Landesportal Sachsen-Anhalt - Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt https://www.sachsen-anhalt.de/bs/pressemitteilungen/ Pressemitteilungen der Landesverwaltung Sachsen-Anhalt sowie nachgeordneter Behörden und Bereiche de-de Fri, 27 Jan 23 22:38:36 +0100 <![CDATA[ Halbzeit im Zukunfts- und Klimaschutzkongress: Experten-Werkstatt nimmt erneuerbare Energien, Akzeptanz und Finanzierung in den Fokus ]]> Wed, 18 Jan 23 14:53:51 +0100 Halbzeit, aber keine Pause: Im Bauhaus in Dessau-Roßlau findet heute die Halbzeitveranstaltung zum Zukunfts- und Klimaschutzkongress des Landes (ZUKK) statt. Bei einem Werkstattgespräch beraten rund 150 Expertinnen und Experten aus Landespolitik, Kommunen, Verbänden, Wirtschaft und Wissenschaft darüber, wie sich wichtige Querschnittsthemen zum Klimaschutz wie erneuerbare Energien, Akzeptanz und Finanzierung künftig voranbringen lassen. Die Veranstaltung wird von Umweltstaatssekretär Dr. Steffen Eichner eröffnet; Energiestaatssekretär Thomas Wünsch hält ein Impulsreferat zur „Zukunft von erneuerbaren Energien in Sachsen-Anhalt“.

Eichner betont: „Klimaschutz ist Daseinsvorsorge. Wir alle sind gefordert, den menschengemachten Klimawandel soweit wie möglich zu begrenzen und seinen Auswirkungen entschlossen entgegenzutreten. Zu dieser globalen Herausforderung muss auch Sachsen-Anhalt seinen Beitrag leisten.“ Wünsch unterstreicht: „Die Landesregierung hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Im Zeitraum von 2021 bis 2026 sollen in Sachsen-Anhalt insgesamt 5,65 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Der Zukunfts- und Klimaschutzkongress soll Lösungen und Wege aufzeigen, wie dies trotz der aktuellen Probleme auf dem Energiemarkt gelingen kann. Ein ganz zentraler Baustein dafür ist ein deutlich beschleunigter Ausbau erneuerbarer Energien.“

Beim ZUKK wird seit Juli 2022 im breiten Dialog über Sachsen-Anhalts Weg in eine klimaneutrale Zukunft diskutiert. Dazu haben in den vergangenen Monaten Expertinnen und Experten in fünf Arbeitsgruppen über Klimaschutzmaßnahmen für die Bereiche Energie, Wirtschaft, Verkehr, Gebäude sowie Land- und Forstwirtschaft beraten. Bis zum April 2023 sind weitere AG-Sitzungen geplant; die Ergebnisse fließen in die Leitlinien der künftigen Klimaschutzpolitik des Landes ein. Neben den Beratungen der Fach-Arbeitsgruppen gibt es mehrere Workshops und weitere Veranstaltungen. Die Abschlussveranstaltung zum ZUKK ist für Ende Juni 2023 geplant.

 

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<![CDATA[ Deutsches Biodiversitätszentrum: Willingmann wirbt für langfristige Unterstützung des Bundes ]]> Tue, 17 Jan 23 14:49:25 +0100 Sachsen-Anhalts Wissenschafts- und Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat an den Bund appelliert, die Forschungsarbeit des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) auch über 2024 hinaus finanziell zu unterstützen.

„Der Erhalt der Artenvielfalt gehört zu den drängendsten Herausforderungen weltweit. Für diese Mammutaufgabe braucht es politischen Willen, langen Atem und zugleich exzellente wissenschaftliche Begleitung. Aus diesem Grund haben wir mit iDiv in Mitteldeutschland einen international führenden Forschungsleuchtturm zur Biodiversität aufgebaut. Damit dieser auch künftig größtmögliche Strahlkraft entwickeln kann, wäre es wichtig, dass sich der Bund langfristig an der Finanzierung beteiligt. Das gilt umso mehr mit Blick auf die Umsetzung des im Dezember 2022 im kanadischen Montreal erzielten wegweisenden Abkommens zur Artenvielfalt“, sagte Willingmann heute bei der Eröffnung des Parlamentarischen Abends von iDiv in Sachsen-Anhalts Landesvertretung in Berlin.

Prof. Aletta Bonn, Forschungsgruppenleiterin Ökosystemleistungen bei iDiv, ergänzte: „Wir müssen jetzt die Umsetzung der globalen Biodiversitätsziele ambitioniert vorantreiben. Dies kann nur gelingen, wenn Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Forschung zusammenarbeiten, und tatkräftige Investitionen in unsere Natur tätigen – als Sicherung für unsere Gesundheit und die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Wir raten daher dazu, einen hochrangigen Biodiversitätsrat einzurichten, der, über alle Politikressorts hinweg und gemeinsam mit jungen Menschen, die Erhaltung unserer biologischen Grundlage zum Kernthema der Politik macht.“

Das 2012 gegründete Forschungszentrum mit Sitz in Leipzig wird von den Universitäten Halle-Wittenberg, Jena und Leipzig sowie dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) getragen. Für iDiv sind derzeit mehr als 350 Mitarbeitende aus 40 Nationen tätig, davon mehr als 150 direkt am Forschungszentrum; es nimmt weltweit eine Spitzenstellung in der Erforschung der Artenvielfalt auf der Ebene ganzer Ökosysteme ein.

Bislang finanzieren die von Bund und Ländern getragene Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und weitere Fördermittelgeber iDiv mit jährlich gut 15 Millionen Euro. Ergänzend dazu sind an den drei Universitäten für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag Forschungsinfrastrukturen auf- und ausgebaut worden; an der Universität Halle etwa wurde das Institutsgebäude der Biologie für rund 23 Millionen Euro saniert und erweitert.

Nach Auslaufen der DFG-Förderung stellen Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen gemeinsam mit den drei Universitäten und dem UFZ vom Wintersemester 2024/25 an eine Grundfinanzierung von 12,5 Millionen Euro pro Jahr sicher. Willingmann: „Angesichts der überragenden Bedeutung unserer mitteldeutschen Spitzenforschung zur Artenvielfalt werbe ich sehr dafür, dass sich der Bund auch über 2024 hinaus verlässlich an der Finanzierung beteiligt. Die wichtige Forschungsarbeit am iDiv muss mindestens im Umfang der Vorjahre fortgeführt und perspektivisch weiter ausgebaut werden.“

Der Rückgang der Artenvielfalt lässt sich auch in Sachsen-Anhalt beobachten. Hierzulande gibt es rund 1.560 Tier- und Pflanzenarten, die inzwischen akut vom Aussterben bedroht sind. Das sind gut sieben Prozent der in Sachsen-Anhalt nachgewiesenen Arten.

Um den Erhalt der heimischen Artenvielfalt zu forcieren, arbeitet das Umweltministerium derzeit an der Weiterentwicklung der aus dem Jahr 2010 stammenden Biodiversitätsstrategie des Landes. Ein zentraler Baustein dabei ist die Artensofortförderung, über die im Jahr 2022 rund 3,84 Millionen Euro für landesweit 88 Naturschutzprojekte bewilligt worden sind. Finanziert wurden etwa die Renaturierung von Teichen und Seen, die Anlage von Blühwiesen oder die Herstellung von Fledermausquartieren. Willingmann: „Wenngleich die Haushaltslage aktuell schwierig ist, sollte unsere eigene, passgenaue und erfolgreiche Artensofortförderung angesichts der Biodiversitätsziele neben entsprechenden Bundes-Programmen auch 2023 und darüber hinaus fortgesetzt werden. Über den Umfang sind wir im Rahmen der Haushaltsberatungen für das laufende Jahr derzeit mit den Abgeordneten der Koalitionsfraktionen im Gespräch.“

 

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<![CDATA[ Willingmann: „Sichere, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung wird 2023 das zentrale Thema der Energieministerkonferenz sein“ ]]> Thu, 12 Jan 23 14:37:50 +0100 Zum Jahreswechsel 2022/2023 hat Sachsen-Anhalt den Vorsitz der Energieministerkonferenz übernommen. Sachsen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann wird als neuer Konferenzvorsitzender die
Energieministerinnen und -minister sowie die Senatorinnen und Senatoren der Bundesländer am 30. März in Merseburg und am 28. September in Wernigerode zu den regulär geplanten Beratungen empfangen. „Sichere,
bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung wird 2023 das zentrale Thema der Energieministerkonferenz sein“, erklärte Willingmann am Donnerstag. „Es wird vor allem darum gehen, die Energiekrise zu überwinden und Weichen für die Zukunft zu stellen. Sollte es erforderlich sein, werden wir neben den bereits geplanten Konferenzen auch kurzfristige Beratungen einrichten, um auf besondere Situationen zu reagieren.“

Willingmann, der die Konferenzleitung zum Jahreswechsel von Minister Olaf Lies (Niedersachsen) übernommen hat, ist davon überzeugt, dass sich Sachsen-Anhalt gerade in diesen Zeiten als Gastgeberland anbietet: „Beim Ausbau erneuerbarer Energien zählt Sachsen-Anhalt zu den Vorreitern; schon heute werden zwischen Arendsee und Zeitz mehr als 61,5 Prozent des Stroms aus regenerativen Quellen erzeugt. Die großen energiepolitischen
Herausforderungen spielen hierzulande ebenfalls eine zentrale Rolle: Energieintensive Branchen, allen voran die chemische Industrie, prägen die Wirtschaft des Landes und sind in besonderer Weise von der Energiekrise und
damit einhergehenden Versorgungsfragen betroffen. Sachsen-Anhalt setzt deshalb neben dem weiteren zügigeren Ausbau von Wind- und Solarkraft auch auf den Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoff-Wirtschaft. So wird in unserem Bundesland das zentrale Drehkreuz für Transport und Speicherung von Wasserstoff in Europa entstehen. Wir haben Erfahrung in der Wasserstoffnutzung und wollen gemeinsam mit unseren starken Partnern aus
der Wissenschaft und Wirtschaft die Weichen für die Zukunft stellen. Entsprechend packen wir in Sachsen-Anhalt die Aufgaben konsequent an, die wir bereits im Rahmen unserer Wasserstoffstrategie definiert haben.“

Die Energieministerkonferenz wird sich daher auch mit der weiteren Beschleunigung von Verwaltungsverfahren für Energieprojekte befassen. „Die Einrichtung funktionsbereiter LNG -Terminals an der Nord- und Ostseeküste binnen weniger Monate zur weiteren Absicherung der Gasversorgung hat deutlich gemacht, dass auch in Deutschland erforderliche Genehmigungen sehr schnell erteilt und umgesetzt werden können. Bundeskanzler Olaf Scholz hat dies als ‚Deutschland-Tempo′ bezeichnet und damit einen künftigen Maßstab genannt, an dem wir uns orientieren sollten“, betonte Willingmann.

