten vor allem im Bildungsbereich enge Beziehungen zu unseren französischen Nachbarn aufbauen können und ich freue mich darauf, die Brücke zwischen unseren Ländern weiter zu stärken."

Statistische Angaben:

Im Schuljahr 2021/2022 nahmen an allgemeinbildenden Schulen 21.306 Schülerinnen und Schüler am Französischunterricht teil (Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt).

Das sogenannte Abi-Bac-Programm wird an zwei Schulen, der Latina August Hermann in Halle und dem Internationalen Gymnasium Pierre Trudeau in Barleben, angeboten. Es handelt sich um ein Programm, bei dem Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, nicht nur die deutsche Hochschulreife, sondern auch das französische Baccalauréat zu erwerben. Der Abschluss wird in beiden Ländern als Hochschulreife vollwertig anerkannt.

Französischlernende Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt haben die Möglichkeit, das Sprachdiplom Diplôme d’études de langue française (DELF) abzulegen, um ihre Französischkenntnisse prüfen und abbilden zu lassen. Im Prüfungsjahr 2022 haben 266 Schülerinnen und Schüler teilgenommen.    

Es bestehen mit Frankreich 32 aktive Schulpartnerschaften. 16 weitere Schulen bekunden ihr Interesse an einer Partnerschaft mit Frankreich (Stand 19.12.2022).

Projekte

Die Zusammenarbeit mit der Partnereinrichtung des Ministeriums für Bildung Sachsen-Anhalt, der Académie Orléans-Tours, welche sich in der Region Centre-Val de Loire befindet und dem Französischen Bildungsministerium direkt unterstellt ist, gestaltet sich seit vielen Jahren intensiv und auf hohem Niveau. Im Zentrum der gemeinsamen Arbeit steht neben dem inhaltlichen Austausch zu bildungspolitischen Themen auch die Durchführung konkreter Austauschmaßnahmen. Dies betrifft insbesondere die Organisation und Durchführung von Hospitationspraktika für Lehr- und Führungskräfte in der Partnerregion, die Organisation und Durchführung von Fortbildungen für Lehrkräfte, die Vermittlung von Partnerschulen in der Partnerregion und die Vermittlung von Austauschpartnern für individuelle Schüleraustausche.

Nach einem Besuch des Präsidenten der französischen Partnerregion Centre-Val de Loire in Sachsen-Anhalt Ende Januar 2013 anlässlich des Festaktes zum 50-jährigen Jubiläum des Elysée-Vertrages ist das gemeinsame Geschichtsprojekt „SICH ERINNERN, SICH BEGEGNEN - MÉMOIRES CROISÉES“ zum Thema Erinnerungskultur entwickelt worden (https://memoirescroisees.eu/de/). Im Zentrum dieses deutsch-französischen Geschichtsprojektes stehen die Frage der pädagogischen Vermittlung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs und die Erinnerung an den Holocaust. Seit 2016 findet wechselseitig in der Partnerregion eine gemeinsame Gedenkstunde der Schülerinnen und Schülern zum Gedenktag der Opfer des Holocaust statt. Aktuell werden etwa 45 Schülerinnen und Schüler aus Sachsen-Anhalt und der französischen Partnerregion Centre-Val de Loire vom 25. bis 27. Januar 2023 in Magdeburg und der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe/Gardelegen erstmalig nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie wieder zur gemeinsamen Projektarbeit und dem gemeinsamen Gedenken anlässlich des Holocaustgedenktages zusammenkommen.

Da die Zusammenarbeit mit Frankreich für Sachsen-Anhalt einen besonderen Stellenwert hat, wird diese durch die am Ministerium für Bildung angesiedelte französische Sprachattachée und Beauftragte des Institut français Deutschland für die deutsch-französische Sprach- und Bildungskooperation in Sachsen-Anhalt sowie die an der Staatskanzlei angesiedelten Kulturattaché und Beauftragte für deutsch-französische Angelegenheiten in Sachsen-Anhalt in besonderer Weise unterstützt und gefördert.

Mit dem Ziel, künftig noch mehr jungen Schülerinnen und Schülern in Ostdeutschland die französische Sprache näher zu bringen und sie dafür zu begeistern, Zeit im Ausland zu verbringen, unterstützt das Land Sachsen-Anhalt seit 2021 auch finanziell das Programm FranceMobil. Französische Lektorinnen und Lektoren reisen dabei an Schulen, um auf spielerische Weise die Angst vor der neuen Sprache zu nehmen und den Schülerinnen und Schüler zu zeigen, was sie schon alles auf Französisch kennen. In Sachsen-Anhalt war das FranceMobil 2022 insgesamt bei 25 Einsätzen in Schulen unterwegs.

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<![CDATA[ Bildungsministerium unterstützt Lehramtsstudierende mit dem neuen Weltenretter-Stipendium ]]> Tue, 17 Jan 23 14:37:30 +0100 Das Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt hat eine weitere Maßnahme auf den Weg gebracht, um den Lehrberuf attraktiver zu gestalten und langfristig Lehrkräfte für den ländlichen Raum in Sachsen-Anhalt zu gewinnen.

In diesem Jahr werden zum Sommer- und Wintersemester jeweils 25 Stipendien für Lehramtsstudierende vergeben. Ab 2024 erfolgt die Vergabe dann immer zum Wintersemester. Pro Monat bekommen die Stipendiatinnen und Stipendiaten 600 Euro. Die Studierenden verpflichten sich im Gegenzug dazu, nach erfolgreichem Studium für den gleichen Zeitraum, in dem sie das Stipendium erhalten haben, in einer Bedarfsregion in Sachsen-Anhalt zu unterrichten.

Bildungsministerin Eva Feußner: „Eine gute Bildung beginnt mit gut ausgebildeten Lehrkräften. Daher freue ich mich, dass wir mit dem neuen Weltenretter-Stipendium unsere künftigen Lehrkräfte unterstützen und ihnen damit die Möglichkeit geben, sich voll und ganz auf ihr Studium konzentrieren zu können. Damit investieren wir nicht nur in die Zukunft unserer Schulen, sondern auch in die Zukunft der Kinder und des Landes.“

Das Stipendium richtet sich vorrangig an Studierende im Studiengang Lehramt für Sekundarschule, da diese Schulform besonders unterstützt werden soll. Aber auch für Lehramtsstudierende, die das Lehramt an Grundschulen, Förderschulen, Gymnasien oder Berufsbildenden Schulen erwerben, kommt eine Stipendienvergabe in Betracht, wenn sie mindestens ein Fach mit zusätzlichem Einstellungsbedarf studieren. Diese sind Mathematik, Chemie, Physik, Technik, Deutsch, Englisch, Kunsterziehung, Musik und Ethik.

Das Angebot richtet sich an Lehramtsstudierende, die an einer Hochschule in Deutschland immatrikuliert sind. Das Stipendium kann mit Beginn eines Lehramtsstudiums, aber auch in fortgeschrittenen Semestern innerhalb der Regelstudienzeit gewährt werden.

