Landesportal Sachsen-Anhalt - Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten https://www.sachsen-anhalt.de/bs/pressemitteilungen/ Pressemitteilungen der Landesverwaltung Sachsen-Anhalt sowie nachgeordneter Behörden und Bereiche de-de Sun, 27 Nov 22 09:04:32 +0100 <![CDATA[ Wie der Tourismus als Wirtschaftsfaktor die regionale Entwicklung vorantreibt ]]> Thu, 24 Nov 22 11:35:40 +0100 Quedlinburg. Rund 130 Vertreterinnen und Vertreter der Tourismusbranche haben sich in Quedlinburg nach zwei Jahren coronabedingter Pause getroffen, um über den Tourismus als Standort- und Lebensfaktor sowie über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren. Das Treffen wurde veranstaltet von der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG), dem Tourismusverband Sachsen-Anhalt e. V. (LTV), den Industrie- und Handelskammern (IHK) Magdeburg und Halle-Dessau und vom DEHOGA Sachsen-Anhalt.

In seinem Grußwort betonte Sven Schulze, Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalts: „70.000 Menschen in Sachsen-Anhalt arbeiten direkt und indirekt im Tourismusbereich. Damit ist der Tourismus ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für unser Land, insbesondere für die ländlichen Regionen. Die Bewältigung der Corona-Pandemie und die aktuelle Krisenlage haben die Tourismusbranche vor große Herausforderungen gestellt. Mit Mitteln wie dem Corona-Sondervermögen, Möglichkeiten der GRW-Förderung oder dem kleinen Investitionsprogramm Sachsen-Anhalt INVESTIERT, das wir in diesem Jahr erfolgreich gestartet haben, haben wir gute Möglichkeiten, die Branche in Krisenzeiten zu unterstützen.  Das Land Sachsen-Anhalt wird weiterhin bestmöglich unterstützen, wenn es darum geht, die Branche mit innovativen Projekten zukunftssicher aufzustellen.“

Im Rahmen der Veranstaltung verlieh Wirtschaftsminister Schulze gemeinsam mit dem LTV die Auszeichnung des „Moderndenker Forschungs- und Ideenwettbewerbs für Touristiker*innen“. Die Preise gingen an Studierende der Hochschule Harz für ein Radwegekonzept, ein sensorisches Besucherwegeleitsystem und ein Analysetool zur Untersuchung von Kundenzufriedenheit. Im Rahmen eines Pressegesprächs erläuterte Martin Schulze, Geschäftsführer des LTV: „Es muss uns gelingen, innovative Ideen schnell in die Wirtschaft und den Innovationsgeist in die Fläche zu bekommen. Durch die Ausbildung von Innovationscoaches in den Reisegebieten, unsere neue Innovationsplattform, das Jungtouristiker-Barcamp (JuToBa) und nicht zuletzt durch Wettbewerbe, wie den Moderndenker, stärken wir die Agilität und die Resilienz unseres Tourismusstandorts."

Unterlegt wurden die Erkenntnisse durch zwei aktuelle Forschungsprojekte des Deutschen Instituts für Tourismusforschung der Fachhochschule Westküste in Kooperation mit weiteren Partnern, die Prof. Dr. Bernd Eisenstein, Direktor des Instituts, auf dem Tourismustag vorstellte. So wurde etwa die ökonomische Bedeutung des Tourismus anhand der neuen Berechnungsmethode Tourismussatellitenkonto aufgezeigt. Auch zur Tourismusakzeptanz der Wohnbevölkerung wurde erstmalig 2021 geforscht, um die Themen soziale Nachhaltigkeit und Tragfähigkeit in den Fokus zu rücken. „Die Zufriedenheit der lokalen Bevölkerung spiegelt sich auch in einer Willkommenskultur wider. Mit einem positiven Wert steht Sachsen-Anhalt bundesweit im vorderen Mittelfeld der Tourismusakzeptanz, vor allem in den städtischen Destinationen empfinden die Menschen die Auswirkungen des Tourismus als positiv. Eine negative Einstellung, die medial unter dem Begriff „Overtourismus“ die Runde gemacht hat, findet man in Sachsen-Anhalt nicht, sondern es zeigt sich in Summe eine hohe Empfangsbereitschaft“, erläuterte Prof. Dr. Eisenstein.  

Am Nachmittag diskutierten außerdem Spezialistinnen und Spezialisten der DEHOGA und der IHK Magdeburg unter dem Titel „Fachkräftemangel - (K)ein Ende in Sicht?! über aktuelle Herausforderungen der Branche. In einem weiteren Panel stellten Vertreterinnen der IMG und des LTV eine geplante Binnenmarketingkampagne mit dem Arbeitstitel „Hand in Hand im eigenen Bundesland“ vor. Die Schlussworte fand Stefanie Pötzsch, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt.

 

Mehr Informationen:

Zahlen, Daten, Fakten: Eine umfangreichere Auswertung der beiden Forschungsstudien zu den Themen Wirtschaftsfaktor Tourismus und Tourismusakzeptanz in Sachsen-Anhalt finden Sie auf der Unterseite zur Marktforschung der IMG: Sachsen-Anhalt-Tourismus: Marktforschung

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<![CDATA[ Minister Sven Schulze: „Berufsanfängern bieten sich in Sachsen-Anhalt sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten“ ]]> Fri, 11 Nov 22 12:36:20 +0100 Magdeburg. Ob Gärtner oder Forstwirtin, Landwirt oder Winzerin, das Tätigkeitsspektrum in den Grünen Berufen ist breit – und die Ausbildung ist beliebt. Die Zahl der neu abgeschlossenen Berufsausbildungsverträge (BAV) in Sachsen-Anhalt ist 2022 auf 482 gestiegen. Im Jahr zuvor waren noch 474 Neuverträge unterzeichnet worden. Um sieben Prozent kletterte 2022 allein die Zahl der Azubis in den Berufen der Landwirtschaft (175 Neuverträge im Vergleich zu 164 im Jahr zuvor).

Die Ausbildung zur Landwirtin und zum Landwirt bleibt damit zahlenmäßig stärkster Agrarberuf. Mehr als doppelt so viele Neuverträge gab es bei den Winzerinnen und Winzern (2022: 9, 2021: 4). Außerdem nahmen die Vertragsabschlüsse in der Berufsbildung von Menschen mit Beeinträchtigungen zur Fachpraktikerin und zum Fachpraktiker im Gartenbau zu (2022: 54, 2021: 41).

„Die Grünen Berufe bieten spannende und abwechslungsreiche Betätigungsfelder“, sagt Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Sven Schulze, der zugleich Vorsitzender der Agrarministerkonferenz ist. „Unsere Grünen Berufe sind modern, zukunftsorientiert und – mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen unserer Zeit, wie den Klimawandel oder die Ernährungssicherheit – systemrelevant. Ich bin stolz darauf, dass das Land Sachsen-Anhalt Berufsanfängern in den Grünen Berufen sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten bieten kann“, so Minister Sven Schulze weiter.

Hintergrund: Zu den sogenannten Grünen Berufen gehören der/die Gärtner/in, Brenner/in, Fachkraft Agrarservice, Tierwirt/in, Fischwirt/in, Pferdewirt/in, Forstwirt/in, Landwirt/in, Gärtner/in, Florist/in, Hauswirtschafter/in, Pflanzentechnologe/in, Milchtechnologe/in, Milchwirtschaftliche(r) Laborant/in, Revierjäger/in und Winzer/in.

Im Jahr 2022 ist die Zahl der neu abgeschlossenen Berufsverträge im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,7 Prozent gestiegen. Das entspricht dem deutschlandweiten Trend steigender Ausbildungszahlen in der Landwirtschaft. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 stieg die Zahl der Neuverträge um 7,3 Prozent.

 

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<![CDATA[ Landwirtschaftsministerinnen und -minister: „Verbesserung der Agrarstruktur ist Aufgabe der Länder“ ]]> Tue, 08 Nov 22 06:21:22 +0100 Die Agrarministerinnen und -minister von Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen fordern in einem gemeinsamen Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir den Erhalt ihrer agrarstrukturellen Entscheidungsmöglichkeiten beim Umbau der Nutztierhaltung.

Der Bund plant, den Umbau der Tierhaltung mit einem Bundesprogramm zu flankieren und hatte die Länder kürzlich informiert, wie der von der Regierung im Koalitionsvertrag festgeschriebene Umbau in Deutschland umgesetzt und finanziert werden soll.