Ein weiteres Thema wird in diesem Jahr auch der für Versorgungsicherheit erforderliche Energiemix sein, einschließlich der energetischen Nutzung der Braunkohle. „Sachsen-Anhalt zählt zu den vier Bundesländern, die mit dem Ausstieg aus der Kohleverstromung einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende in Deutschland leisten werden“, so Willingmann. „Im Kohlekompromiss des Jahres 2019 hat man sich für Sachsen-Anhalt dafür auf das Jahr 2038 verständigt und dies auch gesetzlich fixiert. In der aktuellen Krise leistet auch die Braunkohle einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit im Lande. Da wir aufgrund der Energiekrise kurzfristig mehr Kohlestrom benötigen und mehr CO2 emittieren, wird darüber zu reden sein, ob ein Ausstieg aus der Kohleverstromung nach der Krise beschleunigt werden kann.“

In Sachsen-Anhalt endet der Abbau von Braunkohle im Tagebau Profen spätestens 2035. Die zunehmende, europäisch geeinte CO2-Bepreisung erschwert eine wirtschaftliche Nutzung der Kohle erheblich. Auch im Hinblick auf Wertschöpfung und Arbeitsplätze sieht Minister Willingmann die Zukunftschancen vor allem im Aufbau einer klimaneutral und nachhaltig aufgestellten Wirtschaft, die weithin mit erneuerbaren Energien arbeitet: „Gerade in den vom Strukturwandel betroffenen Regionen bieten sich hier neue, vielversprechende Chancen, die es
jetzt zu nutzen gilt.“

Die Energieministerkonferenz (EnMK) ist ein wichtiges Instrument der Länder, um energiepolitische Fragen schnell und effizient miteinander zu besprechen. Auf der EnMK stimmen sich die für Energiepolitik zuständigen Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren der Länder ab, tauschen Erfahrungen aus und beschließen politische Schritte, die Lösungen für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Energiepolitik bieten. Die zuständige Bundesministerin bzw. der zuständige Bundesminister nimmt regelmäßig als Gast teil. Erstmalig soll in diesem Jahr auch eine Energieministerkonferenz gemeinsam mit den Ressortchefinnen und -chefs für Wirtschaft und Umwelt der Länder stattfinden, um Querschnittsthemen zu erörtern, die gerade seit dem Krieg in der Ukraine deutlich geworden sind.

Weitere Informationen zur Energieministerkonferenz gibt es hier: www.enmk.de 

 

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<![CDATA[ Bewerben, Jury überzeugen und Preisgeld sichern / Willingmann: Kluge Köpfe gehören ins Rampenlicht ]]> Thu, 22 Dec 22 10:14:57 +0100 Endspurt um den „Hugo-Junkers-Preis 2023“: Noch rund drei Wochen können sich kluge Köpfe aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen um Sachsen-Anhalts renommierten Innovationspreis bewerben. Bis zum 11. Januar 2023 werden wegweisende Forschungsprojekte oder kreative Geschäftsideen aus Wissenschaft, Industrie und Handwerk gesucht. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 80.000 Euro dotiert; die Preisverleihung soll am 7. Juni 2023 über die Bühne gehen.

Bewerben, Jury überzeugen und Titel samt Preisgeld sichern: Gleich in vier Kategorien können Visionäre aus Sachsen-Anhalt in die Fußstapfen des Dessauer Luftfahrtpioniers Hugo Junkers treten – von der Grundlagen- über die angewandte Forschung bis hin zu innovativen Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen sowie in der diesjährigen Sonderkategorie für Vorhaben im Bereich Energie- und Umweltforschung. Bewerbungen sind auch direkt online möglich; nähere Informationen unter: www.hugo-junkers-preis.de.

Minister Prof. Dr. Armin Willingmann kennt gute Gründe für eine Bewerbung: „Sachsen-Anhalt ist innovativ. Hier leben zahlreiche Tüftler, Gründer und Forscher, die mit ihren Ideen unser Leben besser machen. Diese innovative Arbeit bleibt der breiten Öffentlichkeit aber viel zu häufig verborgen. Eine Bewerbung oder gar der Sieg beim Hugo-Junkers-Preis kann das nachhaltig ändern. Mit dem Wettbewerb holen wir brillante Leistungen und die klugen Köpfe dahinter ins verdiente Rampenlicht. Bis Weihnachten darf es gern etwas besinnlicher zugehen, danach sollte es aber wieder heißen: Vorfahrt für Innovationen und die Bewerbung um den Hugo-Junkers-Preis.“

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<![CDATA[ Wissenschaftsministerium unterstützt Kirchenmusik-Hochschule Halle // Willingmann: „Mehrjährige Zuwendung gibt Planungssicherheit“ ]]> Wed, 21 Dec 22 11:41:57 +0100 Das Wissenschaftsministerium wird die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik Halle (EHK) auch in den kommenden drei Jahren finanziell unterstützen. Der Zuschuss beträgt 479.400 Euro für 2023 und steigt bis 2025 auf 492.500 Euro an. Grundlage dafür ist der Zuwendungsvertrag, den Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann, der Präsident des Landeskirchenamtes, Dr. Jan Lemke, und EHK-Rektor Prof. Peter Kopp heute unterzeichnet haben. Die EHK wird getragen von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, die mit jährlich mindestens 800.000 Euro den Großteil des Hochschuletats finanziert. Das Land unterstützt die Hochschule seit Ende der 1990er Jahre.

Willingmann betonte: „Musik und insbesondere auch Kirchenmusik ist ein wertvoller Teil unserer Kultur, mit großer Tradition, gerade bei uns in Mitteldeutschland. Daher ist es wichtig, dass sich Sachsen-Anhalt für seine einzige, nicht-staatliche Musikhochschule stark macht. Als Spezial-Einrichtung pflegt die EHK unser reiches musikalisches Erbe und nimmt darüber hinaus auch moderne Entwicklungen auf. Bestes Beispiel dafür sind die zum Wintersemester neu eingeführten Masterstudiengänge zur Kirchlichen Popularmusik, die im neuen Zuwendungsvertrag fest verankert sind. Die mehrjährige Unterstützung gibt der EHK Planungssicherheit, die für eine positive Hochschulentwicklung unverzichtbar ist. Dies gilt umso mehr mit Blick auf das 2026 anstehende 100-jährige Jubiläum der Musikhochschule in Halle.“

„Musik in der Kirche ist Verkündigung, sie berührt und verbindet Menschen durch die Frohe Botschaft“, ergänzte Kirchenamtspräsident Lemke. „Damit wir sie bewahren und doch immer aktuell wirken lassen können, ist die kirchenmusikalische Ausbildung so wichtig. Das leistet die EHK auf höchstem Niveau.“

Rektor Prof. Peter Kopp unterstrich: „Kirchenmusik ist natürlich zuvorderst ein Dienst an und in den Kirchgemeinden. Vielerorts strahlt eine aktive und erfolgreiche kirchenmusikalische Arbeit aber weit über den kirchlichen Rahmen hinaus. Da werden Kantorinnen und Kantoren zu wichtigen kommunalen oder regionalen Musikpädagogen und -vermittlern. Der Erhalt einer auch auf ihren kulturellen Werten basierenden Gesellschaft ist eine gemeinsame Aufgabe von Staat und Kirche.“

Die 1926 gegründete EHK ist Deutschlands größte und älteste evangelische Hochschule für Kirchenmusik. Derzeit sind in Halle (Saale) ca. 60 Studierende in akkreditierten Bachelor- und Masterstudiengängen in den Bereichen Kirchenmusik, Chor- und Orchesterleitung, Konzert- und Oratoriengesang sowie Künstlerisches Orgelspiel immatrikuliert. In Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg werden in einem kombinierten Studiengang zudem Musiklehrer für das Lehramt an Gymnasien ausgebildet. In den vergangenen Jahren haben nahezu 100 Prozent der Studierenden ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Aufgrund ihres guten Ausbildungsniveaus sind die an der EHK ausgebildeten Kirchenmusiker und Musiklehrer deutschlandweit stark gefragt; viele von Ihnen sind nach dem Studium im Gemeinde-, Schul- und Kulturleben des Landes und der Landeskirche tätig.