Alle Informationen zum Weltenretter-Stipendium sowie den Zugang zum Bewerbungsportal gibt es hier: weltenretter.online/stipendium

Die Bewerbungsfrist für das Sommersemester endet am 24. Februar 2023.

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<![CDATA[ 25 Jahre Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Sachsen-Anhalt ]]> Fri, 13 Jan 23 09:48:58 +0100 Am 15. Januar jährt sich zum 25. Mal die Unterzeichnung des Vertrags zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und dem Heiligen Stuhl. Nachdem die Wiedervereinigung zunächst die Errichtung des Bistums Magdeburg 1994 möglich machte, klärte der Vertrag von 1998 die wesentlichen Rechtsfragen zwischen Land und katholischer Kirche, strukturiert das Zusammenleben und -wirken und regelt die Leistungsbeziehungen zwischen den Vertragspartnern.

Das 25-jährige Jubiläum der Unterzeichnung markiert einen wichtigen Meilenstein in der Beziehung zwischen der katholischen Kirche und dem Land Sachsen-Anhalt.

Kirchenministerin Feußner hob anlässlich des Vertragsjubiläums insbesondere das Engagement der katholischen Kirche im Bildungsbereich hervor: „Das katholische Engagement für Bildung im Land, nicht nur im schulischen Bereich, sondern auch in der Erwachsenenbildung – durch eigene Bildungshäuser und die Katholische Akademie – freut mich als Bildungsministerin natürlich besonders. Die katholischen Kirchen und Gemeinden im Land sind darüber hinaus Orte des Gebets und der Begegnung, die unser Land bereichern. Auch wenn Sachsen-Anhalt das Ursprungsland der Reformation ist, wären wir ohne katholische Kirche ärmer!“

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<![CDATA[ Bildungsministerin Eva Feußner gratuliert Lehramtsabsolvierenden ]]> Fri, 16 Dec 22 10:29:02 +0100 Bildungsministerin Eva Feußner hat heute die Zeugnisse an die Absolventinnen und Absolventen des Staatlichen Seminars für Lehrämter in Magdeburg übergeben. Für 68 Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) an diesem Standort endet damit erfolgreich der 16-monatige Vorbereitungsdienst. 67 von ihnen haben die Laufbahnprüfung regulär abgelegt, eine Absolventin hat das Referendariat im Seiteneinstieg berufsbegleitend absolviert. Am Standort Halle haben 104 LiV ihr Zeugnis erhalten.

Mit Abschluss der Ausbildung sind sie voll ausgebildete Lehrkräfte. Der Vorbereitungsdienst dieser Ausbildungsgruppe begann am 1. September 2021.

Bildungsministerin Eva Feußner gratulierte den Absolventinnen und Absolventen im Rahmen der feierlichen Zeugnisübergabe und dankte den Mentorinnen, Mentoren und Seminarleiterinnen und Seminarleitern.

Feußner: „Mit dem Lehramtsstudium und dem Vorbereitungsdienst in Sachsen-Anhalt haben die Absolventinnen und Absolventen ein stabiles Fundament gelegt, auf das nun beim Einstieg in den Beruf aufgebaut werden kann. Sie gehören einer Berufsgruppe an, die so gefragt ist wie nie. Daher hoffe ich, dass sie ihren Werdegang auch in unserem Bundesland fortsetzen. Für ihren Berufseinstieg und den damit verbundenen neuen Abschnitt im Leben wünsche ich den Absolventinnen und Absolventen Vertrauen in die eigene Kraft, Freude am Unterrichten sowie Wissensdurst und pädagogische Neugier.“

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<![CDATA[ Erneut Stellen für pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeschrieben ]]> Thu, 15 Dec 22 07:37:51 +0100 Sachsen-Anhalt sucht weitere pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Landesschulamt Sachsen-Anhalt hat auf seiner Internetpräsenz eine entsprechende Ausschreibung für die unbefristete Einstellung veröffentlicht. Ausgeschrieben sind 149 Stellen, insgesamt gibt es 174 Optionen für die Einstellung an allen allgemeinbildenden Schulformen des Landes, wobei der Schwerpunkt auf dem Bereich der Grund- und Förderschulen liegt.

Bildungsministerin Eva Feußner: „Pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im schulischen Alltag unverzichtbar. Mit ihren qualitätsorientierten Angeboten wirken sie maßgeblich an der Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrages mit und entlasten Lehrkräfte, damit diese ihren Fokus auf den Unterricht legen können. Ich bin sehr optimistisch, in dieser Runde wieder viele pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Bord zu holen.“

Informationen zu den ausgeschriebenen Stellen, zu den Aufgabenfeldern und Qualifikationsanforderungen sind zu finden unter: https://landesschulamt.sachsen-anhalt.de/personalgewinnung/paedagogische-mitarbeiter-innen-unbefristet

 Bewerbungsschluss ist am 3. Januar 2023.

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<![CDATA[ Sachsen-Anhalts Bildungsmanagementsystem wird künftig von IT-Dienstleister GISA aus Halle/Saale betrieben ]]> Mon, 12 Dec 22 14:05:08 +0100 Magdeburg / Halle/Saale, 12. Dezember 2022 – Für den gesicherten Betrieb des sachsen-anhaltischen Bildungsmanagementsystems BMS-LSA ist ein weiterer wichtiger Schritt getan. Nach einer nunmehr vierjährigen Entwicklungszeit steht auch der Dienstleister für den Betrieb der digitalen Plattform fest. Ab Januar wird der IT-Spezialist GISA mit Hauptsitz in Halle/Saale die IT-Plattform aufbauen. Ziel des Ministeriums für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt ist es, maximale Flexibilität und Sicherheit für das System und die Anforderungen an die „Digitale Souveränität“ sicherzustellen. Der Vertrag, der heute unterschrieben wurde, hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2031.

Frank Diesener, Staatssekretär im Bildungsministerium, sagte: „Wir setzen Schritt für Schritt die Digitale Agenda für Sachsen-Anhalt um und damit auch für den Bildungsbereich. Mit der Bildungsplattform bekommen Schulen und Schulträger ein stabiles administratives System zur Verfügung gestellt, das sicher und zukunftsfähig ist. Gleichzeitig wahren wir die digitale Unabhängigkeit für unser Land.“

Heino Feige, CEO der GISA, betonte: „Die MitarbeiterInnen von GISA sind sehr stolz, dass sie mit der Beauftragung wesentlich dazu beitragen können, dass die Digitalisierung der Verwaltung in Sachsen-Anhalt zügig voranschreitet. Wir sind der Region verpflichtet und werden sie weiterhin mit aller Kraft unterstützen.“

Mit der „Kubernetes“-Plattform – ein Open-Source-System zur automatisierten Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung von containerbasierten Anwendungen – stellt GISA dem Ministerium eine „Platform as a Service“ (PaaS)-Lösung zum Betrieb des landesweiten, webbasierten Bildungsmanagementsystems zur Verfügung. Basis bildet die GISA Private Cloud, die mit dem eigenen regionalen Rechenzentrumsverbund die Möglichkeit schafft, die Bildungsplattform hochverfügbar und georedundant zu betreiben. Der RZ-Verbund ist vom BSI, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, zertifiziert und erfüllt höchste Ansprüche an Sicherheit und Datenschutz. Neben dem Betrieb stellt GISA auch die persönliche Betreuung durch zertifizierte Projektleiter und Service Manager sicher. Bereits im Januar 2023 wird die Plattform in Grundzügen aufgebaut sein, so dass Softwaretests für eine spätere Abnahme des Systems möglich sind. Geplant ist, dass das Bildungsmanagementsystem für Sachsen-Anhalt ab Mitte des kommenden Jahres produktiv zur Verfügung steht.