Ausgeglichen werden sollen demnach neben den Investitionen auch die laufenden Mehraufwendungen der Landwirte. Finanzierung und Abwicklung erfolgen über den Bund. Dies sei ein zwingender Baustein, um die Herausforderungen mit der Landwirtschaft gemeinsam umsetzen zu können, heißt es vom Bund.

Mit der Entscheidung, die Investitionsförderung als reines Bundesprogramm auszugestalten, übernimmt die Bundesregierung die bei den Ländern liegende Zuständigkeit für die Agrarstruktur. Eine transparente Abstimmung dazu ist nicht erfolgt. „Diese Vorgehensweise empfinden wir als irritierend, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Bund und Länder auf der Herbst-AMK eine transparente und partizipative Kommunikation vereinbart haben“, heißt es im Schreiben der Länder.

Landwirtschaftsminister Peter Hauk MdL: „Die Herausnahme der Finanzmittel zum Umbau der Tierhaltung aus der Gemeinschaftsaufgabe für Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) ist kontraproduktiv. Der Bund missachtet damit die originäre Aufgabe der Länder für die Agrarstruktur. Die strukturellen Besonderheiten der Länder müssen Berücksichtigung finden, dies gilt insbesondere für die Tierhaltung.“

Sven Schulze, Landwirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt und Vorsitzender der Agrarministerkonferenz (AMK), sagt: „Was auf den ersten Blick nach einer Entlastung der Länderfinanzen aussieht, kommt einem Aushöhlen der Kompetenzen der Länder gleich und ist nicht hinnehmbar. Die Länder hätten kein Mitspracherecht mehr, wenn es darum geht, die Bedingungen einer Förderung festzulegen. Damit läge es allein in der Hand des Bundes, zu entscheiden, wer finanzielle Unterstützung erhält. Dabei ist die Verbesserung der Agrarstruktur originäre Aufgabe der Länder.“

Michaela Kaniber, Bayerische Landwirtschaftsministerin: „Wir Länder wollen auch in Zukunft die Investitionsförderung für unsere Tierhaltungsbetriebe in eigener Hand behalten. Nur so ist gewährleistet, dass die strukturellen Besonderheiten in den Ländern abgebildet werden. Ein einziges Bundesprogramm, das für kleinere süddeutsche Strukturen ebenso gelten würde wie für ost- oder norddeutsche, kann dies niemals leisten.“

Werner Schwarz, Landwirtschaftsminister von Schleswig-Holstein: „Die tierhaltenden Betriebe sind bereit, ihre Tierhaltung nachhaltig und gesellschaftlich akzeptiert umzubauen. Doch Ihnen fehlt derzeit weiterhin die Perspektive und Planungssicherheit. Die vom Bund vorgelegten Entwürfe für ein Tierhaltungskennzeichnungsgesetz sowie die geplanten Änderungen in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung sind rechtlich fragwürdig und werden in dieser Form von Schleswig-Holstein nicht mitgetragen. Die vorgesehenen Regelungen würden nicht nur die Schweinehaltung in Deutschland weiter schwächen, sondern auch das bestehende, praxisbewährte Initiative-Tierwohl-System des Lebensmitteleinzelhandels sowie das damit verbundene Finanzierungssystem gefährden. Bislang fehlt ein verbindliches Gesamtkonzept, das die grundlegenden Voraussetzungen zur Finanzierung der Stallumbauten und der höheren laufenden Kosten sowie Fragen zur Änderung des Genehmigungsrechts klärt. Eine nachhaltige Transformation der Nutztierhaltung kann nur auf Grundlage der Vorschläge der Borchert-Kommission erfolgreich umgesetzt werden.“

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<![CDATA[ Tourismusminister Sven Schulze: „Es ist wichtig, heimische Urlaubsziele mit innovativen Konzepten zukunftsfest aufzustellen“ ]]> Mon, 07 Nov 22 08:37:27 +0100 Wernigerode. Die Stadt Wernigerode ist das erste „nachhaltige Reiseziel“ in Sachsen-Anhalt. Tourismusminister Sven Schulze übergab die Zertifizierungsurkunde heute an den Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode, Tobias Kascha, und den Geschäftsführer der Wernigerode Tourismus GmbH, Andreas Meling.

„Mit seinen vielfältigen Sehenswürdigkeiten und Erlebnismöglichkeiten ist Sachsen-Anhalt – und besonders der Harz – ein beliebtes Reiseziel. Für uns ist es deshalb wichtig, unsere heimischen Urlaubsziele mit innovativen Konzepten weiter zukunfts- und krisenfest aufzustellen. Die Zertifizierung Wernigerodes als nachhaltiges Reiseziel nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein und setzt damit wichtige Impulse für weitere Unternehmen, Initiativen und Institutionen, sich anzusiedeln und damit den Tourismus in der Region weiter anzukurbeln. Das schafft Arbeitsplätze und sichert die Harzregion als Tourismuszentrum und damit auch als Wirtschaftsstandort in Sachsen-Anhalt“, so Tourismusminister Sven Schulze.

Wernigerodes Oberbürgermeister Tobias Kascha sagte: „Die Auszeichnung als nachhaltiges Reiseziel ist ein großartiges Aushängeschild für die Stadt Wernigerode. Nachhaltigkeit ist ein zukunftsweisendes Thema und ich freue mich umso mehr, dass wir als erste Destination Sachsen-Anhalts zertifiziert wurden“, so Tobias Kascha.

Andreas Meling, Geschäftsführer der Wernigerode Tourismus GmbH, sagte:

 „Durch Corona und nun die Energiekrise sind Nachhaltigkeit und die Klimakrise etwas in den Hintergrund getreten. Tourismus beeinflusst jedoch viele Bereiche unserer Umwelt, angefangen bei CO2-Emissionen im Rahmen der An- und Abreise, Energieverbrauch in der Beherbergung bis hin zu steigendem Abfallaufkommen und der Gefährdung der Biodiversität bei Freizeitaktivitäten. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns kontinuierlich und intensiv damit beschäftigen.“

Eine nachhaltige Destination entstehe durch alle touristischen Unternehmen der Stadt, bemerkt Andreas Meling. „Wir hoffen, dass wir noch mehr touristische Unternehmen in Wernigerode motivieren können, sich unserem Partnernetzwerk anzuschließen. Nur gemeinsam können wir Sorge dafür tragen, uns als Destination weiterzuentwickeln.“

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<![CDATA[ Tourismusminister Sven Schulze: „Mit barrierefreien Info-Points ermöglichen wir modernes, nachhaltiges Reisen im Harz“ ]]> Mon, 07 Nov 22 08:40:04 +0100 Wernigerode. Info-Points liefern Besucherinnen und Besuchern in Wernigerode künftig an fünf besucherstarken Standorten Informationen zu Veranstaltungen oder zur Auslastung von Standorten. Das barrierefreie Digitalisierungsprojekt wird vom Tourismusministerium Sachsen-Anhalts gefördert.

„Von der Buchung bis zum Besuch vor Ort – der Tourismus ist längst im digitalen Zeitalter angekommen. Die neuen barrierefreien Info-Points in Wernigerode und Schierke passen in diese Entwicklung. Mit ihnen lässt sich der Aufenthalt vor Ort noch besser organisieren. Gleichzeitig wird die Destination im Harz für Reisende noch attraktiver. Ich freue mich sehr, dass wir das Projekt mit Landesmitteln unterstützen und damit ein weiteres Angebot für ein modernes, nachhaltiges Reisen in unserem Land ermöglichen können“, sagt Sachsen-Anhalts Tourismusminister Sven Schulze.

„Die schnelle Bearbeitung unseres Förderantrages und der positive Förderbescheid haben uns natürlich sehr gefreut. Dafür möchten wir uns nochmal beim Ministerium und insbesondere dem Referat Tourismus bedanken. Mit diesem Projekt machen wir einen weiteren Schritt in den Themen Digitalisierung und Barrierefreiheit“, sagt Andreas Meling, Geschäftsführer der Wernigerode Tourismus GmbH.