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<![CDATA[ Willingmann begrüßt weitreichende Entlastungen für private Haushalte und Unternehmen ]]> Fri, 16 Dec 22 11:49:05 +0100 Der Bundesrat hat am Freitag den von der Bundesregierung geplanten Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme zugestimmt. Damit Energie bezahlbar bleibt, erhalten private Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen ab dem kommenden Jahr eine monatliche Gutschrift auf ihre Gas- sowie ihre Stromrechnung. „Wir sind mit der heutigen Zustimmung zu den Preisbremsen einen äußerst wichtigen Schritt in der Bewältigung der Energiekrise vorangekommen“, erklärte Sachsen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann nach der Abstimmung in Berlin. „Mit den Preisbremsen löst Kanzler Olaf Scholz das Versprechen ein, dass private Haushalte und Unternehmen in Deutschland spürbar entlastet und in der Krise nicht alleine gelassen werden.“

Die Energiepreisbremsen führen dazu, dass für 80 Prozent des bisherigen Verbrauchs maximal 12 Cent pro Kilowattstunde bei Gas, 9,5 Cent pro Kilowattstunde bei Fernwärme und 40 Cent pro Kilowattstunde bei Strom gezahlt werden müssen. Die Entlastungen treten ab März 2023 in Kraft, werden aber auch rückwirkend für Januar und Februar 2023 ausgezahlt. Für die Industrie starten die Preisbremsen im Januar. Sie erhalten ein vergünstigtes Kontingent in Höhe von 70 Prozent ihres bisherigen Verbrauchs an Strom, Gas und Wärme. Ergänzend gibt es spezielle Regelungen für Krankenhäuser und einen Härtefallfonds für besonders vulnerable Verbraucher sowie soziale, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen.

Tragfähige Strom- und Gaspreise sind vor allem für Unternehmen mit energieintensiven Prozessen von besonderer Bedeutung, insbesondere in den Chemieparks in Sachsen-Anhalt. Daher wurde im aktuellen Entlastungspaket auch die Prozessdampfversorgung berücksichtigt. „Wir haben länderseitig dazu in den vergangenen Wochen intensive Gespräche mit der Bundesregierung geführt; das hat sich auch an dieser Stelle ausgezahlt“, betonte Willingmann.

Neben den Entlastungen hat der Bundesrat auch den Weg für die Erlösabschöpfung am Strommarkt freigemacht. In Anlehnung an die Vorgaben der Europäischen Union werden künftig Zufallserlöse am Strommarkt abgeschöpft und Solidaritätsbeiträge von fossilen Stromkonzernen eingezogen. „Es steht außer Frage, dass Unternehmen, die derzeit unerwartete und unverdiente Erlöse verzeichnen, sich an den Kosten der Energiekrise beteiligen sollten“, betonte Willingmann. „In Zeiten, in denen alle Verbraucher mit gestiegenen Kosten zu kämpfen haben, ist es nicht nachvollziehbar, wenn Unternehmen zu deren Lasten riesige Profite machen.“

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<![CDATA[ Grüner Wasserstoff: Arbeiten am Leitungsnetz können starten / Willingmann: „Starkes Signal“ ]]> Thu, 15 Dec 22 15:19:30 +0100 Der großflächige Ausbau des Wasserstoffnetzes in Sachsen-Anhalt und Ostdeutschland kann starten. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz genehmigte der Leipziger ONTRAS Gastransport GmbH in dieser Woche den vorzeitigen Maßnahmenbeginn für die länderübergreifenden Infrastrukturprojekte „doing hydrogen“ und „Green Octopus Mitteldeutschland“. Von besonderer Bedeutung für Sachsen-Anhalt ist dabei die Errichtung eines Wasserstoffspeichers in Bad Lauchstädt (Saalekreis) sowie einer Pipeline zwischen Bad Lauchstädt, Leuna und dem niedersächsischen Salzgitter; allein hierfür wollen Bund und Land insgesamt knapp 150 Millionen Euro investieren.

Energie- und Klimaschutzminister Prof. Dr. Armin Willingmann sagte dazu: „Grüner Wasserstoff ist ein Energieträger der Zukunft und der Schlüssel für die Klimaneutralität unserer energieintensiven Industrien wie etwa der Chemie. Voraussetzung dafür sind kräftige Investitionen in die Infrastruktur, die Erzeuger, Speicher und Verbraucher verbinden. Das grüne Licht aus Berlin ist daher eine gute Nachricht und sendet ein starkes Signal für den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Wasserstoffwirtschaft in Sachsen-Anhalt. Mit Blick auf den fortschreitenden Klimawandel und die tiefgreifende Energiekrise ist es umso dringlicher, unser Land zur führenden Modellregionen zu entwickeln.“

ONTRAS betreibt das rund 7.700 Kilometer lange Fernleitungsnetz in Ostdeutschland. Das Leipziger Unternehmen will nach eigenen Angaben bis 2030 ein gut 900 Kilometer langes Leitungsnetz zum Transport von Wasserstoff in Ostdeutschland errichten, größtenteils durch Umstellung bestehender Erdgasleitungen. Kern des geplanten Wasserstoffnetzes sind die Projekte „doing hydrogen“ und „Green Octopus Mitteldeutschland“, zu deren Umsetzung die Arbeiten jetzt starten können.

Der Ausbau des Pipelinenetzes in Sachsen-Anhalt ist auch ein zentraler Bestandteil der Wasserstoffstrategie des Landes. Sie sieht daneben u.a. vor, dass bis 2030 eine Elektrolyseleistung von einem Gigawatt zur Herstellung von Grünem Wasserstoff aufgebaut werden soll; dies entspricht einem Viertel der derzeitigen konventionellen Wasserstoffproduktion im Land. Darüber hinaus sollen für die nachhaltige Wasserstoffproduktion Wind- und Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von fünf Gigawatt entstehen, Forschungskapazitäten für grüne Wasserstofftechnologien ausgebaut und regionale Netzwerke gestärkt werden.

Die Bundesregierung hatte im vergangenen Jahr länderübergreifende Infrastruktur-Projekte für den Aufbau eines europäischen Wasserstoffnetzes als „wichtige Vorhaben im gemeinsamen europäischen Interesse“ (IPCEI) ausgewählt, die zwischen 2023 und 2027 umgesetzt werden sollen. Voraussetzung ist, dass sich die Bundesländer an den Kosten beteiligen.

Für die Realisierung von Leitungs- und Speicherprojekten in Sachsen-Anhalt hat der Bund insgesamt rund 130 Millionen Euro eingeplant; das sachsen-anhaltische Energie- und Klimaschutzministerium steuert 55 Millionen Euro bei. Insgesamt werden also rund 185 Millionen Euro investiert. Der Großteil der Mittel – 149,1 Millionen Euro – fließt dabei in das Projekt „Green Octopus Mitteldeutschland“ mit Wasserstoffspeicher in Bad Lauchstädt und der Pipeline zwischen Bad Lauchstädt, Leuna und Salzgitter. 35,7 Millionen Euro fließen in zwei weitere Pipeline-Projekte.

 

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<![CDATA[ Max-Planck-Institut in Halle wächst / Wünsch bei Grundsteinlegung: „Starker Leuchtturm“ ]]> Wed, 14 Dec 22 14:06:48 +0100 Meilenstein für das Max-Planck-Institut (MPI) für Mikrostrukturphysik in Halle (Saale): Im Beisein von Wissenschafts-Staatssekretär Thomas Wünsch ist heute der Grundstein für einen 12.500 m² großen Forschungsneubau im Technologiepark „Weinberg Campus“ gelegt worden. Bis Ende 2025 soll ein zusätzliches Gebäude mit Spezial-Laboren, Büros und einem 700 m² großen Reinraum errichtet werden. Dadurch wird das Institut um eine auf dann drei experimentelle Abteilungen erweitert und die Zahl der Mitarbeitenden von derzeit rund 150 auf etwa 300 verdoppelt. In Neubau und Erstausstattung sollen insgesamt rund 64 Millionen Euro investiert werden, etwa 16,6 Millionen Euro davon kommen vom Land Sachsen-Anhalt.

Wünsch betonte: „Spitzenforschung braucht kluge Köpfe und eine erstklassige Infrastruktur. Mit dem Neubau stärken Bund und Land das Institut nachhaltig. Zum einen ermöglicht die Erweiterung eine noch breiter angelegte Forschung zu den Zukunftsthemen Gesundheit, Energie und Datenverarbeitung. Zum anderen steigert die Investition die Attraktivität des Instituts im Wettbewerb um die besten Köpfe. Gerade auch durch die enge Kooperation mit der Universität Halle und anderen Forschungseinrichtungen ist das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik ein starker Leuchtturm am Forschungsstandort Halle.“

Das MPI für Mikrostrukturphysik wurde 1992 als erstes Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Ostdeutschland gegründet. Aktuelle Schwerpunkte der Forschung sind die Erforschung neuer, mit atomarer Präzision hergestellter Materialien, die Entwicklung neuer Konzepte in der Datenverarbeitung und -speicherung sowie die Integration optischer Methoden zur Erforschung neuronaler Prozesse.

 

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<![CDATA[ Willingmann: „Am Landesgymnasium ist auch beim Klimaschutz Musik drin“ ]]> Mon, 12 Dec 22 16:40:53 +0100 Für klangvolle Töne ist das Landesgymnasium für Musik in Wernigerode (Landkreis Harz) schon länger bekannt; ab sofort steht die Schule auch für großes Engagement im Klimaschutz. Minister Prof. Dr. Armin Willingmann hat das Gymnasium heute gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Landesenergieagentur, Marko Mühlstein, als Sieger im 2022 ausgelobten Landesschulwettbewerb „Klimaschutz – voll wirksam!“ ausgezeichnet.

Mit dem Preisgeld von 9.000 Euro sollen nun mehrere Projekte umgesetzt werden, um den Strom- und Gasverbrauch in den zwei Internatsgebäuden bis 2025 um 20 bzw. 15 Prozent zu senken. Dieses Ziel wollen die Schülerinnen und Schüler unter Leitung von Lehrerin Manuela Simmler und mit Unterstützung einer Energieberaterin durch eine Vielzahl an Maßnahmen erreichen: Alte Umwälzpumpen sollen ausgetauscht, digitale Thermostate eingebaut und eine Photovoltaikanlage installiert werden. Darüber hinaus sind weitere Projekte geplant, um Energie zu sparen sowie die Schüler- und Lehrerschaft für Energieeffizienz und Klimaschutz zu sensibilisieren. Dazu gehören etwa Handy-Ladestationen aus gebrauchten Solarmodulen oder eine Hausmeisterschulung.