Hintergrund:

Beim BMS-LSA handelt es sich um eine Software, die alle schulischen Verwaltungsvorgänge bündeln soll. Hauptziel des Einsatzes von BMS-LSA ist die Bereitstellung eines Informations- und Verwaltungssystems, um administrative Aufgaben im Schulwesen Sachsen-Anhalts effektiver und zukunftsfähig lösen zu können. Mit der Software soll eine Entlastung der Schulen, Behörden, Schulträger und weiterer Akteure im Schulwesen durch Vereinfachung und effektiver Gestaltung der administrativen Prozesse gelingen. So wird die Erledigung der Verwaltungsaufgaben verschiedener Nutzergruppen (Schulen, Schulaufsicht, Schulträger) innerhalb eines einheitlichen IT-Systems möglich sein. Gleichzeit werden sämtliche Papiererhebungen an Schulen entfallen.

Zudem gewinnen Bildungsforschung, Bildungssteuerung und Bildungsmonitoring sowie Leistungsvergleiche auf nationaler und internationaler Ebene an Bedeutung und führen zu einem erhöhten Bedarf an statistischen Daten im Bildungsbereich. Die Länder benötigen daher tragfähige, steuerungsrelevante Informationen, die länderübergreifend vergleichbar und mit den Anforderungen der internationalen Statistik kompatibel sein müssen. Hierzu leistet BMS-LSA einen wesentlichen Beitrag.

 

Über GISA

Digitalisierte Prozesse sind ein Muss für die öffentliche Verwaltung. Ob Bundesland, Kommune, Landkreis, öffentliche Institution, Gesundheitswesen, Hochschule oder Forschungseinrichtung: GISA unterstützt als erfahrener Branchenspezialist für öffentliche Auftraggeber Verwaltungen dabei, die Digitalisierung zu meistern. Mit flexiblen, zukunftsfähigen und sicher betriebenen IT-Lösungen helfen wir Bearbeitungszeiten zu verkürzen, Kommunikation medienbruchfrei zu gestalten und Prozesse effizient und wirtschaftlich aufzustellen. GISA beschäftigt mehr als 870 MitarbeiterInnen an seinem Hauptsitz in Halle (Saale) sowie vier weiteren Standorten. Ausgezeichnet mit dem Zertifikat »audit berufundfamilie«, zählt der IT-Dienstleister zu den Unternehmen Deutschlands, die eine hervorragende Work-Life-Balance bieten. www.gisa.de

Weitere Informationen über GISA-Services für den Public Sector: www.gisa.de/public-spezial

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<![CDATA[ Internationaler Tag der Menschenrechte - Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und LISA veröffentlichen Handreichung „Die DDR ist Geschichte“ ]]> Sat, 10 Dec 22 11:13:42 +0100 Am 10. Dezember wird der Internationale Tag der Menschenrechte gefeiert. Er ist der Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Birgit Neumann-Becker: „Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit sind nicht selbstverständlich – daran erinnern wir am Internationalen Tag der Menschenrechte, am 10. Dezember. Es ist für die Zukunft unserer Demokratie unverzichtbar, die nachwachsenden Generationen darüber aufzuklären, wie die SED-Diktatur die Menschenrechte missachtete und politisch Andersdenkende rücksichtslos verfolgte. Es gab in der DDR mutige Frauen, Männer und Jugendliche, die sich für die in der Charta der Menschenrechte der Vereinten Nationen verbrieften Freiheitsrechte einsetzten, Missstände beklagten und so den Weg zur Friedlichen Revolution von 1989 bahnten. Diese Geschichte wirkt bis heute nach und es braucht die Kompetenz der Lehrerinnen und Lehrer und den Freiraum im Unterricht, um diese Fragen zu diskutieren.“

Um dies zu unterstützen hat ihre Behörde in Kooperation mit dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) die Handreichung „Die DDR ist Geschichte“ erarbeitet, um den Lehrkräften vielfältiges und multimediales Unterrichtsmaterial zu Geschichte der SED-Diktatur zur Verfügung zu stellen.

Bildungsministerin Eva Feußner: „Schülerinnen und Schüler, aber auch junge Lehrkräfte haben – mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung – kaum noch Berührungspunkte mit der Geschichte der DDR und der SED-Diktatur. Eltern, Verwandte oder Bekannte erzählen aus der Zeit der deutschen Teilung, aber oftmals ist der Lebensort Schule der einzige, an dem sich junge Menschen intensiv mit dem Ost-West-Konflikt und mit der Wiedervereinigung seit 1989/90 beschäftigen können. Ich freue mich daher, dass mit der neuen Handreichung ein sehr flexibles und an die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler angepasstes Angebot vorgelegt wurde.“

Die Handreichung richtet sich an Lehrkräfte der Klassenstufen zehn bis zwölf der allgemeinbildenden Schulen und an Lehrkräfte an den Berufsschulen. Sie ist modular aufgebaut und kann an die jeweilige Unterrichtssituation angepasst werden.

In sechs Themenschwerpunkten werden den Lehrerinnen und Lehrern Quellen, Arbeitsblätter, Hintergrundinformationen und fertige Unterrichtspläne zur Verfügung gestellt. Filme und Audio-Begleitmedien können die Lehrkräfte kostenlos über den Bildungsserver des LISA abrufen. Dies ermöglicht eine moderne und abwechslungsreiche Unterrichtsgestaltung, um die verschiedenen fachbezogenen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf die DDR-Geschichte zu stärken. Autoren sind Annette Hildebrandt und Lothar Tautz, deren jahrelange Erfahrungen bei Schulprojekten zur DDR-Geschichte in die Handreichung eingeflossen sind.

Im ablaufenden Jahr hat die Landesbeauftragte in Kooperation mit dem LISA zwei erfolgreiche Lehrerfortbildungen durchgeführt und gut vierzig Lehrkräften aus allen Teilen des Landes die Handreichung vorgestellt und die Arbeitsmöglichkeiten damit erläutert. Auch für das kommende Jahr sind weitere solche Fortbildungen geplant.

Die Handreichung ist kostenlos. Sie kann gedruckt über das LISA und die Behörde der Landesbeauftragten bezogen oder digital über den Bildungsserver des Landes Sachsen-Anhalt abgerufen werden.