Hintergrund: Ziele des Projekts „Anschaffung und Installation von digitalen Info-Points in Wernigerode und Schierke“ ist die verbesserte Ankündigung von Veranstaltungen und Angeboten sowie kurzfristige Änderungen. Durch digitale Informationen lässt sich künftig Printmaterial einsparen. Außerdem sollen die Info-Points in der Lage sein, den Besucherinnen und Besuchern aktuelle Auslastungsdaten zu bestimmten Standorten anzuzeigen. Durch eine individuelle Steuerung der Info-Points können Angebote passend zum jeweiligen Standort ausgespielt werden. Die Info-Points werden am Hauptbahnhof, am Parkplatz Historische Altstadt/Schloss, an den Tourist-Informationen Wernigerode und Schierke sowie am Konzerthaus Liebfrauen eingerichtet.

Das Projekt der Wernigerode Tourismus GmbH hat einen Gesamtumfang von rund 80.000 Euro. Das Land Sachsen-Anhalt fördert rund 90 Prozent der Investition.

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<![CDATA[ Tourismusminister Sven Schulze überreicht Zertifizierung „Reisen für Alle“ an Stadt Dessau-Roßlau und sechs Betriebe ]]> Fri, 04 Nov 22 13:04:52 +0100 Dessau-Roßlau. Dessau-Roßlau ist bereits die vierte Stadt in Sachsen-Anhalt, die als barrierefrei geprüfter Tourismusort ausgezeichnet wird. Sachsen-Anhalts Tourismusminister Sven Schulze hat dies heute im Rahmen einer Feierstunde im Bauhaus Museum Dessau gewürdigt und dabei die Urkunden „Reisen für Alle“ an die Stadt sowie sechs weitere Tourismusbetriebe vergeben. Darunter sind neben dem Bauhaus-Museum die Anhaltinische Gemäldegalerie, die City Pension Dessau, der Tierpark sowie die Tourist-Informationen Dessau und Roßlau. Barrierefrei geprüfte Orte und Betriebe ermöglichen möglichst vielen Gästen eine Teilhabe und unbeschwerte Urlaubsfreuden.

Tourismusminister Sven Schulze erläutert: „Mit inzwischen vier zertifizierten Tourismusorten nimmt Sachsen-Anhalt bundesweit einen Spitzenplatz ein. Darüber hinaus konnten wir knapp 200 Betriebe als barrierefrei zertifizieren. Ich bin sehr stolz darauf, dass unser Sachsen-Anhalt mit wichtigen Angeboten wie diesen deutschlandweit eine Vorreiterrolle einnimmt. Damit steigern wir die Attraktivität unseres Reiselandes. Das Land Sachsen-Anhalt wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass künftig weitere barrierefreie Orte entstehen, um Reisen für Alle zu ermöglichen.“

Elke Witt, Geschäftsführerin der WelterbeRegion Anhalt-DessauWittenberg e.V., ergänzt: „Die touristischen Einrichtungen der Stadt Dessau haben viel Engagement und auch finanzielle Mittel dafür aufgewandt, ihre Angebote auch für Personen mit Handicap erreichbar zu machen. Neben den touristischen Leuchttürmen wie dem Bauhaus Museum sind weitere großartige touristische Angebote von Dessau auf Barrierefreiheit geprüft worden. Dafür ein herzlicher Glückwunsch!“

Die Welterberegion erwartet durch die hohe Wertschätzung aller Gästegruppen gemäß ihres Marketingclaims „Welterbe. Liebe“ nicht zuletzt eine Steigerung ihrer Gästezahlen. Auch die Servicequalität werde in Dessau-Roßlau in den Fokus genommen, um aus zufriedenen Gästen überzeugende Botschafter zu machen, wie Hannes Wolf, Geschäftsführer der Stadtmarketinggesellschaft Dessau-Roßlau erläutert: „Jeder Gast soll sich in Dessau-Roßlau möglichst barrierefrei orientieren und bewegen können. Die Auszeichnung als barrierefrei geprüfter Tourismusort ist zuallererst Ansporn für uns und unsere Partner, denn das Thema Barrierefreiheit ist eine Daueraufgabe. Und dieser stellen wir uns sehr gern.“

Zu den Kriterien der deutschlandweit einheitlichen Kennzeichnung „Reisen für Alle“ gehören beispielsweise ausgeschilderte Parkplätze, Aufzüge, Rampen oder stufenlos zugängliche Eingänge, öffentliche WCs für Menschen mit Behinderungen, große Bewegungsflächen in Zimmern, Hörstationen in Museen oder inklusive Führungen. Für jeden barrierefrei zertifizierten Betrieb werden spezielle Zielgruppenberichte erstellt. Barrierefrei geprüfte Tourismusorte hingegen erwerben die Auszeichnung nur dann, wenn mindestens drei barrierefrei geprüfte Angebote entwickelt werden können. Dazu gehören Übernachtungen, Freizeitaktivitäten, Museumsbesuche, Führungen oder Gastronomisches.

Hintergrund: Mit dem Bundesprojekt „Reisen für Alle" wird es erstmals möglich, die Infrastruktur einer Einrichtung nach bundesweit einheitlichen, detaillierten und verlässlichen Kriterien von geschulten Fachkräften überprüfen zu lassen. Im Ergebnis werden Prüfberichte für verschiedene Zielgruppen erstellt, auf entsprechenden Themenwebseiten veröffentlicht und in thematische Marketingaktionen eingebunden. Besonderes Augenmerk liegt u.a. auf der Ausgestaltung barrierefrei geprüfter Angebote in ansprechenden Tourismusorten und -regionen mit entsprechenden Übernachtungs-, gastronomischen und Freizeitmöglichkeiten sowie musealen/kulturellen Einrichtungen.

Die Zahl barrierefreier Angebote zu steigern ist eines der Ziele im Masterplan Tourismus 2027 des Landes Sachsen-Anhalt. Das Projekt „Reisen für Alle“ wird vom Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt gefördert und von der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG) umgesetzt. Hierbei werden barrierefreie Angebote heimischer Tourismusbetriebe erhoben und anhand des deutschlandweit einheitlichen Kennzeichnungssystems zertifiziert. Gäste, die nach barrierefreien Angeboten suchen, erhalten dadurch vor Reiseantritt verlässliche Informationen, die übersichtlich im Internet unter www.reisen-fuer-alle.de einsehbar sind.

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<![CDATA[ Forstminister Sven Schulze: „Der Zustand des Waldes bereitet mir weiterhin Sorgen. Nachhaltiges Handeln ist wichtiger denn je.“ ]]> Wed, 02 Nov 22 09:10:28 +0100 Halle. Die Situation für Sachsen-Anhalts Wälder bleibt nach den Extremwetterjahren 2018 bis 2020 mit Stürmen, Schädlingen sowie ausgeprägten Hitze- und Trockenperioden weiter angespannt. Darüber hat Sachsen-Anhalts Forstminister Sven Schulze auf der heutigen Pressekonferenz zur Vorstellung des Waldzustandsberichts 2022 informiert.

Demnach hat sich der Stress für Wälder im Land seit dem Extremjahr 2018 weiter verschärft: Ursache dessen ist neben hohen Temperarturen der unterdurchschnittliche Niederschlag. Das führt unter anderem dazu, dass die Kronenverlichtung für alle Baumarten- und Altersgruppen einen neuen Höchstwert von 27 Prozent erreicht hat (vgl. Durchschnittsmessung 1991-2022: 3,6 Prozent). Ein sehr hoher Anteil der Bäume ist stark geschädigt, wobei die Fichte mit 50,3 Prozent besonders starke Schädigungen aufweist. Sachsen-Anhalts Wälder prägen zunehmende Schadflächen und Schadholzmengen.