Willingmann sagte: „In Sachsen-Anhalt macht der Klimaschutz Schule; am Landesgymnasium für Musik ist dies sogar ein Herzensthema. Was hier in Wernigerode mit viel Engagement auf die Beine gestellt werden soll, hat Vorbildcharakter und wird hoffentlich viele Schulen zum Nachahmen bewegen. Ich danke der Schulleitung, den engagierten Lehrkräften sowie den Schülerinnen und Schülern für ihren voll wirksamen Einsatz. Am Landesgymnasium heißt es damit ab sofort: Auch beim Klimaschutz ist Musik drin.“

Marko Mühlstein ergänzte: „Es ist wichtig, dass Klimaschutz und Energiewende bereits in der Schule gelebt und vermittelt werden. Mit dem Landesgymnasium wird eine besonders herausragende Schule ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!“

Der Schulwettbewerb „Klimaschutz – voll wirksam!“ wurde in diesem Jahr vom Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gemeinsam mit der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA) ausgelobt. Gesucht wurden investive Projekte, die den Ausstoß von Treibhausgasen nachweislich senken. Mögliche Handlungsfelder: die Nutzung erneuerbarer Energien, Heizung und Warmwasser, Beleuchtung und Belüftung, Mobilität, Nutzerverhalten oder Verbesserungen an der Gebäudehülle.

Die weiteren Preisträger im Klimaschutz-Wettbewerb
Der zweite Platz und ein Preisgeld von 6.000 Euro gehen an das Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium in Salzwedel (Altmarkkreis Salzwedel) – zur Unterstützung von Projekten wie: Bau eines großen Insektenhotels, Errichtung eines Fahrradhäuschens mit E-Ladesäule oder Fassadenbegrünung des Neubaus.

Platz drei (4.000 Euro) belegt die Adam-Olearius-Sekundarschule in Aschersleben (Salzlandkreis), die in Zusammenarbeit mit der Stadt Aschersleben die Verkehrsführung in Schulnähe optimieren will, um CO2-Emissionen zu reduzieren.

Zudem erhalten die Grundschulen Klostermansfeld und Helbra (Landkreis Mansfeld-Südharz) je einen mit 2.000 Euro dotierten Sonderpreis für die Umstellung der Beleuchtung auf energiesparende LED-Technik.


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<![CDATA[ Eichner: „Klimaschutz geht uns alle an“ ]]> Wed, 07 Dec 22 10:21:09 +0100 Auch in der Vorweihnachtszeit hat Klimaschutz in Sachsen-Anhalt Konjunktur. Im Zuge des Mitte 2022 gestarteten Zukunfts- und Klimaschutzkongresses (ZUKK) des Landes haben bis Ende November Expertinnen und Experten aus Verbänden, Wissenschaftseinrichtungen, Kammern und Vereinen mehrfach über künftige Klimaschutzmaßnahmen für die Bereiche Energie, Wirtschaft, Verkehr, Gebäude sowie Land- und Forstwirtschaft beraten.

Zusätzlich findet im Landkreis Mansfeld-Südharz jetzt der landesweit zweite Klimamarkt im Rahmen des ZUKK statt. Gemeinsam mit Umweltministerium, Landesenergieagentur, Landesamt für Umweltschutz und Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz lädt die Verbandsgemeinde Goldene Aue heute Abend ab 18 Uhr nach Kelbra (Sportlerheim, Frankenhäuser Straße 12) ein. Dort wird u.a. der aktuelle Stand zum geplanten Klimaschutzkonzept der Gemeinde vorgestellt.

Die Veranstaltung wird durch Umweltstaatssekretär Dr. Steffen Eichner eröffnet. Er betont: „Klimaschutz geht uns alle an. Deshalb ist es wichtig, dass sich im Rahmen unseres Zukunfts- und Klimaschutzkongresses möglichst viele Menschen und Institutionen einbringen. Auch Sachsen-Anhalt muss seinen Beitrag leisten, um den Klimawandel zu begrenzen. Ich freue mich, dass die Verbandsgemeinde Goldene Aue hier mit gutem Beispiel voran geht.“

Das Umweltministerium hatte den ZUKK im Juli 2022 gestartet, um im breiten Dialog über Sachsen-Anhalts Weg in die klimaneutrale Zukunft zu diskutieren und die Leitlinien der künftigen Klimaschutzpolitik des Landes zu entwickeln. Neben den Beratungen der Fach-Arbeitsgruppen gibt es bis Juni 2023 mehrere Workshops und weitere Veranstaltungen wie etwa die Klimamärkte.

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<![CDATA[ Umweltzentrum Ronney als Bildungsstätte für nachhaltige Entwicklung zertifiziert // Willingmann: „Konzept wird vor Ort gelebt“ ]]> Mon, 05 Dec 22 12:08:49 +0100 Getestet und für gut befunden: Minister Prof. Dr. Armin Willingmann hat dem Umweltzentrum Ronney heute eine Urkunde für die erfolgreiche Zertifizierung als geprüfte Stätte der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) überreicht. Die im Zerbster Ortsteil Walternienburg (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) gelegene Einrichtung hatte in den vergangenen Monaten eine umfangreiche Begutachtung mit Vor-Ort-Termin durchlaufen und wurde im Ergebnis jetzt als zweite BNE-Einrichtung in Sachsen-Anhalt nach dem Verfahren „nun“ (norddeutsch und nachhaltig) zertifiziert. Den Auftakt machte im Vorjahr die Naturwerkstatt Schochwitz (Saalekreis).

Das Umweltzentrum Ronney liegt im Biosphärenreservat „Flusslandschaft Mittelelbe“ und bietet neben aktiver Erholung auch praktisches Lernen in der Natur: So gibt es für Schulklassen eine Ökoschule, u.a. mit Erlebnisgarten, Unterwasserbeobachtungsteich und Bienenhaus. In den Ferien werden Umweltlager bzw. Projektwochen organisiert. In vier gut ausgestatteten Mehrbettzimmern können an Wochenenden und Feiertagen auch interessierte Gruppen übernachten und von dort aus die Umgebung entdecken.

Willingmann betonte: „Nachhaltigkeit wird immer wichtiger, sie kommt aber nicht von ungefähr. Wir brauchen Einrichtungen wie das Umweltzentrum Ronney, die Menschen mit Spaß und Leidenschaft nachhaltiges Denken und Umweltschutz vermitteln. Die Zertifizierung hat deutlich gezeigt, wie sehr die gesamte Einrichtung und der Vorstand des Trägervereins hinter dem Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung stehen. Ich danke allen Partnern und Mitwirkenden, die diese Idee tagtäglich mit großer Motivation vor Ort leben.“

Der Leiter des Umweltzentrums Ronney, Thorsten Wösthaus, unterstrich: „Wir sehen die Zertifizierung als Auszeichnung für unsere jahrelange Bildungsarbeit in den Bereichen Umwelt-, Klima- und Naturschutz. Aber Nachhaltigkeit ist viel mehr. Für uns liegen die Herausforderung und der Fokus zukünftig in einer vielfältigen Vermittlung einiger der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die über klassische Umweltthemen hinausgehen. Dazu gehören beispielsweise Themen zu Gesundheit und Wohlergehen, zur Geschlechtergleichheit sowie zum nachhaltigen Konsum und Produktion. Die in den UN-Nachhaltigkeitszielen verankerten Themen werden unsere künftige Bildungsarbeit noch stärker prägen.“

Das Umweltzentrum Ronney wird durch das Umweltministerium aus der Richtlinie zur Nachhaltigkeitsbildung gefördert: Für 2022 wurden rund 82.000 Euro bewilligt. Insgesamt fließen im laufenden Jahr zur Unterstützung von BNE-Einrichtungen in Sachsen-Anhalt im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes rund 1,3 Millionen Euro.

Die „nun“-Zertifizierung ist ein kostenloses und freiwilliges Verfahren zur Qualitätsentwicklung für Akteurinnen und Akteure der außerschulischen Bildung für nachhaltige Entwicklung in Sachsen-Anhalt, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die vier Bundesländer haben die Qualitätsstandards gemeinsam entwickelt und bieten die Zertifizierung für freiberufliche Personen, Vereine, Verbände, Stiftungen und andere Organisationen an. Dafür gibt es in Sachsen-Anhalt eine Zertifizierungskommission, in der u.a. Akteure von Kommunen, Kirchen und Eine-Welt-Netzwerk sowie den Bereichen Umweltbildung, globales Lernen und Schulbildung zusammenarbeiten.


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<![CDATA[ Wolfspopulation im Land wächst moderat / Willingmann spricht sich gegen Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht aus ]]> Mon, 05 Dec 22 14:10:03 +0100 Der Wolf breitet sich in Sachsen-Anhalt weiter aus. Zwischen Mai 2021 und April 2022 ist die Zahl der Tiere um 26 auf insgesamt 183 gestiegen. Das geht aus dem Wolfsmonitoringbericht des Landesamtes für Umweltschutz (LAU) hervor, den Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann und LAU-Präsidentin Dr. Sandra Hagel am Montag in Magdeburg vorgestellt haben. Insgesamt gibt es im Land nun 24 Rudel, vier Wolfspaare und zwei Einzeltiere. Je ein neues Rudel wurde bei Wahlitz (Landkreis Jerichower Land) und Hundeluft (Landkreis Wittenberg) entdeckt.