Die Handreichung ist hier abrufbar.

Hintergrund:

Der Internationale Tag der Menschenrechte erinnert an die Verabschiedung der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948. Lediglich die Sowjetunion, einige der von ihr abhängigen Satellitenstaaten, Saudi-Arabien und Südafrika enthielten sich bei der Abstimmung ihrer Stimme. Im Jahr 1950 machte die UN-Generalversammlung den Tag zu einem internationalen Gedenktag. Amnesty International und andere Menschenrechtsorganisationen erinnern an diesem Tag regelmäßig an aktuelle Menschenrechtsverletzungen und zeichnen Bürgerrechtler aus.

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<![CDATA[ Das „Produktive Lernen in Schule und Betrieb“ (PL) ebnet rund 80% der Schülerinnen und Schüler den Weg zum ersten anerkannten Schulabschluss ]]> Wed, 07 Dec 22 14:06:24 +0100 Seit November 2021 führt die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OvGU) das Forschungsprojekt „Schulische und unterrichtliche Determinanten von Schulerfolg und Schulabbruch an Sekundar- und Gemeinschaftsschulen in Sachsen-Anhalt Teil 2 – Möglichkeiten des Produktiven Lernens in Schule und Betrieb unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie-Folgen“ (SEASA II) unter der Leitung von Prof. Dr. Raphaela Porsch in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsdidaktiker Prof. Dr. Robert W. Jahn, der Psychologin Dr. Melanie Baumgarten und der Bildungswissenschaftlerin Jennifer Quast durch. Die umfassende Evaluation ist nun abgeschlossen, sodass dem Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt damit Erkenntnisse sowie Empfehlungen zur Überführung des PL in das schulische Regelsystem vorliegen.

Das interdisziplinäre Team der OvGU befragte 24 Sekundar- und Gemeinschaftsschulen im Land, an denen das Produktive Lernen gegenwärtig durchgeführt wird. Rund 450 Schülerinnen und Schüler und 71 Lehrkräfte des PL konnten für die Befragung gewonnen werden. Ergänzend wurden Vertreterinnen und Vertreter der Schulleitungen der 24 Standorte, rund 1.700 Schülerinnen und Schüler sowie 180 Lehrkräfte aus Regelklassen befragt.

Im Rahmen der Evaluation konnte die Wirksamkeit des "Produktiven Lernens in Schule und Betrieb" wissenschaftlich aufgezeigt werden. „Rund 80% der Schülerinnen und Schüler, die bisher am Modellprojekt teilgenommen haben und mit hoher Wahrscheinlichkeit das reguläre Schulsystem ohne Abschluss verlassen hätten, erreichten durch das ‚Produktive Lernen in Schule und Betrieb‘ einen ersten anerkannten Schulabschluss“, so die Leiterin der Untersuchung Prof.in Dr. Raphaela Porsch. „Des Weiteren reduzierten die Schülerinnen und Schüler durch die Teilnahme am Projekt ihre schulabsenten Verhaltensweisen, verbessern ihre schulischen Leistungen und sind deutlich aktiver bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz im Vergleich zu Schülerinnen und Schülern im Regelsystem. Außerdem genießt das Modellprojekt bei Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern eine hohe Akzeptanz“, führt der Wirtschaftsdidaktiker Prof. Dr. Robert W. Jahn weiter aus.

Die Untersuchung befasste sich auch mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Schülerinnen und Schüler im Projekt. „Dabei konnten wir feststellen, dass sich die Pandemie auf die schulischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler im produktiven Lernen deutlich weniger ausgewirkt hat als bei anderen Schülerinnen und Schülern“, so Dr. Melanie Baumgarten. „Dies konnten wir u. a. zurückführen auf die individualisierten Lernaufträge und Rückmeldungen sowie die enge Betreuung durch die Lehrkräfte im Projekt“ so die Psychologin weiter.

Aufgrund der positiven Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation geben die Autorinnen und Autoren die Empfehlung, das PL auch über das Modellprojekt hinaus an den Schulen in Sachsen-Anhalt zu etablieren, um von Schulabbruch gefährdete Schülerinnen und Schüler zu einem ersten Abschluss zu befähigen. Des Weiteren sollten u.a. neue Lehrkräfte für das PL weitergebildet werden.  

Bildungsministerin Eva Feußner: „Es ist erklärtes Ziel der Landesregierung, den Anteil der Schülerinnen und Schüler, die die Schule ohne einen Abschluss verlassen, nachhaltig zu senken. Wie wichtig dies ist, zeigen auch die jüngsten Zahlen des Statistischen Landesamtes. Das Produktive Lernen begleitet abschlussgefährdeten Schülerinnen und Schülern individuell und intensiv und ist daher eine Maßnahme, dieses Ziel zu erreichen. Um die Erfolge des Projekts fortzusetzen, wird das ‚Produktive Lernen in Schule und Betrieb‘ spätestens zum Schuljahr 2024/25 in das schulische Regelsystem überführt.“

Primäres Ziel des "Produktiven Lernens in Schule und Betrieb" ist es, abschlussgefährdete Schülerinnen und Schüler zum ersten anerkannten Schulabschluss zu führen. Dies erfolgt durch einen alternativen schulischen Zugang zu Bildung, der theoretischen Unterricht mit einem hohen Anteil praktischer Wissensaneignung verbindet. Das Modellprojekt stellt eine besondere Form des Unterrichts dar, bei dem Schülerinnen und Schüler des 8. und 9. Schuljahrgangs an drei Tagen pro Woche einen Praxislernort besuchen. Gegenwärtig wird das Modellprojekt an 24 Sekundar- und Gemeinschaftsschulen in Sachsen-Anhalt durchgeführt und noch bis zum Ende des Schuljahres 2022/23 mit Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds kofinanziert.

Um eine Überführung in das schulische Regelsystem zu veranlassen, hat das Ministerium für Bildung eine wissenschaftliche Evaluation an der OvGU zur Wirksamkeit des Modellprojekts unterstützt.

Mehr Informationen unter:  

https://forschung-sachsen-anhalt.de/project/produktives-lernen-schule-betrieb-25333

Frau Prof. Dr. Raphaela Porsch ist Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Allgemeine Didaktik am Institut Bildung Beruf und Medien/Bereich Erziehungswissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Schul- und Unterrichtsforschung, Allgemeine Didaktik, Lehrerbildung, Professionsforschung und Fremdsprachenforschung.

 

Kontakt für die Medien: Prof. Raphaela Porsch, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: +49 251-323-7210, E-Mail:  raphaela.porsch@ovgu.de   

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<![CDATA[ Unterrichtsversorgung an Sachsen-Anhalts Schulen bleibt trotz angespannter Lage stabil, Bildungsministerin Eva Feußner dankt allen Beteiligten ]]> Thu, 01 Dec 22 14:15:30 +0100 Sachsen-Anhalts Bildungsministerin Eva Feußner hat heute den Bildungsausschuss des Landtages über aktuelle Entwicklungen an den öffentlichen Schulen des Landes in Kenntnis gesetzt.