„Der Zustand des Waldes bereitet mir nach wie vor Sorgen“, sagt Forstminister Sven Schulze. „Es wird deutlicher denn je, wie wichtig nachhaltiges Handeln ist. Unsere zentrale Aufgabe ist dabei, unsere Wälder fit für die Zukunft machen.“

„Wir werden den Waldumbau weiter vorantreiben, um extremem Wetter und langanhaltender Trockenheit zu trotzen. Dies wollen wir erreichen, indem wir unter anderem das Aufforsten mit witterungsbeständigen Baumarten in unseren Wäldern vorantreiben. Vorrang hat der Aufbau mehrschichtiger Mischwälder, die sich gegenüber biotischen und abiotischen Schadereignissen als stabiler erweisen. Zudem sollen sie besser auf den Klimawandel reagieren können und die vielfältigen Funktionen des Waldes dadurch nachhaltig sichern.“

Die Ergebnisse im Überblick:

  • Im Jahr 2022 verschärfte sich der seit dem Extremjahr 2018 bestehende Trockenstress für Sachsen-Anhalts Wälder. Ursache waren neben hohen Temperaturen die vielerorts unterdurchschnittlichen Niederschläge in der Vegetationszeit.
  • Die Kronenverlichtung steigt für alle Baumarten- und Altersgruppen auf einen Höchstwert (2022: 27 Prozent).
  • Ein sehr hoher Anteil der Bäume ist stark geschädigt (2022: 12 Prozent), wobei die Fichte mit 50,3 Prozent einen extrem hohen Anteil stark geschädigter Bäume aufweist.
  • Insgesamt ist die Situation der Fichte durch die Abfolge von Stürmen, extremen Trockenjahren und daraus folgenden Borkenkäfermassenvermehrungen in den vergangenen fünf Jahren als sehr alarmierend zu bezeichnen.
  • Die flächenmäßige Dominanz der Kiefer (ca. 59 Prozent in der Stichprobe der Waldzustandserhebung sind Kiefern) beeinflusst die Ergebnisse der Waldzustandserhebung positiv, da sie die niedrigsten Kronenverlichtungswerte aufweist.

Der „Waldzustandsbericht 2022“ ist auf der Internetseite des Ministeriums verfügbar.

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<![CDATA[ Landwirtschaftsminister Sven Schulze: „Prämierte Betriebe zeigen, wie moderne, artgerechte Tierhaltung funktionieren kann“ ]]> Wed, 19 Oct 22 06:21:28 +0200 Bernburg. Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Sven Schulze hat heute gemeinsam mit dem Landestierschutzbeauftragten Dr. Marco König den Tierschutzpreis 2022 des Landes Sachsen-Anhalt vergeben. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs lautete: „Artgerechte Haltung von Nutztieren“.

Den mit 1.500 Euro dotierten ersten Preis erhielt der Kirschhof Ines Leonhardi in Bad Schmiedeberg (Landkreis Wittenberg). Gewürdigt wurde die Bio-Legehennenhaltung des Betriebes. Platz zwei (1.300 Euro) ging an Brockenbauer Uwe Thielecke (Tanne/Landkreis Harz) und dessen bio-zertifizierte Mutterkuhhaltung. Auf einem gemeinsamen dritten Rang landeten die Haldensleber WiesenEi Produktions GmbH & Co. KG aus Neuenhofe (Landkreis Börde, Freiland-Legehennenhaltung) und der Landhof Christoph Kurt Klamroth aus Thale (Landkreis Harz, Milchviehbetrieb). Beide erhielten ein Preisgeld von je 500 Euro.

„Die prämierten Betriebe zeigen in vorbildlicher Weise, wie moderne, artgerechte Tierhaltung funktionieren kann. Eine gesellschaftlich akzeptierte und wettbewerbsfähige Haltung von Nutztieren muss in Deutschland eine Zukunft haben. Insbesondere mit Blick auf die dafür notwendige langfristige Finanzierungsperspektive muss der Bund zeitnah handeln“, so Landwirtschaftsminister Sven Schulze.

Hintergrund: Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober wird in zweijährigem Rhythmus der Tierschutzpreis des Landes Sachsen-Anhalt als öffentliche Würdigung herausragender Initiativen und Verdienste auf dem Gebiet des Tierschutzes im Land verliehen. In diesem Jahr lag der Fokus auf der art- und verhaltensgerechten Nutztierhaltung. Teilnehmen konnten Betriebe, die Rinder, Schweine oder Geflügel halten.

Eine Bewertungskommission überprüfte die Einhaltung sämtlicher tierschutzrechtlicher Mindestvorschriften und beurteilte Kriterien wie das Haltungssystem, Stallbereiche, Auslauf, natürliche Körperbewegung und Sozialverhalten, Tränk- und Fütterungsvorrichtungen, Regionalität in der betrieblichen Produktionskette (u.a. beim Erwerb der Jungtiere, des Futters), die Transportwege während der Nutzungsdauer und die Schlachtung. Hinzu kamen spezifische Kriterien je nach Tierart für Legehennen, Mutterkühe, Milchkühe und Mastschweine (u.a. Beschäftigungsmaterial, Platzangebot je Tier, Fortpflanzungsmanagement).

Die Bewertungskommission bestand aus: Dr. Gerd Heckenberger (Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt, Leiter des Zentrums für Tierhaltung und Technik Iden), Miriam Schöttge (Amtliche Tierärztin des Landkreises Harz), Mirjam Karl-Sy (Vorstandsmitglied des Landesverbandes des Deutschen Tierschutzbundes).

Die Gewinner des Tierschutzpreises im Überblick:

Erster Preis: Kirschhof Ines Leonhardi, Bad Schmiedeberg

Der bio-zertifizierte Legehennenbetrieb (Demeter-Betrieb) besteht seit 2015. Die Inhaberin bewirtschaftet auf 16 Hektar zwei Mobilställe mit jeweils 300 Legehennen. Bemerkenswert ist insbesondere die Aufzucht von Junghennen und männlichen Tieren. Unabhängig vom Geschlecht kauft Ines Leonhardi 900 Eintagsküken einer Zweinutzungsrasse ein und zieht diese zunächst zusammen auf. Die männlichen Küken werden als Bruderhähne weiter gemästet und mit etwa 21 Wochen und zwei Kilogramm Gewicht geschlachtet. Die weiblichen Küken werden zu Legehennen aufgezogen und mehrere Legezeiten genutzt.

Ines Leonhardi zeichnet sich durch eine sehr hohe Empathie für ihre Tiere aus. In verschiedenen Ausläufen mit Ställen versucht sie, den jeweiligen Ansprüchen und Bedürfnissen der einzelnen Tiere entsprechend ihres Alters gerecht zu werden.

Ihre Produkte vermarktet die Unternehmerin über die Abgabe von Eiern, Fleisch und Fleischfertigprodukten, Nudeln und Eierlikör in den Fachhandel, geringe Mengen auch im eigenen Hofladen.

Zweiter Preis: Brockenbauer Uwe Thielecke, Tanne

Die bio-zertifizierte Mutterkuhhaltung besteht seit 1996. Familie Thielecke hält derzeit über 400 Tiere des Roten Harzer Höhenviehs auf 600 Hektar Grünland im Oberharz. Die Mutterkühe kalben ab Mai bis Juli auf den Weiden und verbringen nur die Wintermonate im Stall. Die Kälber verbleiben zehn Monate bei ihren Müttern. Ihre Produkte vermarktet der Familienbetrieb im Hofladen mit eigener Schlachterei, im Hofcafé und im Restaurant. Bemerkenswert ist die Leidenschaft und das Engagement, mit der die Tierhaltung betrieben wird.  Ziel ist es, die Bedürfnisse der Tiere ständig zu erfüllen. Zudem sorgt der Betrieb mit der Zucht für die Sicherung einer vom Aussterben bedrohten Haustierrasse. Die Kombination von Tierhaltung und Naturschutz durch die Bergwiesenbeweidung auf zahlreichen kleinen Weiden ist ein weiterer Pluspunkt. Durch diese optisch präsente Beweidung wird zudem der Tourismus über die Region hinaus spürbar belebt.

Dritter Preis: Haldensleber Wiesenei Produktions GmbH & Co. KG, Neuenhofe

Der noch sehr junge Betrieb besteht als konventionelle Freiland-Legehennenhaltung seit 2020. Derzeit werden 900 Legehennen inkl. Hähnen in einem Mobilstall gehalten. Die Eier und Eiprodukte wie Nudeln und Eierlikör werden über Regiomaten in der direkten Umgebung vermarket. Hervorzuheben ist die hohe Motivation, die Legehennen bestmöglich unterzubringen und zu versorgen.  Die Mobilställe wurden durch Umbauten an die Bedürfnisse und rechtlichen Erfordernisse so erfolgreich angepasst, dass die Herstellerfirma diese Umbauten ins Angebotsprogramm übernommen hat. Auffällig ist der hohe Grad der Digitalisierung der Tierhaltung. Der Mobilstall ist mit Überwachungsmodulen und Kameras ausgestattet, sodass eine externe Steuerung und Kontrolle jederzeit möglich ist.