Trotz der weiter anwachsenden Population bleibt die Zahl der Übergriffe von Wölfen auf Nutztiere annähernd gleich. 2021/22 wurden 89 Nutztierrissbegutachtungen durchgeführt. In 75 Fällen wurde ein Wolf als Verursacher nachgewiesen oder war nicht auszuschließen. Es gab damit 13 Rissfälle mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl blieb jedoch unter dem bisherigen Höchstwert von 95 Fällen im Monitoringjahr 2019/20. „40 Prozent aller Wolfsrisse bei Nutztieren ereigneten sich im Jerichower Land“, erläuterte LAU-Präsidentin Hagel. „Dort war vergleichsweise häufig der wolfsabweisende Mindestschutz nicht vorhanden. Die meisten Wolfsterritorien gibt es im Landkreis Wittenberg, hier ereigneten sich jedoch nur 13 Prozent der Übergriffe auf Nutztiere.“

Umweltminister Willingmann ist davon überzeugt, dass konsequenter Herdenschutz das beste Mittel ist, um Übergriffe auf Nutztiere zu verringern. „Wir sehen, dass nicht die Anzahl der Wölfe über die Risszahlen entscheidet, sondern der wolfsabweisende Herdenschutz. Dieser sollte von Tierhaltern noch konsequenter angewendet werden“, betonte der Minister. Nach aktuellem Bericht fehlte dieser Schutz bei jedem zweiten Übergriff, bei weiteren 20 Prozent blieb die Einhaltung des Schutzes unklar, bei weiteren 18 Prozent war der Schutz für den Anspruch auf Ausgleichzahlung irrelevant. Nur in 11 Prozent der Fälle war wolfsabweisender Mindestschutz nachweislich vorhanden.

Willingmann verwies darauf, dass in Sachsen-Anhalt Herdenschutzberatungen kostenlos sind und Herdenschutzmaßnahmen zu 100 Prozent gefördert werden. Anrecht auf Förderung haben sowohl Tierhaltungen im Haupt- und Nebenerwerb als auch Hobbyhalter. „Angesichts der Tatsache, dass Herdenschutz auf absehbare Zeit das wirksamste Mittel ist, halte ich es für geboten, dass alle Tierhalter auch in den kommenden Jahren vom Land weiterhin umfassend finanziell unterstützt werden: in der Prävention wie auch beim Schadensersatz. Alles andere würde zu einer unnötigen Verschärfung der Lage für die Tierhalter, zu steigenden Risszahlen und zu sinkender Akzeptanz führen“, betonte der Minister.

Zugleich sprach sich Willingmann gegen eine Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht aus: „Selbst wenn man die Tatsache ausblendet, dass der Wolf über nationales und europäisches Recht geschützt ist, muss man feststellen: Eine Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht verhindert keine Verluste bei Weidetieren. Wer auf Herdenschutz verzichtet, wird weiterhin mit Übergriffen rechnen müssen. Wir konnten bereits in der Vergangenheit bei illegalen Abschüssen erkennen, dass die Reviere dann von anderen Wölfen übernommen werden. Mit einzelnen Abschüssen würde sich daher kein professionelles Wolfsmanagement praktizieren lassen.“ Die Entnahme einzelner Wölfe mit problematischem Verhalten sei dagegen schon heute trotz striktem Schutzstatus erlaubt, betonte der Minister weiter. Dem Monitoringbericht zufolge wurden im jüngsten Berichtszeitraum 16 Wölfe tot geborgen, darunter acht Verkehrsopfer und drei illegale Abschüsse.

Das Landesamt für Umweltschutz bittet weiterhin um Unterstützung beim Monitoring. „Sichtungen, andere Wolfshinweise oder Rissverdacht sollten immer ans Wolfskompetenzzentrum gemeldet werden. Nur so kann der Bericht die Verhältnisse bestmöglich abbilden“, betonte LAU-Präsidentin Hagel.

Der Wolfsmonitoringbericht 2021/2022 ist auf den Internetseiten des Landesamtes für Umweltschutz abrufbar.

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<![CDATA[ Wissenschaftsministerium unterstützt in diesem Jahr 85 Forschungsprojekte mit 20 Millionen Euro ]]> Fri, 02 Dec 22 12:15:14 +0100 Für innovative Forschungsprojekte der Hochschulen Sachsen-Anhalts hat das Wissenschaftsministerium im Jahr 2022 rund 20 Millionen Euro bereitgestellt. Über die Landesforschungsförderung konnten insgesamt 85 Forschungsprojekte finanziell unterstützt werden. „Die große Bandbreite und hohe Qualität der Projekte zeigt auf, wie innovativ und leistungsstark unsere Hochschulen aufgestellt sind“, erklärte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann am Freitag. „Das Wissenschaftsministerium unterstützt über die Landesforschungsförderung vor allem Projekte, die dazu beitragen, Herausforderungen unserer Zeit besser zu bewältigen. Hierbei stehen auch der Technologietransfer und die stärkere Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft im Fokus. Das ist insbesondere in Krisenzeiten wichtig.“

Zu den Schwerpunkten in der Landesforschungsförderung zählen mehrere Vorhaben im Bereich der Medizin und Medizintechnik. Rund 400.000 Euro stellt das Ministerium für die Corona-Forschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bereit. Im dritten Teil der Restart-Studie wird untersucht, wie sich Großveranstaltungen im Sport oder in der Kultur auf den Verlauf einer Pandemie auswirken. Für die Erforschung altersbezogener Erkrankungen des Gehirns unterstützt das Ministerium die Unimedizin Magdeburg mit rund 1,5 Millionen Euro. Hier sollen Hirnstrukturen und –Funktionen von Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen registriert und analysiert werden.

Darüber hinaus unterstützt das Ministerium beispielsweise die Algen-Forschung an der Hochschule Anhalt mit rund 248.000 Euro. Algen könnten in Zukunft als nachhaltiger Rohstoff bei der Herstellung einer Vielzahl von Produkten in der Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie zum Einsatz kommen. Rund 500.000 Euro fließen in die Entwicklung von automatisierten Fahrfunktionen für autonom fahrende Lastenräder an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Für die kommenden Jahre wird das Wissenschaftsministerium die Landesforschungsförderung noch passgenauer aufstellen. Für die klassische Forschungsförderung hat das Ministerium im Haushalt für das Jahr 2023 rund 12 Millionen Euro eingeplant, zudem 1,7 Millionen Euro für die Landesgraduiertenförderung. Weitere 8 Millionen Euro sollen für die Exzellenzförderung bereitgestellt werden. „Wir wollen unsere beiden Universitäten dabei unterstützen, Forschungscluster herauszubilden, die im bundesweiten Wettbewerb um Exzellenzförderung erfolgreich bestehen können“, erklärte Willingmann. „Es gibt vielversprechende Ansätze sowohl in Halle als auch in Magdeburg, insofern bin ich zuversichtlich, dass wir bei der nächsten Ausschreibung im Wettbewerb erfolgreich sein werden.“

Sachsen-Anhalt hat bislang keine Hochschule mit Exzellenzstatus - ebenso wenig wie Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Das könnte sich 2026 ändern. In der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) Anfang November hat sich Willingmann erfolgreich für eine Ausweitung der Exzellenzstrategie des Bundes eingesetzt. „Die Erweiterung der Anzahl förderfähiger Cluster auf 70 schafft gerade auch für neue Bewerbungen eine echte Chance auf Teilhabe. Dies gilt insbesondere für Länder, deren Wissenschaftseinrichtungen bislang noch nicht an der Exzellenzinitiative partizipieren konnten," so Willingmann.

 

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<![CDATA[ Neustart für Förderprogramm zu Solarspeichern: 2,9 Mio. Euro bis Ende 2023 / Wünsch: „Impuls für mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern“ ]]> Fri, 25 Nov 22 11:59:39 +0100 Wer sich in Sachsen-Anhalt unabhängiger von teurem Öl und Erdgas oder klimaschädlicher Kohle machen möchte, erhält dafür vom Energieministerium ab sofort wieder finanzielle Unterstützung: Nachdem der Landesrechnungshof und das Finanzministerium grünes Licht gegeben haben, ist das Solarspeicher-Förderprogramm jetzt erneut am Netz. Den offiziellen Startschuss dafür gab Energie-Staatssekretär Thomas Wünsch heute gemeinsam mit dem Geschäftsleiter der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB), Marc Melzer, und dem Geschäftsführer der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA), Marko Mühlstein. Gestartet wurde heute zudem ein neues webbasiertes Energie-Informationstool der LENA für kleine und mittlere Unternehmen.

Aus dem Programm „Sachsen-Anhalt SPEICHERT“ wird die Anschaffung plus Errichtung eines Stromspeichers für Dachphotovoltaikanlagen mit bis zu 7.500 Euro (bzw. bis zu 20.000 Euro für Mieterstrommodelle) bezuschusst. Voraussetzung dafür ist, dass gleichzeitig eine neue PV-Anlage in Betrieb genommen oder die Leistung einer bestehenden mindestens verdoppelt wird. Zunächst bis Ende 2023 stehen dafür 2,9 Millionen Euro zur Verfügung. Antragstellung und Förderberatung erfolgen über die IB.

Wünsch betonte: „Ich freue mich, dass unser erfolgreiches Stromspeicher-Programm wieder am Netz ist. Damit geben wir in Sachsen-Anhalt einen zusätzlichen Impuls für mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern. Gerade der Ausbau erneuerbarer Energien und die Nutzung des selbst erzeugten Stroms haben durch die aktuell unsichere Energielage nochmals massiv an Bedeutung gewonnen. Deshalb wollen wir Eigenheimbesitzer sowie öffentliche und private Vermieter beim Umstieg auf zukunftssichere und klimafreundliche Energieversorgung unterstützen. Priorität hat dabei ein möglichst schlankes Förderverfahren; so dürfte der Antrag im Regelfall in weniger als einer Stunde ausgefüllt sein.“

IB-Geschäftsleiter Marc Melzer unterstreicht: „Investitionen in erneuerbare Technologien zahlen sich aus – sowohl für das eigene Portemonnaie als auch für die Umwelt. Die Antragstellung ist unkompliziert. Nehmen Sie gern auch unsere persönliche Beratung wahr – auf Wunsch telefonisch, digital oder vor Ort bei einem unserer Partner in den Regionen.“ Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt berät landesweit an zwölf Standorten. Termine können unter der kostenfreien Hotline 0800 56 007 57 vereinbart werden.