Dabei betonte die Ministerin, dass die Unterrichtsversorgung laut einer Stichtagserhebung über alle Schulformen hinweg bei einem Wert von 93,5% liegt – dies entspricht in etwa dem Vorjahresniveau.

Eva Feußner: „Dass die Lage an Sachsen-Anhalts Schulen durch den bundesweiten, enormen Lehrkräftebedarf weiter angespannt ist und vorerst bleibt, liegt auf der Hand. Allerdings konnten wir den Durchschnittswert der Unterrichtsversorgung binnen eines Jahres in etwa halten. Und das, obwohl durch den Krieg gegen die Ukraine und andere Migrationsbewegungen jetzt mehr als 5.500 Kinder zusätzlich an Sachsen-Anhalts Schulen unterrichtet werden.“

Nach wie vor gestaltet sich die Lage am Fachkräftemarkt kompliziert. Daher hat das Bildungsministerium seine Maßnahmen zur Lehrkräftegewinnung weiter ausgebaut. Neben dauerhaften Bewerbungsmöglichkeiten wurden unter anderem die Zugangsvoraussetzungen für den Seiteneinstieg als Lehrkraft weiter flexibilisiert. In Kürze greift das bereits beschlossene Arbeitszeitkonto für Lehrkräfte. Die bessere Vergütung für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst wurde ebenso etabliert wie das Zuschlags- und Zulagensystem für bestimmte Stellenangebote. Schulische Unterstützungssysteme wurden ausgebaut (Pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Schulverwaltungsassistenz). Die Suche nach Lehrkräften und Seiteneinsteigenden im In- und Ausland mittels Personalrekrutierungs-Agenturen trägt Früchte und wird weiter verstetigt, Anreize für Lehramtsstudierende werden geschaffen. Seit Ausbruch des Krieges gegen die Ukraine konnten zudem zusätzliche 190 ukrainische Lehrkräfte sowie 63 Lehrkräfte für Deutsch als Zielsprache gewonnen werden.

Eva Feußner: „Einige der Maßnahmen benötigen Zeit, um ihre volle Wirksamkeit zu entfalten. Andere wirken bereits kurzfristig und helfen, in diesen für alle schwierigen Zeiten positiv nach vorn zu blicken. Mein Dank und meine Wertschätzung gelten dabei natürlich den Lehrkräften und Schulleitungen, den Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Eltern, den Schülerinnen und Schülern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesschulamtes und des Landesinstituts für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA) – für Kraft, Durchhaltevermögen und Verständnis.“

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<![CDATA[ Erste Website für schulische kulturelle Bildung in Sachsen-Anhalt geht online ]]> Thu, 24 Nov 22 09:39:02 +0100 Die Institution Schule allein kann nicht Experte für alles sein. Kooperationen mit außerschulischen Partnerinnen und Partnern sowie der Unterricht an kulturellen Lernorten sind deshalb bei vielen Schulen längst etabliert. Dass sich Schulen für ihr Umfeld öffnen, verlangt nach Zeit und Raum. Viele Schulen haben allerdings beides nicht. Die neue Website kreativpotentiale-sachsen-anhalt.de soll hier unterstützend wirken.

Die Website bringt Lehrende und Kulturschaffende künftig einfacher und schneller zusammen. Das Herzstück ist eine Angebotsplattform: Hier können beispielsweise Museen, Theater, freie Kunstschaffende, Tanz- und Musikschulen, Autorinnen und Autoren oder Jugendkunstschulen Accounts anlegen und ihre Angebote für Schulen deklarieren und eigenständig verwalten. Lehrende können sich schnell, gezielt und umfassend ein Bild über Angebote der schulischen kulturellen Bildung machen und diese in den Unterricht und in das Schulleben integrieren.

Frank Diesener, Staatssekretär des Ministeriums für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt: „Kulturelle Bildung stellt als ein Teil der Persönlichkeitsbildung ein wesentliches Element einer ausgewogenen Bildung und Erziehung bei Kindern und Jugendlichen dar. Sie befähigt zum kreativen Arbeiten und fördert somit wesentliche Schlüsselkompetenzen junger Menschen, welche heute wichtiger denn je sind. Deswegen muss das Förderprogramm Kreativpotenziale zukünftig einen festen strukturellen Platz in der schulischen kulturellen Bildung einnehmen.“

Das Förderprogramm Kreativpotentiale Sachsen-Anhalt hat nicht nur die Website hervorgebracht, sondern in den vergangenen anderthalb Jahren bereits mehr als 40 Projekte der schulischen kulturellen Bildung gefördert, um den schulischen und außerschulischen Bereich in einem ersten Schritt zusammenzubringen. Zudem entstanden lokale Verbünde aus Schule, Kultur und Kommune, um einen gemeinsamen Austausch- und Entwicklungsraum für Kulturelle Bildung an Schulen zu schaffen.

Thomas Schödel, Direktor Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt: „Schulen öffnen sich, damit sie die Kinder und Jugendlichen fit fürs Leben machen können und sie so ausbilden, dass sie in der komplex gewordenen Welt bestehen können. Kulturelle Bildung an Schulen kann hier einen großen Beitrag leisten. Das Programm Kreativpotentiale und die landesweite Website für schulische kulturelle Bildung ist ein Schritt zur Unterstützung unserer Schulen.“

Hintergrund:

„Kreativpotentiale Sachsen-Anhalt“ ist ein Programm des Ministeriums für Bildung in Kooperation mit dem Landesinstitut für Schulentwicklung und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Das Programm wird gefördert durch die Stiftung MERCATOR.

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<![CDATA[ Konstituierende Sitzung der Expertenkommission zur inhaltlichen Weiterentwicklung des Schulwesens ]]> Fri, 11 Nov 22 16:00:50 +0100 Auf Einladung des Ministeriums für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt ist heute die Expertenkommission zur inhaltlichen Weiterentwicklung des Schulwesens im Landtag von Sachsen-Anhalt zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammengetreten. Damit wird ein Auftrag der Koalitionspartner aus dem Koalitionsvertrag des Landes Sachsen-Anhalt umgesetzt.

Ziel der Kommission ist die Erarbeitung wissenschaftlich fundierter thematischer Empfehlungen, welche die Grundlage für eine inhaltliche Weiterentwicklung des Schulsystems bildet. Die Empfehlungen werden dem Ministerium für Bildung in Form eines schriftlichen Berichts zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsaufträge der Expertenkommission orientieren sich an den im Koalitionsvertrag Sachsen-Anhalt angeführten Themen zur inhaltlichen Weiterentwicklung des Schulwesens, der Lehramtsausbildung und der Professionalisierung der Lehrkräfte, den Übergängen zwischen den Schulformen sowie den zentralen Leistungserhebungen. Darüber hinaus agiert die Expertenkommission unabhängig und ist darin frei, die Themen stärker einzugrenzen und thematische Unterarbeitsgruppen zu bilden.