Dritter Preis: Landhof Christoph Kurt Klamroth, Thale

Der konventionell betriebene Milchviehbetrieb besteht seit 2014. 2015 wurde ein Laufstall mit zahlreichen innovativen Ideen und Anpassungen für die fast 130 Milchkühe neu gebaut. Dafür erhielt der Betrieb bereits 2018 den zweiten Preis beim Tierschutzpreis des Landes. Seitdem sind weitere Veränderungen bei der Tierhaltung vorgenommen worden. Spürbar ist hier die sehr hohe Motivation und Kontinuität beim Umgestalten der gesamten Stallanlage. So ist in diesem Jahr die Kälberhaltung auf eine Einzel- und Gruppenigluhaltung geändert worden. Alle Tiere haben Außenklimakontakt oder Auslauf im mit Stroh eingestreuten Laufhof. Trotz der momentan unsicheren Rahmenbedingungen investiert Herr Klamroth beständig in Tierwohl und Wohlbefinden seiner Tiere.

Lobende Erwähnungen erhielten zudem:

Leicoma KG, Raunitzer Agrar GmbH, Schweinehaltung mit Auslauf in Wettin, Saalekreis

Biohof Koch, Bio-Mutterkuhhaltung in Seehausen, Landkreis Stendal

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<![CDATA[ Besucherzentrum der Nationalparkverwaltung Harz in Ilsenburg feierlich übergeben ]]> Tue, 18 Oct 22 09:53:44 +0200 Ilsenburg. Die Umbaumaßnahmen am Infohaus und Rangerstützpunkt der Nationalparkverwaltung Harz in Ilsenburg sind abgeschlossen. Am Montag übergab Andreas Grobe, Geschäftsführer Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt, den symbolischen Schlüssel an Vertreter des Forstministeriums und des Nationalparks Harz.

Hintergrund: Der Umbau war im April 2021 gestartet und kostete rund 450.000 Euro. Seit Juni dieses Jahres wird das Gebäude wieder vom Nationalpark genutzt. Das heutige Besucherzentrum wurde seit 1993 durch den Landesforstbetrieb genutzt, 1997 durch die Nationalparkverwaltung übernommen und zum Dienstgebäude mit Wohnung umgebaut.

Das Gebäude ist in die Liste der Baudenkmale Sachsen-Anhalts als Dreiseitenhof eingetragen. Im Rahmen der Umbauarbeiten wurden u. a. im Innen- als auch im Außenbereich behindertengerechte Zugänge und Sanitäranlagen geschaffen. Zudem wurden die Sanitäranlagen und Büros mit Aufenthaltsräumen für die Ranger und der Arbeitsraum der Junior-Ranger im Dachgeschoss saniert.

 

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<![CDATA[ Minister Sven Schulze: „Investitionen untermauern den Status von Thale als Besuchermagnet im Harz“ ]]> Fri, 14 Oct 22 14:43:27 +0200 Thale. Das Land Sachsen-Anhalt hat Umbaumaßnahmen im Bereich des Bergtheaters und am Hexentanzplatz in Thale (Landkreis Harz) mit rund 10,2 Millionen Euro gefördert. Tourismusminister Sven Schulze betonte beim Doppel-Richtfest: „Thale gehört zu den attraktivsten touristischen Zielen in Sachsen-Anhalt. Mit den Investitionen erhöhen wir zum einen die Zuschauerkapazität im Bergtheater deutlich. Außerdem werden die Aufführungen künftig auf dem neuesten Stand der Technik stattfinden. Alle Maßnahmen zusammen tragen dazu bei, die touristische Infrastruktur in der Region weiter zu stärken und untermauern den Status von Thale als Besuchermagnet im Harz“.

Thales Bürgermeister Maik Zedschack sagte: „Dank der hervorragenden Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt bringen wir damit einerseits die wichtigsten Attraktionen unserer Stadt mit den umfangreichen Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen ins 21. Jahrhundert. Andererseits schaffen wir damit auch attraktive Ausflugsziele für unsere Besucher, Gäste und natürlich auch für Thalenserinnen und Thalenser.“

Hintergrund: Das Land Sachsen-Anhalt fördert drei Projekte zur Aufwertung des Bergtheaters sowie des Hexentanzplatzes. Richtfest wurde zunächst für die erfolgten Umbaumaßnahmen am Bergtheater und Parkplatz gefeiert. Entstehen wird zudem ein zentrales Infogebäude am Hexentanzplatz.

Im Bergtheater – eines der ältesten Naturtheater Deutschlands – sollen statt 1.300 künftig 1.900 Besucherinnen und Besucher Platz finden. Weitere Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen betreffen den Theatervorplatz, den Eingangsbereich, die Bühne und die technische Ausstattung.

Gästen werden künftig 750 Parkplätze zur Verfügung stehen (bislang: 480 Pkw-Stellplätze, 12 Busparkplätze). Dafür werden Parkdecks angelegt und weitere Parkmöglichkeiten für Autos und Busse im Außenbereich geschaffen.

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<![CDATA[ Minister Sven Schulze: „Für Touristinnen und Touristen wird ein Ausflug ins Selketal noch reizvoller“ ]]> Fri, 14 Oct 22 14:45:08 +0200 Ballenstedt. Sachsen-Anhalts Tourismusminister Sven Schulze hat heute einen Fördermittelbescheid an die Städte Ballenstedt, Falkenstein/Harz und Harzgerode (alle Landkreis Harz) übergeben. Mit rund 100.000 Euro aus dem Corona-Sondervermögen sollen in den kommenden zwei Jahren ein Audioguide entwickelt und sämtliche Informationen zum Selketal-Stieg in einem digitalen Tourenportal aktualisiert werden.

„Das Selketal und der Selketal-Stieg sind ein wichtiger Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher im Harz“, so Tourismusminister Sven Schulze. „Die drei am Projekt beteiligten Kommunen werden künftig viele Informationen und Tipps rund um den Besuch auch digital bereitstellen können. Für Touristinnen und Touristen wird die Region und ein Ausflug ins Selketal damit noch reizvoller. Ich bin froh, dass wir mit Mitteln aus dem Corona-Sondervermögen die durch Corona stark beeinträchtigte Tourismusbranche unterstützen können“, so Minister Schulze weiter.

„Für mich ist es bei der Thematik überaus wichtig zu betonen, dass es uns bei dem Selketalprojekt gelungen ist, in interkommunaler Zusammenarbeit die Kräfte der drei Städte zu bündeln und gemeinsam den Selketaltourismus auf ein qualifiziertes neues Niveau zu heben. Das ist ein Verdienst vieler, insbesondere auch der Lenkungsgruppe. Das Selketal ist ein sanft zu entwickelndes Kleinod und muss auch entsprechend behandelt werden“, sagte Dr. Michael Knoppik, Bürgermeister der Stadt Ballenstedt.

„Wir freuen uns über die interkommunale Zusammenarbeit der drei Städte in unserem Selketalprojekt, die unseren Einwohnern nutzen wird, aber auch an unsere Besucherinnen und Besucher gerichtet ist“, hob Klaus Wycisk, Bürgermeister der Stadt Falkenstein/Harz hervor.

Marcus Weise, Bürgermeister der Stadt Harzgerode, erklärte: „Die Fördermittel versetzen uns in die Lage, ein herausragendes digitalisiertes Angebot für unsere Bürger und Gäste im Selketal zu schaffen. Wir machen damit einen großen Schritt zur Qualitätssteigerung des Tourismus in unseren Städten.“

Hintergrund: Sachsen-Anhalts Tourismuswirtschaft ist eine der am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Branchen. Die vom Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt im Corona-Sondervermögen angemeldeten Mittel im Rahmen der Maßnahme „Förderung der Tourismuswirtschaft“ stehen für Marketingmaßnahmen zur Verfügung, mit denen die Folgen der Pandemie für die Tourismuswirtschaft abgefedert werden sollen. Bis 2025 stehen insgesamt acht Millionen Euro zur Verfügung.

Bei dem 70 Kilometer langen Selketal-Stieg handelt es sich um einen Fernwanderweg, der von Stiege bis nach Quedlinburg führt. Grundlage der Zusammenarbeit zwischen den am Projekt beteiligten Städten ist ein gemeinsam entwickeltes Tourismuskonzept aus dem Jahr 2021. Darin haben sich die Kommunen auf ein einheitliches Destinationsmanagement und einen Außenauftritt der Region unter derselben Marke geeinigt.