Details zum Speicher-Förderprogramm

Gefördert werden Stromspeicher für Dachphotovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 30 Kilowattpeak (kWp); Mieterstrommodelle werden bis zu einer installierten Leistung von 100 kWp unterstützt. Die Photovoltaikanlage selbst ist nicht Bestandteil des Förderprogramms. Antragsberechtigt sind Privatpersonen sowie öffentliche und private Unternehmen, die künftig Mieterstrommodelle anbieten wollen. Die Förderung von maximal 7.500 Euro für Privathaushalte bzw. von bis zu 20.000 Euro bei Mieterstrommodellen erfolgt in Abhängigkeit von der Größe des installierten Speichers: Bis zu einer Speicherkapazität von 25 Kilowattstunden (kWh) beträgt die Höhe des Zuschusses 300 Euro je kWh, darüber hinaus 200 Euro je kWh. Wer zusätzlich einen Ladepunkt für Elektrofahrzeuge mit einer Ladeleistung von mindestens 3,7 Kilowatt installiert, erhält einen einmaligen Bonus von bis zu 1.000 Euro. Förderfähige Speicher müssen über eine nutzbare Kapazität von mindestens 5 kWh verfügen. Weitere Informationen und Antragsunterlagen gibt es unter:
https://www.ib-sachsen-anhalt.de/unternehmen/wohnen-vermieten/sachsen-anhalt-speichert.

In der ersten Runde des Ende 2019 aus der Taufe gehobenen Förderprogramms ist die Errichtung von rund 400 Stromspeichern mit insgesamt gut 1,2 Millionen Euro unterstützt worden. Durch die Zuschüsse wurde ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 8,5 Millionen Euro angeschoben. Auf jeden Fördereuro entfallen so gut sechs weitere privat investierte Euro.

Wichtige Fragen und Antworten zur Neuauflage des Programms „Sachsen-Anhalt SPEICHERT“ finden Sie auf den Internetseiten des Energieministeriums unter
https://mwu.sachsen-anhalt.de/energie/erneuerbare-energien/photovoltaik/faq-batteriespeicher.

Informationen zur Photovoltaik in Sachsen-Anhalt finden sich im aktuellen FAQ unter
https://mwu.sachsen-anhalt.de/energie/erneuerbare-energien/photovoltaik/faq-photovoltaik/.

„Virtuelle Räume“ der LENA freigeschaltet

Für kleine und mittlere Unternehmen hält die LENA ab sofort ein neues Angebot zu ausgewählten Energieeffizienztechnologien und erneuerbaren Energien bereit: Die „Virtuellen Räume“ beinhalten drei webbasierte Fachinformationsangebote zu den Themen Verfahrens- und Prozessoptimierung, Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie und Querschnittstechnologien. Im 3D-Format können Unternehmerinnen und Unternehmer durch die Räume gehen sowie Kurzfilme, Grafiken und Infotexte aufrufen. Hierzu erläutert LENA-Geschäftsführer Marko Mühlstein: „Das Interesse an Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz, zum Einsatz erneuerbarer Energien oder der Optimierung von Prozessen ist deutlich gestiegen. Mit der Freischaltung der ‚Virtuellen Räume′ bieten wir den Unternehmen im Land bedarfsgerechte, strukturierte Informationen in einem zeitgemäßen Format.“ Die „Virtuellen Räume“ sind im Energieatlas Sachsen-Anhalt unter www.sachsen-anhalt-energie.de über den Menüpunkt „Klimaschutz + Effizienztechnologien“ abrufbar.

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<![CDATA[ Universitätsklinikum Magdeburg und Klinikum Magdeburg unterzeichnen Kooperationsvereinbarung ]]> Mon, 21 Nov 22 12:30:44 +0100 Das Universitätsklinikum Magdeburg und das städtische Klinikum Magdeburg haben mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung ihre weitere zukünftige Zusammenarbeit besiegelt. Dazu haben beide Einrichtungen am heutigen Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz im Beisein beider Aufsichtsratsvorsitzenden, des Klinikumsvorstands des Universitätsklinikums Magdeburg und der Geschäftsführung des städtischen Klinikums Magdeburg dargelegt, wie sie künftig zusammenarbeiten wollen.

Das Ziel dieser Kooperation ist eine abgestimmte optimale medizinische Versorgung aller Patientinnen und Patienten unter Berücksichtigung der vorhandenen Gesamtressourcen beider Standorte. Der durch die Kompetenzbündelung entstehende Synergieeffekt ermöglicht beiden Krankenhäusern die Entwicklung einer bestmöglichen und qualitätsgesicherten Infrastruktur in der Region. Ein weiterer Vorteil zeigt sich im Auflösen der Wettbewerbssituation und die zukünftige Entwicklung einer gemeinsamen Medizinstrategie.

Darüber hinaus sollen durch die kooperative Zusammenarbeit Doppelstrukturen abgebaut und medizinische Schwerpunkte gebildet werden. Diese werden zukünftig die Effizienz und die Wirtschaftlichkeit sowohl der beiden Kliniken im Einzelnen als auch in der gemeinsamen Betrachtung stärken. Insbesondere in der aktuellen Situation des Fachkräftemangels gilt es, die personellen Ressourcen effektiv einzusetzen.

„Gemeinsam ist man stärker“, sagte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann. „Die künftige Zusammenarbeit der beiden Magdeburger Großklinika bietet die Chance, Spitzenmedizin und Patientenversorgung in der Landeshauptstadt zukunftsfest zu machen und dadurch die Krankenhauslandschaft im nördlichen Sachsen-Anhalt zu stärken. Die Verhandlungen zur Kooperation waren auch deshalb erfolgreich, weil sie stets auf Augenhöhe geführt wurden. Wichtig ist, dass die Vereinbarung jetzt schnell mit Leben gefüllt wird.“ Willingmann ist Aufsichtsratsvorsitzender des Universitätsklinikums Magdeburg.

Simone Borris, Oberbürgermeisterin der Stadt Magdeburg, betonte: „Oberste Zielstellung ist eine zukunftsfähige, qualitativ hochwertige und maximale medizinische Versorgung der Menschen in Magdeburg und der Region. Die Unterzeichnung der Vereinbarung ist gleichzeitig der Grundstein, um wirtschaftlichkeitsrelevante Synergien zu erarbeiten und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen der medizinischen Versorgung sowie der ärztlichen und pflegerischen Aus- und Fortbildung zu entwickeln. Mein Dank gilt allen, die an der Entwicklung der Vereinbarung beteiligt waren, insbesondere auch dem Stadtrat der Landeshauptstadt Magdeburg, der am 10. November seine Zustimmung gegeben hat.“

„Wir freuen uns sehr auf die vertiefende Zusammenarbeit. Sie wird uns für zukünftige Herausforderungen sowohl in finanzieller als auch personeller Hinsicht stärken. Es wird uns noch besser gelingen, die beiden Standorte weiterzuentwickeln. Darüber hinaus werden wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr gute Perspektiven bieten und die Attraktivität beider Standorte erhöhen“, erklärte Marco Bohn, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Magdeburg.

„Wir als Universitätsmedizin werden gemeinsam mit dem Klinikum Magdeburg Spitzenversorgung anbieten. Wir sind der Politik sehr dankbar, dass sie die beiden Häuser mit dieser Kooperation dahingehend unterstützt, die hochspezialisierte Medizin in einem noch besseren Setting anbieten zu können. Ebenso wollen wir unseren Bildungsauftrag für unsere Studentinnen und Studenten, die hier eine hervorragende Ausbildung genießen, auch in Zukunft bestens erfüllen“, sagte Prof. Dr. Hans-Jochen Heinze, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Magdeburg.

Dekanin Prof. Dr. Daniela C. Dieterich betonte: „Mit dem Klinikum Magdeburg als unser derzeit größtes Lehrkrankenhaus besteht bereits seit 30 Jahren eine enge Zusammenarbeit für die klinisch-praktische Mediziner-Ausbildung im nördlichen Sachsen-Anhalt. Unsere Studierenden profitieren dabei insbesondere in ihrem letzten Studienabschnitt von dem breiten Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Verfahren unterschiedlicher Fachbereiche am Klinikum Magdeburg. Die nun geschlossene Kooperationsvereinbarung eröffnet uns Möglichkeiten den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Ausbildung und klinischem Alltag weiter zu stärken.“

Geschäftsführer des Klinikums Magdeburg gGmbH, Willi Lamp, stellte heraus: „Das Universitätsklinikum und das Klinikum Magdeburg haben für die medizinische Versorgung überregionale Bedeutung. Das Vorhalten der umfassenden Strukturen und Fachkompetenz muss rund um die Uhr auf wirtschaftlich gesunden Füßen stehen. Die Kooperation ist der erste Schritt, gemeinsam tragfähige Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit wie Konkurrenzdruck, Fachkräftemangel, Wandel in der stationären Versorgung, Energiekrise, Kostensteigerungen etc. zu finden. Die Kooperation ist hierbei der erste Schritt, ein gemeinsames Versorgungskonzept mit entsprechender Medizinstrategie für eine bedarfsgerechte und qualitätsgesicherte Patientenversorgung für Magdeburg und das nördliche Sachsen-Anhalt zu erarbeiten sowie Möglichkeiten einer einheitlichen medizinischen Versorgung zu finden.“

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<![CDATA[ Willingmann spricht sich für Abschöpfung von Zufallsgewinnen aus ]]> Thu, 17 Nov 22 12:38:36 +0100 Aufgrund stark gestiegener Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs haben Energieerzeuger einen erheblichen Gewinnzuwachs verbucht. Sachsen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann unterstützt deshalb die Pläne der Bundesregierung, diese entstandenen Zufallsgewinne zur Finanzierung der staatlichen Hilfen für Haushalte und Unternehmen abzuschöpfen. „Es steht außer Frage, dass Unternehmen, die in diesen Zeiten mit Energie unerwartete und unverdiente Gewinne machen, sich an den Kosten der Krise beteiligen müssen. So kann die Last auf Staats- und Landeshaushalt minimiert werden“, erklärte Willingmann im Rahmen einer Aktuellen Debatte am Donnerstag im Landtag. Der Minister wies zugleich darauf hin, dass es nicht darum gehe, den Unternehmen die finanzielle Basis zu entziehen. „Sie benötigen weiterhin Kapital, um in die nachhaltige Erzeugung und Speicherung von Energie zu investieren.“

Aller Voraussicht nach wird das Bundeskabinett am Freitag dazu einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschieden; Bundestag und Bundesrat werden den Entwurf in ihren Dezembersitzungen beraten und abstimmen. Die Abschöpfung der Zufallsgewinne soll zur Finanzierung der Entlastungsmaßnahmen für Unternehmen und Haushalte dienen; sie könnte rückwirkend zum 1. September 2022 erfolgen.