Als Mitglieder wurden Schulpraktikerinnen und Schulpraktiker aller Schulformen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Sachsen-Anhalt zur Mitwirkung an der Kommission ernannt. Bildungsministerin Eva Feußner: „Der gegenseitige Austausch von Personen aus der Praxis und Wissenschaftlern mit ihren unterschiedlichen Blickwinkeln wird die Expertenkommission bei der Entwicklung fundierter Empfehlungen unterstützen.“

Als Vorsitz der Kommission ernannten die Mitglieder Jan Riedel (Lyonel-Feininger-Gymnasium, Halle), als stellvertretenden Vorsitz Mandy Rauchfuß (Gemeinschaftsschule „Heinrich Heine“, Halle). Eine Liste aller Mitglieder ist der Pressemitteilung beigefügt.

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<![CDATA[ Alternative zum Halbjahreszeugnis an Grund- und Förderschulen wird ermöglicht ]]> Tue, 08 Nov 22 11:01:09 +0100 Auf Initiative des Lehrerhauptpersonalrats, des Grundschulverbands und der GEW hat das Bildungsministerium im Auftrag einer Arbeitsgruppe Vorschläge zur Vereinfachung der Halbjahreszeugnisse in der Schuleingangsphase (Schülerinnen und Schüler im 1. und 2. Schuljahr) an Grund- und Förderschulen erarbeitet.

Beginnend zum Schulhalbjahr 2022/2023 können landesweit einheitliche und standardisierte Protokolle der Lernentwicklungsgespräche, sog. Halbjahresbilanzen, eingesetzt werden, die alternativ das bisherige Halbjahreszeugnis ersetzen. Eine Entscheidung obliegt der jeweiligen Schule nach Abstimmung mit den Elternräten und Beschluss der Gesamtkonferenz. Die Einführung der Halbjahresbilanzen ist freiwillig und wird nach voraussichtlich zwei Jahren evaluiert.

Die Einführung ist mit dem Ziel verbunden, zeitnah und langfristig eine zeitliche Entlastung der Lehrkräfte im Grundschulbereich zu erreichen. Zeitgleich soll damit dennoch den berechtigten Interessen der Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigten nach einer angemessenen Einschätzung der Leistungen Rechnung getragen werden.

Es können genutzt werden:

  • Dokumentationsformulare für die Lernentwicklungsgespräche zum Schulhalbjahr in der Schuleingangsphase als Indikatoren-gestützte Fassung
  • Dokumentationsformulare für die Lernentwicklungsgespräche zum Schulhalbjahr in der Schuleingangsphase mit Berichtsdokumentation

Die Schulen können aber auch wie bisher die traditionellen Zeugnisse nutzen.

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<![CDATA[ Theaterstück der bundesweiten Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs „Trau dich!“ feiert Premiere in Staßfurt ]]> Mon, 07 Nov 22 09:46:11 +0100 Kinderrechte, körperliche Selbstbestimmung und sexueller Kindesmissbrauch sind die Themen des Theaterstücks „Trau dich! Ein starkes Stück über Gefühle, Grenzen und Vertrauen“. Das Stück ist das zentrale Element der bundesweiten Initiative „Trau dich!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs. Im September 2020 startete die Kooperation zwischen „Trau dich!“ und dem Land Sachsen-Anhalt. Ende 2021 erhielt Sachsen-Anhalt vom BMFSFJ und der BZgA die Lizenz zur eigenständigen Weiterführung der Initiative.

Kompetent begleitet wird das Projekt vom Landeszentrum freies Theater Sachsen-Anhalt – LanZe. LanZe ist der bundesweit einzige Landesverband für Akteurinnen und Akteure der Freien Darstellenden Künste, des Amateurtheaters, des Schultheaters und der Theaterpädagogik. Für die Umsetzung des Theaterstücks „Trau dich!“ in Sachsen-Anhalt konnte das aus Halle/Saale stammende Theaterensemble „mutig&LAUT“ gewonnen werden. Heute feiert das Theaterstück Premiere in Staßfurt im Salzlandtheater.

Schirmherrin ist Bildungsministerin Eva Feußner: „Das Ausmaß an sexualisierter Gewalt gegen Kinder ist nach wie vor hoch, zudem gibt es eine große Dunkelziffer. Um dem effektiv entgegenzuwirken, müssen alle mit ins Boot geholt und sensibilisiert werden: Schulen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Beratungsstellen. Die Initiative ‚Trau dich!‘ leistet einen wertvollen Beitrag, um Kinder zu stärken und ihnen das nötige Rüstzeug mitzugeben, handlungsfähig zu werden und sich in Notsituationen Hilfe zu holen. Ich freue mich, dass wir das ‚Trau-dich!‘-Projekt nun in eigener Verantwortung in Sachsen-Anhalt anbieten, damit Kinder frei von sexualisierter Gewalt aufwachsen können.“

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: „Täglich werden Mädchen und Jungen Opfer sexualisierter Gewalt. Deshalb ist es wichtig, dass Präventionsbemühungen langfristig und nachhaltig angelegt sind. In Sachsen-Anhalt ist es uns mit der Verstetigung von ‚Trau dich!‘ gelungen, eine dauerhafte Basis zu schaffen, Kinder zu stärken und Erwachsene zu ermutigen, im Bedarfsfall einzugreifen. Mit der heutigen Premiere übergibt die BZgA den Staffelstab an Sachsen-Anhalt. Damit beginnt die Umsetzung der Initiative gegen sexuellen Kindesmissbrauch in Landesträgerschaft. Dafür danke ich allen Beteiligten und wünsche viel Erfolg.“

Neben der Premiere in Staßfurt am 7. November 2022 im Salzlandtheater sind weitere Termine in diesem Jahr geplant:

  • 23. November 2022: Theater im Capitol Zeitz
  • 30. November 2022: Schauspielhaus Magdeburg

Um auch Eltern und pädagogische Fachkräfte anzusprechen, werden für die Lehrkräfte der beteiligten Schulen Fortbildungsveranstaltungen angeboten, Informationsabende für Eltern durchgeführt und das regionale Netzwerk vor Ort eingebunden.

Ziel von „Trau dich!“ ist es, Mädchen und Jungen zwischen acht und zwölf Jahren über ihre Rechte aufzuklären, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und sie zu informieren, wo sie im Falle eines Übergriffs Hilfe finden.

Bis heute kooperieren elf Bundesländer mit der Bundesinitiative „Trau dich!“: Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Sachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Hamburg, Berlin und Sachsen-Anhalt.

Weitere Informationen zur Initiative „Trau dich!“ unter:

www.trau-dich.de/

www.multiplikatoren.trau-dich.de/

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<![CDATA[ Aufholen nach Corona: Lerncamps in den Herbstferien ]]> Thu, 20 Oct 22 09:44:58 +0200 328194 <![CDATA[ IQB-Bildungstrend 2021 für den Primarbereich vorgestellt – Sachsen-Anhalt weitgehend im bundesweiten Trend ]]> Mon, 17 Oct 22 09:09:01 +0200 Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) hat heute den Bildungstrend 2021 vorgelegt, mit dem die Kompetenzen in den Fächern Deutsch und Mathematik von Schülerinnen und Schülern am Ende der 4. Jahrgangsstufe länderspezifisch abgebildet werden. Die Kompetenzerfassung erfolgte im Zeitraum zwischen April und August 2021. Somit bildet der Bildungstrend 2021 den Leistungsstand nach den flächendeckenden pandemiebedingten Schulschließungen ab.