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<![CDATA[ Totholz-Beräumung im Nationalpark bei Schierke startet // Forstminister Sven Schulze: „Werden zügig Maßnahmen umsetzen, um Waldbrände zu unterbinden“ ]]> Thu, 06 Oct 22 10:00:38 +0200 Wernigerode. Sachsen-Anhalts Forstminister Sven Schulze hat im Nationalpark Harz in der Nähe von Schierke (Landkreis Harz) den Auftakt für weitere Maßnahmen zur Totholz-Beräumung begleitet. In einem ersten Schritt wird stehendes und liegendes Totholz auf einer Fläche von rund 20 Hektar beseitigt. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem Harvester und eine Seilkrananlage. Die Arbeiten rund um Schierke sollen insgesamt mehrere Wochen andauern.

„Allen Unterzeichnern der ‚Wernigeröder Erklärung‘ ist daran gelegen, dass wir die vereinbarten Maßnahmen zur Waldbrandprävention so schnell wie möglich umsetzen“, so Forstminister Sven Schulze. „Ein erster wichtiger Schritt ist es, die Brandlast im Umkreis Schierke zu beseitigen. Wohnbebauungen vor Bränden zu schützen – das war eines unserer Hauptanliegen. Wir werden zügig aber auch alle anderen vereinbarten Punkte umsetzen, um Waldbrände in der zuletzt erlebten Größenordnung zu unterbinden“, so Schulze weiter.

Hintergrund:  Die Totholzberäumung um Wohnbebauungen – insbesondere rund um den Wernigeröder Ortsteil Schierke – ist einer von sechs Punkten der „Wernigeröder Erklärung“. Land, Nationalpark, Landkreis Harz und die Stadt Wernigerode hatten sich am vergangenen Freitag auf einen Sechs-Punkte-Plan zur Waldbrandprävention im Nationalpark Harz verständigt.

So sollen unter anderem Brandschneisen im Nationalpark errichtet, die Waldbrandgefahrenklasse geändert und die Beräumung von Totholz in bestimmten Bereichen ausgeweitet werden. Die Feuerwehr soll künftig den Nationalpark zu Übungszwecken einfacher befahren können.

In diesem Jahr war es im Nationalpark zu mehreren Bränden gekommen.

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<![CDATA[ Forstminister Sven Schulze stellt Sechs-Punkte-Plan zur Waldbrandprävention im Nationalpark Harz vor ]]> Fri, 30 Sep 22 10:04:54 +0200 Wernigerode. Auf Initiative von Sachsen-Anhalts Forstminister Sven Schulze haben sich Land, die Stadt Wernigerode und der Nationalpark Harz auf neue Maßnahmen verständigt, die zur Waldbrand-Prävention im Nationalpark Harz beitragen sollen. Einen entsprechenden Sechs-Punkte-Plan (siehe Anlage) hat Minister Schulze heute gemeinsam mit dem zuständigen Staatssekretär Gert Zender, mit Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch, dem Landrat des Landkreises Harz, Thomas Balcerowski und Wernigerodes Oberbürgermeister Tobias Kascha vorgestellt.

Demzufolge sollen unter anderem Brandschneisen im Nationalpark errichtet, die Waldbrandgefahrenklasse geändert und die Beräumung von Totholz in bestimmten Bereichen ausgeweitet werden. Die Feuerwehr soll künftig den Nationalpark zu Übungszwecken einfacher befahren können.

„Heute ist ein guter Tag für den Harz und für ganz Sachsen-Anhalt. Es ist gelungen, eine Übereinkunft bei der Waldbrandprävention im Nationalpark Harz zu erzielen. Der vorgelegte Sechs-Punkte-Plan – die 'Wernigeröder Erklärung' – beweist, dass es möglich ist, Lösungen zu finden, wenn der politische Wille dazu vorhanden ist. Mit den von Land, Nationalpark, Landkreis und der Stadt Wernigerode erarbeiteten Maßnahmen verfügen wir über ein geeignetes Instrumentarium zur Brandprävention. Alle Maßnahmen können bei Bedarf angepasst und erweitert werden“, so Forstminister Sven Schulze.

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<![CDATA[ Forstminister Sven Schulze beruft neue Mitglieder des Landesbeirates Holz Sachsen-Anhalt ]]> Thu, 22 Sep 22 13:41:38 +0200 Magdeburg. Sachsen-Anhalts Forstminister Sven Schulze hat heute die neuen Mitglieder des Landesbeirates Holz (LBH) berufen. Der LBH dient als Plattform zum Austausch für Forstwirtschaft, Waldbesitzer und Akteure der stofflichen und energetischen Holznutzung. Das Gremium berät den Minister in fachlichen Fragen der Wald- und Holzwirtschaft. Zum neuen Vorsitzenden wurde Eberhard Reckleben (Leiter des Forstbetriebs Oberharz) gewählt. Er folgt auf Christian von Itzenplitz (Zellstoffwerke Stendal). Stellvertretende Vorsitzende bleibt Dr. Ing. Ina Erhardt (Fraunhofer Institut/IFF).

„Der fachliche Austausch mit Expertinnen und Experten im Landesbeirat Holz ist unter den gegenwärtigen Bedingungen wichtiger denn je“, so Minister Sven Schulze. „Im Schulterschluss mit der Wald- und Forstwirtschaft gilt es nicht nur, weiter an Lösungen für den Waldumbau zu arbeiten. Aufgabe wird es auch sein, uns unter anderem zu den Möglichkeiten des Bauens mit Holz, zum Zukunftsthema Bioökonomie und zu künftigen Ausbildungsmöglichkeiten im Holzbau auszutauschen. Der Einsatz von Holz aus nachhaltiger Wald- und Holzwirtschaft als Bau- und Werkstoff sowie als Rohstoff und Energieträger wird in den kommenden Jahren noch bedeutsamer werden“, so Schulze weiter.

Hintergrund: Der Landebeirat Holz wurde 2004 gegründet. Er besteht aktuell aus 23 Mitgliedern. Diese kommen aus der Holzindustrie, der Energie-wirtschaft, aus Waldbesitz, forstlichen Dienstleistungen, Wissenschaft, dem Holzbau, aus Forst- und Kommunalverwaltung, Tourismus und Landwirtschaft.

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<![CDATA[ Minister Sven Schulze befürwortet gemeinsamen Kompromiss der Länder zum Umbau der Nutztierhaltung ]]> Tue, 20 Sep 22 08:26:53 +0200 Quedlinburg. Die Agrarministerinnen und Agrarminister von Bund und Ländern haben sich auf der Agrarministerkonferenz in Quedlinburg unter anderem zu den Auswirkungen und Folgen des Ukraine-Krieges auf die Landwirtschaft, zur Sicherung der Energieversorgung in der Land- und Ernährungswirtschaft, der Waldbrandpräventionsstrategie, zum Umbau der Nutztierhaltung und zur nachhaltigen Verwendung von Pflanzenschutzmitteln abgestimmt.

AMK-Vorsitzender, Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Sven Schulze, sagt dazu: „Ich freue mich, dass wir im Bereich des Umbaus der Nutztierhaltung gemeinsame Kompromisse finden konnten. Ich befürworte ausdrücklich, dass der Bund schnellstmöglich ein verbindliches und finanziell untersetztes Gesamtkonzept unter Beteiligung der Länder vorlegen wird. Zudem begrüße ich das steigende Engagement des Bundes im Bereich der Waldbrandprävention. Er wird Handlungsempfehlungen als Teil einer einheitlichen Präventions- und Bekämpfungsstrategie vorlegen.“

Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, ergänzt: „Die Folgen des russischen Angriffskriegs, der Klimakrise und der Pandemie treffen die Landwirtschaft und den Ernährungssektor hart. Es ist deshalb wichtig, dass wir gemeinsam – Bund und Länder – alles in unserer Macht Stehende tun, um zu helfen. Als Bundesregierung helfen wir mit unseren Entlastungspaketen, etwa indem wir das Lebensmittelhandwerk bei den Energiekosten unterstützen wollen. Und wir helfen mit unseren Landwirtschaftshilfen in Höhe von 180 Millionen Euro den Betrieben ganz gezielt. Langfristig kommt es darauf an, dass wir die Landwirtschaft krisenfest machen. Ganz oben auf der Agenda muss der Umbau der Tierhaltung stehen und ich bin froh, dass die Agrarministerkonferenz dies auch so sieht. Ich hoffe, dass der Beschluss seine Wirkung in Berlin nicht verfehlen wird, um endlich eine Einigung zur Finanzierung herbeizuführen. Da haben wir als Koalition noch ein Stück Arbeit vor uns. Die tierhaltenden Betriebe brauchen eine verlässliche und langfristige Perspektive. Unser gemeinsames Ziel sollte sein, der Tierhaltung in Deutschland eine gute Zukunft zu geben.“

Priska Hinz, Staatsministerin im Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Hessen, sagt zur Energiekrise in der Landwirtschaft: „Aufgrund explodierender Produktionskosten stehen viele landwirtschaftliche Betriebe mit dem Rücken zur Wand und brauchen dringend Planungssicherheit. Das gilt insbesondere für die Ökobetriebe und Tierhalter, da in diesem Bereich die Kaufkraft der Verbraucherinnen und Verbraucher nachlässt. Die Agrarministerkonferenz ist sich einig, dass es endlich ein Konzept zum Umbau der Nutztierhaltung braucht und begrüßt, dass dies vom Bund nun zügig auf den Weg gebracht wird und endlich Planungssicherheit schaffen wird.