Willingmann betonte am Donnerstag im Landtag, dass die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung inzwischen fast 300 Milliarden Euro umfassen. Der Bundesrat hatte Anfang der Woche grünes Licht für die Dezember-Soforthilfe gegeben. Mit dieser übernimmt der Bund für private Haushalte, Unternehmen und soziale Einrichtungen die Zahlung eines Abschlags von den Heizkosten im Dezember. Anfang kommenden Jahres sollen zudem die Preise für Erdgas und Fernwärme auf 12 beziehungsweise 9,5 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt werden. Für Strom sollen private Haushalte ab kommenden Jahr maximal 40 Cent pro Kilowattstunde für 80 Prozent ihres bisherigen Verbrauchs zahlen. „Im Ergebnis werden alle Verbrauchergruppen ab Dezember diesen Jahres wirksam durch die Bundesregierung entlastet“, betonte Willingmann. „Ich bin optimistisch, dass auch die Maßnahmen, die noch beschlossen werden müssen, zeitnah ergriffen werden.“ Sachsen-Anhalt werde den Bund unterstützen und im engen Austausch auf bestmögliche Lösungen hinwirken.

Zugleich strich der Minister heraus, welche Fortschritte in den vergangenen Monaten in Sachen Gas-Versorgung erreicht worden seien: volle Gasspeicher, zuverlässige Steigerungen der Gaslieferungen aus verschiedenen europäischen Ländern und die in dieser Woche erfolgte Fertigstellung des ersten LNG-Terminals in Wilhelmshaven. Bereits im Dezember soll das Terminal erste Lieferungen erhalten. Dies zeige deutlich, wie kraftvoll Deutschland auf die Krise reagiere: „Ergänzt um die erheblichen Einsparleistungen des privaten und industriellen Verbrauchs zeigt sich, dass wir in dieser Krise zusammenrücken und auch innovative Lösungen, namentlich in der Industrie, gefunden werden. Daher besteht weder zu Alarmismus noch zu Aktionismus Grund“, sagte Willingmann.

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<![CDATA[ Staatssekretär Eichner: „Grüne Städte stärken Artenvielfalt, Lebensqualität und Klimaschutz“ ]]> Mon, 14 Nov 22 15:11:11 +0100 Grüne Oase statt Betonwüste: Zum Auftakt der Naturschutzkonferenz 2022 des Umweltministeriums hat Staatssekretär Dr. Steffen Eichner heute in Halle (Saale) die große Bedeutung von naturnahem Grün im urbanen Raum betont: „Beim Thema Stadt denken viele Menschen vermutlich zuerst an Wohngebäude, Straßen oder Geschäfte. Doch Städte bieten nicht nur Lebensraum für uns, sondern auch für viele Tiere und Pflanzen. In Parkanlagen und Blühwiesen, entlang von Alleen und Grünstreifen oder auf begrünten Dächern wimmelt es nur so von Leben. Diese grüne Infrastruktur steigert die Lebensqualität und ist unverzichtbar für den Erhalt der biologischen Vielfalt.“

Grüne Freiräume seien darüber hinaus auch zentral für den Klimaschutz und die Anpassung an den fortschreitenden Klimawandel. „Stadtnatur verbessert die Luftqualität, mindert Lärm, speichert CO2 und reguliert Temperatur sowie Wasserhaushalt. Mit Blick auf zunehmende Hitzewellen und mehr Starkregen werden grüne Lösungen daher immer wichtiger“, sagte Eichner. „Deshalb sollten auch unsere Städte mehr Natur wagen und ihre Entwicklungsplanung dahingehend ausrichten. Vorreiter in Sachsen-Anhalt sind u.a. Wernigerode, Blankenburg und Lutherstadt Wittenberg. Mit unserer Naturschutzkonferenz wollen wir einen Impuls geben und möglichst viele Kommunen zum Mit- und Nachmachen bewegen.“

Der Staatssekretär verwies dabei auf die Unterstützungsangebote von Land und Bund. So sind im Rahmen der Artensofortförderung in diesem Jahr wieder zahlreiche Projekte gefördert worden, u.a. zur Renaturierung von Teichen und Seen, Anlage von Blühwiesen, Herstellung von Fledermausquartieren oder zur Pflege von Streuobstbeständen. Zudem unterstützt der Bund Kommunen bei der Stärkung der Artenvielfalt im urbanen Raum, etwa durch den Masterplan Stadtnatur sowie voraussichtlich ab Frühjahr 2023 im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz bei der Einrichtung natürlicher Stadtoasen wie Parks und urbanen Wäldern sowie der Pflanzung von Bäumen.

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<![CDATA[ Willingmann warnt vor zunehmender Luftverschmutzung in Sachsen-Anhalt ]]> Thu, 10 Nov 22 15:29:56 +0100 Zunächst die gute Nachricht: Die Luftqualität in Sachsen-Anhalt hat sich im vergangenen Jahr weiter verbessert. Das geht aus dem aktuellen Immissionsschutzbericht des Landesamtes für Umweltschutz (LAU) hervor, den Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann und LAU-Präsidentin Dr. Sandra Hagel am Donnerstag in Magdeburg vorgestellt haben. Danach wurden die Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub an allen Mess-Stationen im Land erneut sicher eingehalten.

Die positive Entwicklung ist jedoch kein Selbstläufer. Umweltminister Willingmann warnt aufgrund der Energiekrise vor einer Zunahme der Schadstoffbelastungen: „Wenn mehr Menschen aufgrund hoher Preise für Erdgas wieder verstärkt mit Kohle und Holz heizen, führt dies zumindest vorübergehend zu einer höheren Schadstoffbelastung.“ Vor allem in Ballungsräumen und Tallagen könnte sich die Luftqualität während der Heizperiode verschlechtern.

Heizen mit Festbrennstoffen wie Kohlebriketts, Holz und Holzpellets ist in Sachsen-Anhalt weit verbreitet: 2021 waren im Land gut 290.000 Einzelraumfeuerungen, zu denen Kamine, Öfen und Pelletheizungen zählen, registriert. Viele davon entsprechen jedoch nicht dem Stand der Technik: So verfügen alte Feuerungen meist noch nicht über eine Abgasreinigungsanlage und stoßen daher bei Gebrauch mehr Feinstaub und Ruß aus als moderne Anlagen. Aus diesem Grund muss mehr als ein Viertel der Anlagen (80.775) bis Ende 2024 entweder nachgerüstet oder außer Betrieb genommen werden. Das sieht die Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes vor.

Willingmann appelliert deshalb an die Besitzer von Altanlagen, die Umrüstung nicht hinauszuzögern: „Jeder, der mit seinem alten Ofen oder Kamin in den kommenden Jahren weiter heizen möchte, sollte die ohnehin notwendige Nachrüstung nicht hinauszögern. Jede modernisierte Anlage trägt dazu bei, die Schadstoffbelastung der Luft und entsprechende Gesundheitsrisiken zu reduzieren. Wer mit Holz oder Kohle heizt, sollte zudem auf geeigneten und gut getrockneten Brennstoff achten.“

Aufgrund der hohen Preise insbesondere für Erdgas ist das Heizen mit Festbrennstoffen zuletzt finanziell wieder attraktiver geworden. Während die Kilowattstunde (kWh) Erdgas im Oktober 2022 durchschnittlich etwa 25 Cent kostete, lagen die Kosten für das Heizen mit Holzpellets (17,5 Cent pro kWh), mit Braunkohlebriketts (7 Cent pro kWh) und mit Scheitholz (9 Cent pro kWh) oftmals deutlich niedriger.

Damit Kamine und Öfen dauerhaft in Betrieb bleiben können, müssen sie die Grenzwerte für Staub von 0,15 Gramm je Kubikmeter und für Kohlenstoffmonoxid von 4 Gramm je Kubikmeter einhalten. Bestehende Anlagen, die diesen Nachweis erbringen, können zeitlich unbegrenzt weiterbetrieben werden. Kann der Betreiber diesen Nachweis nicht erbringen, gelten Übergangsfristen, die je nach Datum der Typprüfung zwischen 2015 und Ende 2024 ausgelaufen sind bzw. noch auslaufen. Die Kosten für eine entsprechende Nachrüstung können je nach Anlage schwanken. Ein Einbaukatalysator kostet um die 500 Euro, ein elektrostatischer Abscheider 2.000 bis 3.000 Euro. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert immerhin Pellet-Kaminöfen und die nachträgliche Installation von Partikelfiltern. Festbrennstoffkessel mit integriertem oder optionalem Abgasreinigungssystem werden vom ebenfalls BAFA unterstützt.