Zusammenfassung:

Nach den Ergebnissen des Bildungstrends 2021 erreichen bundesweit signifikant weniger Viertklässlerinnen und Viertklässler in den Fächern Deutsch und Mathematik im Vergleich zu den letzten Erhebungen in den Jahren 2011 und 2016 die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK). Der Anteil der Kinder, die die Mindeststandards verfehlen, ist teilweise deutlich gestiegen und die sozialen und zuwanderungsbezogenen Unterschiede haben sich verstärkt.

Insgesamt bilden die Ergebnisse des Landes Sachsen-Anhalt weitgehend den bundesweiten Trend ab. Besonders im Fach Mathematik sind die Leistungen der Schülerinnen und Schüler stabil und Sachsen-Anhalt liegt im Vergleich über dem Bundesdurchschnitt. Im Fach Deutsch erreichen die Leistungen im Bereich Lesen und Orthografie den mittleren bundesweiten Durchschnitt. Im Kompetenzbereich Zuhören sind die Ergebnisse zwar mit den Bildungstrends der Vergangenheit vergleichbar, liegen tendenziell aber insgesamt im hinteren Bereich des Bundesdurchschnitts.

Die Ergebnisse, so die Autorinnen und Autoren des Berichts, dürften auch Effekte der pandemiebedingten Einschränkungen des Schulbetriebs in Deutschland widerspiegeln. Dies ist bei der Interpretation der Ergebnisse zu berücksichtigen.


Stellungnahme des Ministeriums für Bildung Sachsen-Anhalt:

Bildungsministerin Eva Feußner: „Wir nehmen die Ergebnisse sehr ernst. Auch wenn sie in unserem Bundesland in einigen Bereichen über dem Bundesdurchschnitt liegen, sind sie in der Betrachtung zu den vorangegangenen Berichten nicht befriedigend – sie zeigen einen klaren Auftrag. Vor allem im Bereich der Sprachförderung insgesamt und bei Kindern mit Zuwanderungshintergrund werden wir nachlegen müssen. Auch bedingt durch die Schulschließungen konnten die Lehrkräfte mit den Schülerinnen und Schülern insbesondere im Bereich der Hörkompetenz weniger trainieren.“ Im Fokus stehen im Fach Deutsch zukünftig daher ein verstärkter Einsatz von Aufgaben zum verstehenden Hören. Den Schulen sollen mehr Aufgaben zum Training dieser Kompetenz mit didaktischen Hilfestellungen auf dem Landesbildungsserver zur Verfügung gestellt werden.

„Das IQB benennt die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Schulschließungen als einen wesentlichen Faktor für den bundesweiten Rückgang der Kompetenzen in den getesteten Bereichen. Das zeigt uns: Schulschließungen sind unbedingt zu vermeiden. Dafür werde ich mich weiterhin einsetzen. Die Entwicklung jedoch nur mit der Pandemie zu begründen – das bestätigt auch das IQB –, halte ich für zu kurz gegriffen“, so Feußner weiter.

„Mit dem Corona-Aufholprogramm bieten wir bereits die Möglichkeit, den durch die Pandemie entstandenen Defiziten bei Schülerinnen und Schülern entgegenzuwirken. Ich möchte deshalb alle Schulen – insbesondere die Grundschulen – noch einmal aufrufen, die Möglichkeiten des Aufholprogramms umfangreich zu nutzen. Um dem negativen Trend, der mit dem Bildungsbericht 2021 abgebildet wird, entgegenzuwirken, werden die Maßnahmen aus diesem Programm jedoch nicht ausreichen. Auch mittel- und langfristig müssen wir Maßnahmen entwickeln.“ Das Ministerium für Bildung hat das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) daher beauftragt, eine tiefergehende Analyse der Ergebnisse vorzunehmen und daraus fachliche Schlussfolgerungen und Empfehlungen zur Qualitätsentwicklung und Stärkung der Lehrkräfte in den Grundschulen zu erarbeiten.

Feußner: „Ich möchte mich bei allen Lehrkräften im Primarbereich und bei allen an Grundschulen Beteiligten für die großen Kraftanstrengungen insgesamt und in den zurückliegenden, herausfordernden Pandemiejahren bedanken. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse des Bildungstrends ist Ihr Einsatz in den kommenden Jahren gefragter denn je: Die Ausbildung von Basiskompetenzen in der Grundschule ist essentiell für einen sicheren Übergang in die Sekundarstufe I.“ Feußner betone darüber hinaus, dass die Grundlagen insbesondere für die Sprachkompetenz auch in den Elternhäusern und im Kita-Bereich gelegt würden. Der Bund müsse daher seine Ankündigung, das seit 2016 bestehende Programm „Sprach-Kitas“ nicht über 2022 fortzuführen, vor dem Hintergrund der jetzt vorliegenden Ergebnisse dringend überdenken.

 


Die Ergebnisse im Kurzüberblick:

Deutsch:

Lesen:

Deutschland:
2021
Mindeststandard nicht erreicht 18,8
Regelstandard erreicht 57,6
Optimalstandard erreicht 7,8

Sachsen-Anhalt:
2021
Mindeststandard nicht erreicht 15,5
Regelstandard erreicht 58,7
Optimalstandard erreicht 7,8

Ergebnisse in allen drei Kategorien besser oder gleich im Vergleich zum Bundesdurch-schnitt, jedoch nicht signifikant

Zuhören:

Deutschland:
2021
Mindeststandard nicht erreicht 18,3
Regelstandard erreicht 58,9
Optimalstandard erreicht 8,2

Sachsen-Anhalt:
2021
Mindeststandard nicht erreicht 15,5
Regelstandard erreicht 57,4
Optimalstandard erreicht 5,7

Ergebnisse weder signifikant über noch signifikant unter dem Bundesdurchschnitt bei „verfehltem Mindesstandard“ und „erreichtem Regelstandard“, jedoch signifikant unter dem Bundesdurchschnitt bei „erreichtem Optimalstandard“

Orthografie:

Deutschland:
2021
Mindeststandard nicht erreicht 30,4
Regelstandard erreicht 44,4
Optimalstandard erreicht 6,0


Sachsen-Anhalt:
2021
Mindeststandard nicht erreicht 30,0
Regelstandard erreicht 45,8
Optimalstandard erreicht 6,5

Ergebnisse in allen drei Kategorien besser im Vergleich zum Bundesdurchschnitt, jedoch nicht signifikant


Mathematik: (Globalskala mathematischer Kompetenzen)

Deutschland:
2021
Mindeststandard nicht erreicht 21,8
Regelstandard erreicht 54,8
Optimalstandard erreicht 10,5

Sachsen-Anhalt:
2021
Mindeststandard nicht erreicht 16,1
Regelstandard erreicht 60,6
Optimalstandard erreicht 13,9

Ergebnisse in allen drei Kategorien besser als im Bundesdurchschnitt, bei „verfehltem Mindeststandard“ und „erreichtem Regelstandard“ sogar signifikant besser

Hintergrund:

Mit den IQB-Bildungstrends wird regelmäßig überprüft, inwieweit Schülerinnen und Schüler in Deutschland die mit den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK) definierten Kompetenzziele erreichen. Aus den Ergebnissen in den Kompetenztests kann darauf geschlossen werden, inwieweit die Kompetenzen einer Schülerin oder eines Schülers den in den Bildungsstandards festgelegten Regelstandards, den Mindeststandards oder den Optimalstandards entsprechen oder ob sie diese unterschritten haben.