Darüber hinaus sind wir uns einig, dass erstmal mit Blick auf den kommenden Winter die Energieversorgung und der wirtschaftliche Weiterbetrieb der Unternehmen des Land- und Ernährungssektors, insbesondere der Grundnahrungsmittelhersteller, sichergestellt werden muss. Hier war sich die Agrarministerkonferenz einig und steht weiterhin mit der Bundesnetzagentur und dem Bundeslandwirtschaftsminister im Austausch.“

Barbara Otte-Kinast, Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Niedersachsen, sagt: „Eine Milliarde Euro reicht auf Dauer natürlich nicht für den Umbau der Nutztierhaltung und kommt auch fast schon zu spät. Längst liegt der Lösungsvorschlag der Borchert-Kommission auf dem Tisch, wie man die Einkommensinteressen der Landwirtschaft mit dem Wunsch nach einer umwelt- und tierwohlgerechten Landwirtschaft unter einen Hut bekommt. Wir brauchen für unsere Landwirtinnen und Landwirte das deutliche Signal der Bundesregierung, dass die Tierhaltung in Deutschland gewollt ist.

Bei der Afrikanischen Schweinepest bin ich froh, dass die AMK unserem Antrag gefolgt ist. Es wird nun geprüft, ob wir im Seuchenfall Schlacht-, Zerlege- und Verarbeitungsbetriebe sowie Kühlhäuser vorhalten, die Tiere aus der Restriktionszone abnehmen und weiter verarbeiten. Außerdem soll sich das BMEL bei der EU dafür einsetzen, dass die Frist von 90 Tagen reduziert werden kann, wenn es sich wie im Emsland um einen Punkteintrag handelt.“

 

Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums bei Twitter, Facebook und Linkedin.

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<![CDATA[ Minister Sven Schulz: „Attraktive Treffpunkte sind Anzugspunkt junger Familien“ ]]> Sat, 17 Sep 22 11:00:43 +0200 Magdeburg. Im Rahmen des Landeserntedankfestes hat Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Sven Schulze Orte ausgezeichnet, die sich erfolgreich am 11. Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligt haben. „Der ländliche Raum ist Rückgrat unseres Landes und ein attraktiver Lebens- und Arbeitsort – heute und in Zukunft. Das bisher zumeist ehrenamtliche Engagement, mit dem dort attraktive, altersübergreifende Treffpunkte geschaffen werden, ist die Anziehungspunkt junger Familien“, sagte Minister Schulze. „Die Digitalisierung erlaubt ihnen, Leben und Arbeiten zu verbinden, was zur Sicherung und Entwicklung von Dorfgemeinschaften entscheidend beiträgt.“

Eine Auszeichnung in Gold und ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro haben die Orte Wolfsberg (Landkreis Mansfeld-Südharz) und Güsen (Landkreis Jerichower Land) erhalten. Silber und ein Preisgeld über 2000 Euro gingen jeweils an die Orte Langeneichstädt (Saalekreis), Zscherndorf (Landkreis Anhalt-Bitterfeld), Spora (mit Nißma, Oelsen und Prehlitz-Penkwitz; Burgenlandkreis), Bebertal (Landkreis Börde), Ranies (Salzlandkreis) und Rehehausen (Burgenlandkreis). Über 1000 Euro und eine Auszeichnung in Bronze können sich Lüderitz (mit Groß Schwarzlosen und Stegelitz; Landkreis Stendal) sowie Hessen (Landkreis Harz) freuen.

Hoym (Salzlandkreis) wurde für sein beispielhaftes Vereinsnetzwerk mit einem Silber-Sonderpreis geehrt. Diesen haben zudem Zichtau (Altmarkkreis Salzwedel) für eine nachhaltige Grüngestaltung und Bethau (Landkreis Wittenberg) für ein außergewöhnliches Jugendengagement erhalten. Das Preisgeld für diese Orte beträgt jeweils 2500 Euro.

Hintergrund: Mit dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ soll das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger für ihre Einflussmöglichkeiten gestärkt werden zu stärken. Die Dörfer zeigen, wie ihre Dorfgemeinschaften mit viel Kreativität, Leidenschaft und Einfallsreichtum zu einem attraktiven Leben auf dem Land beitragen und so ein gutes Gefühl für Ihre Heimat entwickeln. Im Wettbewerb werden Entwicklungs- und wirtschaftliche Konzepte, soziale und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung und Siedlungsentwicklung sowie Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft bewertet. Besonders berücksichtigt werden die Ausgangslage sowie die eigenständigen Leistungen der Dorfgemeinschaft bei der Bewältigung von Herausforderungen.

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<![CDATA[ Minister Sven Schulze: „Fachkräfte in grünen Berufen sind unerlässlich für die Versorgung der Menschen“ ]]> Sat, 17 Sep 22 15:30:07 +0200 Magdeburg. „Sie sind nicht nur die besten Absolventinnen und Absolventen der Ausbildungsberufe im Haus- und Landwirtschaftsbereich. Sie sind auch Botschafterinnen und Botschafter dafür, dass grüne Berufe wie Tierwirtinnen und Tierwirte oder Pflanzentechnologinnen und Pflanzentechnologen auch in Zukunft unerlässlich für die Versorgung der Menschen in Sachsen-Anhalt und weit die Landesgrenzen hinaus sind“, betonte Sven Schulze, Minister für Landwirtschaft und Vorsitzender der Agrarministerkonferenz (AMK) 2022, im Rahmen des 27. Landeserntedankfestes. Schulze zeichnete dort
14 junge Frauen und Männer aus, die ihre dreijährige Ausbildung mit besten Noten abgeschlossen haben.

„Grüne Berufe sind nicht aus der Zeit gefallen. Sie sind modern, abwechslungsreich und systemrelevant. Technische Weiterentwicklungen im Zuge der Digitalisierung sowie Veränderungen bei der Zucht von Pflanzen und Tieren sorgen für sich stetig ändernde Aufgabenfelder und die Steigerung von Qualitätsstandards. Wir brauchen Fachkräfte, die diesen Wandel mit ihrer Begeisterung für Pflanzen und Tiere begleiten und vorantreiben“, betonte Minister Sven Schulze.

Hintergrund: In Sachsen-Anhalt können Nachwuchskräfte in insgesamt 13 Berufen ausgebildet werden. Dazu gehören unter anderem Fachkräfte für Agrarservice, Fisch-, Forst- und Landwirte sowie Winzer. Zu den jüngeren Berufsbildern gehören die Pflanzentechnologen.