EU plant Verschärfung der Grenzwerte für Luftschadstoffe

Luftreinhaltung wird in Sachsen-Anhalt auch über die Energiekrise hinaus weiter mit Herausforderungen verbunden bleiben, kündigte Willingmann im Hinblick auf die von der EU geplante Verschärfung der Grenzwerte für Luftschadstoffe an. Der Vorschlag der EU-Kommission sieht unter anderem vor, den Jahresgrenzwert für Feinstaub mit einer Partikelgröße von 2,5 Mikrometer (µm) von jetzt 25 auf künftig 10 Mikrogramm je Kubikmeter (µg/m³) herabzusetzen. Dazu erklärte LAU-Präsidentin Hagel: „Die EU-Kommission hat sich bei der Überarbeitung der Luftqualitätsrichtlinie an den WHO-Richtwerten orientiert und Ende Oktober Vorschläge für strengere Schadstoffgrenzwerte in der Luft vorgelegt. Würden diese neuen Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid bereits heute gelten, hätten wir im Immissionsschutzbericht Überschreitungen in Magdeburg, Halle, Wittenberg und Halberstadt dokumentieren müssen.“ Es wird allerdings noch eine Weile dauern, bis die neuen EU-Vorgaben in Kraft treten. Die Vorschläge der EU-Kommission werden zunächst vom Europäischen Parlament und vom Rat im ordentlichen Gesetzgebungsverfahren beraten.

Luftüberwachung seit 1991

Das Landesamt für Umweltschutz untersucht seit 1991 die Luftqualität in Sachsen-Anhalt. Die Basis hierfür bildet das Luftüberwachungs- und Informationssystem (LÜSA). Das Luftmessnetz umfasst derzeit 25 Mess-Stationen sowie die Messnetzzentrale in Magdeburg. Gemessen wird rund um die Uhr an repräsentativen Punkten, beispielsweise an hoch belasteten Verkehrsschwerpunkten, im städtischen Wohnbereich und auch im ländlichen Raum. Zu den kritischen Luftschadstoffen zählen Feinstaub (Partikel PM10), Stickstoffdioxid und Ozon. Feinstaub kann je nach Partikelgröße Atemwegserkrankungen auslösen. Stickstoffdioxid ist ein ätzendes Reizgas, das Schleimhautgewebe im Atemtrakt schädigen und Augen reizen kann. Ozon ist ein farbloses und giftiges Gas, das zu Atemwegsbeschwerden, verminderter Lungenfunktion und entzündlichen Reaktionen in den Atemwegen führen kann und darüber hinaus im Verdacht steht, beim Menschen Krebs auszulösen.

 

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<![CDATA[ Willingmann besucht TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland in Leuna ]]> Thu, 10 Nov 22 06:43:58 +0100 Sachsen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat am Mittwoch die TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland in Leuna (Saalekreis) besucht. Im Mittelpunkt der Gespräche mit dem Geschäftsführer der Raffinerie, Thomas Behrends, stand neben der aktuellen Lage und den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine die Rohölversorgung. TotalEnergies hatte bereits im März dieses Jahres angekündigt, russische Öllieferverträge schnellstmöglich zu kündigen und spätestens bis Ende 2022 den Bezug von Rohöl russischer Herkunft komplett einzustellen. „Es ist eine bemerkenswerte Leistung des Unternehmens, dass dieses Ziel und damit ein wichtiger Meilenstein für die Versorgungssicherheit in Mitteldeutschland auch erreicht wird“, erklärte Willingmann. Vor dem Ukraine-Krieg kam mehr als 90 Prozent des Rohöls, das in Leuna verarbeitet wird, aus Russland.

„Insbesondere in den vergangenen zwei Jahrzehnten haben wir uns in Deutschland viel zu stark von Energielieferungen aus Russland abhängig gemacht; daraus werden seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine und die europäische Friedensordnung nun notwendige Lehren gezogen. TotalEnergies zeigt beispielhaft auf, dass Fehler auch zeitnah korrigiert werden können“, betonte Willingmann weiter. „Den engen, kontinuierlichen Austausch zu Fragen der Versorgungssicherheit sowie zu weiteren möglichen Auswirkungen der Energiekrise werden wir mit den Energieunternehmen und Netzbetreibern im Land wie in den vergangenen Monaten weiter fortsetzen.“

Geschäftsführer Thomas Behrends stellte dem Minister darüber hinaus die so genannte CO2-Roadmap der Raffinerie vor, die das Ziel hat, den Ausstoß von Kohlendioxid bis 2030 mehr als zu halbieren. Umfassende Nachhaltigkeitsprojekte werden dafür aktuell von dem Unternehmen auf den Weg gebracht. Von konkreten Ideen und Projekten konnte sich der Minister im Rahmen einer Raffineriebesichtigung im Anschluss selbst ein Bild machen.

„Ein energiepolitisches ‚Weiter so‘ wird es auch angesichts des fortschreitenden Klimawandels nicht geben“, betonte Willingmann. „Wie in Leuna müssen wir jetzt landesweit die Weichen für die Zukunft stellen. Dazu zählen die Reduktion der Treibhausgasemissionen, der beschleunigte Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Aufbau der Wasserstoff-Wirtschaft. Ich begrüße es sehr, dass TotalEnergies in Leuna bereits intensiv an entsprechenden Innovationen für den Standort arbeitet und ehrgeizige Pläne für die kommenden Jahre entwickelt hat.“

Die TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland in Leuna ist nach Angaben des Unternehmens bereits heute eine der modernsten, größten und energieeffizientesten Rohölverarbeitungs-Anlagen in Europa. Eingebettet in den größten zusammenhängenden Chemiepark Europas verarbeitet die Raffiniere jährlich bis zu zwölf Millionen Tonnen Rohöl zu vielfältigen Produkten. Dazu zählen Benzin, Diesel, Heizöl, Flüssiggas, Flugkraftstoffe, Bitumen, Methanol und viele weitere Spezialprodukte für die chemische Industrie. Die Raffinerie hat zudem umfassende Transformationsprojekte, zum Teil mit Partnern aus der Region, auf den Weg gebracht. Sie basieren auf erneuerbarem Strom, der Dekarbonisierung der eingesetzten Energie – vor allem des Wasserstoffs – sowie auf der effizienten Nutzung von Abwärme.


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<![CDATA[ Willingmann wirbt in Brüssel für den Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoff-Wirtschaft ]]> Mon, 07 Nov 22 11:20:01 +0100 Grüner Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft. Er könnte vor allem in energieintensiven Industrien künftig in hohem Maße zum Einsatz kommen und wesentlich dazu beitragen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Sachsen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann wirbt deshalb für den Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoff-Wirtschaft und wird am heutigen Montag die Wasserstoffstrategie des Landes in Brüssel vorstellen. Zur Veranstaltung in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt bei der Europäischen Union werden mehr als 100 Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft erwartet.

„Grüner Wasserstoff ist der Schlüssel für den Erhalt unserer energieintensiven Industrien. Als nachhaltiger Energieträger kann er wesentlich zur Sicherung der Beschäftigung und der Wertschöpfung beitragen und neue Wachstumsimpulse in den von Strukturwandel betroffenen Regionen setzen“, betonte Willingmann vorab. „Sachsen-Anhalt hat hierbei die Chance, sich zu einer der führenden Modellregionen zu entwickeln. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels und der tiefgreifenden Energiekrise ist es wichtiger denn je, die Weichen für die Entwicklung der Wasserstoff-Wirtschaft zu stellen und in entsprechende Zukunftsprojekte zu investieren.“

Im mitteldeutschen Chemiedreick im Süden von Sachsen-Anhalt existiert bereits eine jahrzehntelange Erfahrung bei der Herstellung, dem Transport und der Nutzung von Wasserstoff. Rund 330 000 Normkubikmeter Wasserstoff pro Stunde werden bereits heute hauptsächlich am Industriestandort Leuna für chemische Prozesse zur Herstellung von Basischemikalien eingesetzt. Damit ist die Chemieregion nicht nur einer der größten europäischen Wasserstoff-Cluster, sondern auch einer der größten Emittenten von Kohlendioxid. In Zukunft soll Wasserstoff als nachhaltiger Rohstoff im Großmaßstab mit Hilfe Erneuerbarer Energien produziert werden.

Die Wasserstoffstrategie des Landes sieht unter anderem vor, dass bis 2030 eine Elektrolyseleistung von einem Gigawatt zur Herstellung von grünem Wasserstoff aufgebaut werden soll. Dies entspricht etwa 25 Prozent der derzeitigen konventionellen Wasserstoffproduktion im Land. Darüber hinaus sollen für die nachhaltige Wasserstoffproduktion Wind- und Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von fünf Gigawatt entstehen, Forschungskapazitäten für grüne Wasserstofftechnologien ausgebaut und regionale Netzwerke gestärkt werden.

„In Sachsen-Anhalt reden wir nicht mehr nur über das Potenzial von grünem Wasserstoff, es werden bei uns auch zahlreiche zukunftsträchtige Projekte konkret umgesetzt“, betonte Willingmann. Die Linde AG baut aktuell die größte Elektrolyseanlage ihrer Art mit einer Leistung von 24 Megawatt in Leuna. In Bitterfeld-Wolfen stellt das Unternehmen Nobian mit einer Chlor-Alkali-Anlage bereits 2.700 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr her. Vergangene Woche hatte Willingmann zudem das Hydrogen-Lab der Fraunhofer-Gesellschaft in Leuna offiziell in Betrieb genommen.

„In den kommenden Jahren werden wir seitens des Landes weiter konsequent in den Aufbau der Wasserstoff-Wirtschaft investieren“, erklärte Willingmann weiter. Allein für länderübergreifende Pipeline- und Speicherprojekte hat das Energieministerium für die kommenden Jahre rund 55 Millionen Euro vorgesehen, der Bund wird weitere 130 Millionen Euro beisteuern. Das Gros der Mittel – 149,1 Millionen Euro – soll in Wasserstoffspeicher in Bad Lauchstädt (Saalekreis) sowie in eine Pipeline zwischen Bad Lauchstädt, Leuna und dem niedersächsischen Salzgitter investiert werden. 35,7 Millionen Euro fließen in zwei weitere Pipeline-Projekte.


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