Während in Deutsch die Kompetenzbereiche „Lesen“, „Zuhören“ und „Orthografie“ einzeln getestet und ausgewertet werden, erfolgt die Darstellung der Kompetenzstände in Mathematik gebündelt.

Im Primarbereich werden die Studien seit dem Jahr 2011 am Ende der 4. Jahrgangsstufe in den Fächern Deutsch und Mathematik durchgeführt. Im Jahr 2021 wurden zentrale Kompetenzen in diesen Fächern zum dritten Mal erfasst.


Die Teilnahme an den Kompetenztests zum IQB-Bildungstrend 2021 war an öf¬fentlichen Schulen verpflichtend, sofern zum Erhebungszeitpunkt an der jewei¬ligen Schule keine Befreiung von der Präsenzpflicht im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bestand. An Schulen in freier Trägerschaft war die Teil¬nahme an den Tests entsprechend den rechtlichen Vorgaben der Länder teilweise freiwillig.

In Sachsen-Anhalt nahmen 81 Schulen mit insgesamt 1.445 Schülerinnen und Schülern teil.

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<![CDATA[ Bildungsministerin Feußner würdigt Lehrkräfte am Welttag der Lehrerin und des Lehrers ]]> Wed, 05 Oct 22 11:01:46 +0200 Zum Internationalen Tag der Lehrerin und des Lehrers drückt Sachsen-Anhalts Bildungsministerin Eva Feußner allen Lehrkräften des Landes ihren Dank aus.

Feußner: „An diesem Tag gilt mein ganz besonderer Dank und Respekt allen Lehrkräften, die in schwierigen Zeiten Großes leisten. Sei es die Pandemie, die Integration ukrainischer Schülerinnen und Schüler oder der Umgang mit der angespannten Personalsituation – der unermüdliche Einsatz der Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt verdient die größte Anerkennung.“

Hintergrund

Der Welttag der Lehrerin und des Lehrers wird seit 1994 jährlich am 5. Oktober begangen. Damit macht die UNESCO auf die bedeutende und verantwortungsvolle Rolle der Lehrkräfte für eine qualitativ hochwertige Bildung aufmerksam.

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<![CDATA[ Sachsen-Anhalt begleitet bundesweit einheitliche Tafelwerk-Neufassung ]]> Fri, 30 Sep 22 08:29:55 +0200 Das Wichtigste zuerst: Das Tafelwerk wird nicht abgeschafft. Das Tafelwerk wird lediglich als Hilfsmittel in der Abiturprüfung ab 2025 durch eine bundesweit vereinheitlichte Fassung unter der Bezeichnung „Formeldokument“ ersetzt.

Ausgangspunkt sind die bundesweiten Abstimmungen der Kultusministerkonferenz (KMK) in Zusammenarbeit mit dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) zur Erhöhung der allseits gewünschten bundesweiten Vergleichbarkeit der Anforderungen zum Abiturerwerb. Diese Abstimmungen umfassen neben den Abituraufgaben im IQB-Pool unter anderem auch die Abstimmungen zu Bearbeitungszeiten und zugelassenen Hilfsmitteln. Hier soll künftig ein bundesweit einheitliches Formeldokument verwendet werden.

Das bisherige Tafelwerk kann weiter für den Unterricht genutzt werden, für Prüfungen sind dann allerdings ab 2025 die neuen Formeldokumente bindend. Mit dem Schulleiterbrief vom 8. August 2022 wurden die Gymnasien darüber informiert. Um die Schülerinnen und Schüler, die 2025 das Abitur ablegen, langfristig auf die Arbeit mit der bundesweiten Fassung vorzubereiten, werden bereits jetzt an den entsprechenden Jahrgang Formeldokumente für die Fächer Chemie und Mathematik ausgereicht und zur Nutzung empfohlen.

Für das Fach Physik sind die bundesweiten Abstimmungen noch nicht abgeschlossen, das Formeldokument wird nachgereicht. Das Fach Biologie wird von den anderen Formeldokumenten abgedeckt.

Sobald alle Formeldokumente vorliegen, ist davon auszugehen, dass diese dann wieder in einer gebundenen Gesamtausgabe – entsprechen dem „alten“ Tafelwerk - auf dem Markt verfügbar sind.

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<![CDATA[ Lessingschule Salzwedel gehört zu den besten Schulen Deutschlands ]]> Wed, 28 Sep 22 14:10:35 +0200 Die Ganztagsgemeinschaftsschule G. E. Lessing in Salzwedel gehört zu den besten Schulen der Bundesrepublik. Das wurde heute bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises unterstrichen.

Sachsen-Anhalts Bildungsministerin Eva Feußner zeigte sich erfreut: „Das besondere Konzept der Unterrichtsorganisation mit Elementen des Freien Lernens und des Projektlernens in Verbindung mit dem unermüdlichen Fleiß und der intensiven Arbeit aller Mitarbeitenden an der Lessingschule Salzwedel haben sich ausgezahlt. Ich gratuliere allen, die an diesem großartigen Erfolg ihren Anteil haben, auf das Allerherzlichste!“

Eine Jury aus Bildungswissenschaft, Schulpraxis und Bildungsverwaltung hatte die Lessingschule Salzwedel unter die letzten 15 Schulen aus mehr als 80 Bewerbungen gewählt. Feierlich verliehen wurden die Preise in Berlin von Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger.

Im Fokus des Wettbewerbs „Deutscher Schulpreis 2022“ stand in diesem Jahr die Unterrichtsqualität, unter dem Motto: „Unterricht besser machen“.

Alle nominierten Schulen erhalten einen Anerkennungspreis in Höhe von 5.000 Euro.

Hintergrund:

 Die Robert Bosch Stiftung GmbH vergibt den Deutschen Schulpreis seit 2006 gemeinsam mit der Heidehof Stiftung. Seit dem Start des Programms haben sich rund 2.500 Schulen für den Preis beworben.

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<![CDATA[ Erwachsenenbildungsbericht 2022 im Kabinett vorgestellt ]]> Tue, 27 Sep 22 14:14:03 +0200 321984