 

Absolventinnen und Absolventen

Ausbildungsberuf

Ausbildungsbetrieb

Louise Mäueler

Landwirtin

Jonas Schulze Niehoff
Wanzleben-Börde

Michel Bauer

Fachkraft Agrarservice

Agrargenossenschaft Königsborn e. G.
Möckern

Helena Hofmann

Winzerin

Landesweingut Kloster Pforta GmbH
Naumburg

Laura-Loreen Kaufmann

Milchwirtschaftliche Laborantin

Altmark Käserei Uelzena GmbH
Bismark (Altmark)

Janina Bohnhardt

Pferdewirtin

Reit- und Therapiehof Goldene Aue
Kelbra (Kyffhäuser)

Mikail Tschink

Tierwirt (Fachrichtung Geflügelhaltung)

Bio-Geflügelhof Deersheim GmbH
Osterwieck

Felix Jubert

Milchtechnologe

Altmark Käserei Uelzena GmbH
Bismark (Altmark)

Jacqueline Wischum

Tierwirtin (Fachrichtung Rinderhaltung)

Milchproduktion Meyendorf KG
Wanzleben-Börde

Martin Christopher Kluge

Gärtner (Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau

rundum Galabau GmbH
Landsberg

Vanessa Günther

Gärtnerin (Fachrichtung Zierpflanzenbau)

Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie
Halle (Saale)

Leon Reiske

Forstwirt

Landeszentrum Wald, Betreuungsforstamt Dessau

Niels Carsten Henze

Gärtner (Fachrichtung Obstbau)

Obstproduktion Höhnstedt GmbH
Salzatal

Lara Grüttner

Pflanzentechnologin

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Halle (Saale)

Lisa Riese

Tierwirtin (Fachrichtung Schweinehaltung)

Klostermannsfeld GmbH & Co. KG
Wallhausen

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<![CDATA[ Minister Sven Schulze lädt Einsatzkräfte zum Landeserntedankfest ein / Offener Brief an EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen / Persönlicher Dank an italienische Einsatzkräfte ]]> Thu, 15 Sep 22 09:57:20 +0200 Die Waldbrände der vergangenen Wochen und Monate in Sachsen-Anhalt haben die Menschen vor allem im Harz in Atem gehalten. Einsatzkräfte von Feuerwehren, Polizei, THW, Bundeswehr sowie der Nationalparkverwaltung Harz bekämpften mit vereinten Kräften die Brände und wandten so einen noch größeren Schaden für den Wald ab.

Sachsen-Anhalts Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten, Sven Schulze, war während des jüngsten Brandgeschehens am Brocken täglich vor Ort, um sich über den Stand der Löscharbeiten zu informieren: „Ich bin sehr beeindruckt, mit welcher Entschlossenheit und
Selbstlosigkeit sich unsere Einsatzkräfte dem Feuer entgegengestellt haben. Ich habe allerhöchsten Respekt vor dieser Leistung und möchte mich als Forstminister, aber auch im Namen des Landes Sachsen-Anhalt für ihren Mut, ihren Einsatz und ihr Engagement für unseren Wald und damit für unsere Heimat bedanken.“

Minister Sven Schulze lädt die Beteiligten am kommenden Wochenende als Ausdruck des Dankes in den Magdeburger Elbauenpark ein. „Die Helfer der vergangenen Einsätze erhalten Freikarten für unser Landeserntedankfest, das wir als Landwirtschaftsministerium durch die Unterstützung der landeseigenen Agrarmarketinggesellschaft ausrichten. 1.500 Tickets stellen wir für die Einsatzkräfte und ihre Familien als kleine Anerkennung ihres großen Einsatzes zur Verfügung. Die Karten haben wir bereits an die jeweiligen Einsatzleitungen verschickt. Ich freue mich, die Kameraden auf dem Landeserntedankfest kennen zu lernen und mich auch noch einmal persönlich bedanken zu können.“

Brief mit Bitte um Unterstützung an EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen
Unterstützung bei der Brandbekämpfung am Brocken kam auch aus Italien. Über das europäische Hilfsprogramm RescEU wurden zwei Löschflugzeuge angefordert, die sich von Rom aus auf den Weg nach Mitteldeutschland gemacht hatten. Dass die europäische Löschflugzeugflotte ausgeweitet werden müsse, belege die steigende Zahl der Brände in diesem Sommer, so Minister Sven Schulze. Vor diesem Hintergrund wandte er sich nun in einem offenen Brief an die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen. Darin bittet er zu prüfen, ob über das europäische Hilfsprogramm RescEU ein Flottenstützpunkt für Löschflugzeuge in Deutschland errichtet werden könne. „Damit würde die Bekämpfung von Bränden aus der Luft nicht nur hierzulande, sondern im gesamten mittel- und nordeuropäischen Raum vereinfacht, Wälder besser geschützt und Einsätze ressourcenschonender erfolgen können“, heißt es in dem Brief an die EU-Kommissionschefin.

Persönlicher Dankesbrief an italienische Einsatzkräfte
Bei den italienischen Einsatzkräften bedankte sich Minister Sven Schulze in einem persönlichen Brief. „Die Bürgerinnen und Bürger Sachsen-Anhalts haben Ihre Manöver über dem Concordiasee und der Brandstelle am Brocken mit großem Respekt verfolgt. Sie haben sich selbstlos in den Dienst der Sache gestellt und letztlich maßgeblich dazu beigetragen, den Großbrand zu löschen“, heißt es in dem Schreiben an den technischen Einsatzleiter Giulio Bernabei und seine Kollegen. Die schnelle Einsatzbereitschaft zeige einmal mehr, wie wichtig es sei, im Notfall aufeinander zählen zu können – genau das zeichne die Europäische Union aus.

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<![CDATA[ Landwirtschaftsminister Sven Schulze: „Neue Mühle stärkt regionale Wertschöpfungskette“ ]]> Wed, 14 Sep 22 14:01:31 +0200 Magdeburg. Die Börde gilt als Kornkammer Deutschlands. Hier wird nicht nur Getreide angebaut, sondern auch verarbeitet. Sven Schulze, Landwirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt und Vorsitzender der Agrarministerkonferenz, hat gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, dem Geschäftsführer der Magdeburger Mühlenwerke GmbH, Thomas Brumme, und Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris ein neu gebautes Mühlensystem in Magdeburg eingeweiht.

„In Anbetracht steigender Energiepreise und herausfordernder Bedingungen im Transportwesen gewinnt eine regional eng verzahnte Erzeugung von Getreidefolgeprodukten weiter an Stellenwert“, sagte Minister Sven Schulze. „Das neu gebaute Mühlensystem der Magdeburger Mühlenwerke GmbH mit einer Verarbeitungskapazität von 400 Tonnen Weizen trägt dieser Entwicklung in besonderem Maße Rechnung. Damit wird die regionale, kurze Vermarktungskette von den Landwirten, über Getreidehandel und Bäckereihandwerk hin zum Konsumenten deutlich gestärkt.“

Hintergrund: Mit dem Neubau erreichen die Magdeburger Mühlenwerke eine Vermahlungskapazität von rund 400.000 Tonnen Getreide pro Jahr. Neben Weichweizen werden auch Roggen und Dinkel verarbeitet. Entstanden sind zudem Kleie-Lagerzellen, eine Lagerhalle sowie moderne Reinigungsmaschinen und Farbsortieranlagen für die Roggen- und Weizenvermahlung. Der Neubau wurde aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt, dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) sowie der Bundesrepublik Deutschland gefördert.

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<![CDATA[ Ein Jahr im Amt: Landesregierung zieht Bilanz und gibt Ausblick ]]> Tue, 13 Sep 22 13:18:39 +0200 Die aktuelle Landesregierung von Sachsen-Anhalt ist ein Jahr im Amt. Beim traditionellen Pressebrunch zog das Kabinett daher eine erste Bilanz seiner bisherigen Tätigkeit und gab einen Ausblick auf künftige Vorhaben.

Sven Schulze, Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt und Vorsitzender der Agrarministerkonferenz (AMK), blickt auf ein spannendes und vielschichtiges erstes Jahr zurück. „Unser Ministerium hat einen guten Start hingelegt“, so das Fazit Ministers Sven Schulze.

“Seit Amtsübernahme konnten wir trotz der Herausforderungen durch Pandemie und Krieg viele positive Akzente setzen, insbesondere in Richtung Versorgungssicherheit. Die Struktur des Ressorts hat sich bewährt. So setzen wir uns gleichzeitig für Ernährungs- und Energieversorgungssicherheit ein. Wir nutzen Synergieeffekte und entwickeln Lösungsansätze zugunsten aller Bereiche. So unterstützen wir die Wirtschaft samt Land- und Forstwirtschaft bei ihrer Transformation.“

Zudem hat das Land Sachsen-Anhalt seine Investorenwerbung verstärkt und das Land als aufstrebenden Wirtschaftsstandort auch international erfolgreich vermarktet. Ein besonderer Erfolg: Die Ansiedlung INTELs in Sachsen-Anhalt. Das Unternehmen wird in Magdeburg 17 Milliarden Euro investieren. Der erste Spatenstich ist 2023 geplant.

Im Bereich Landwirtschaft ist das Jahr 2022 durch den Vorsitz des Landes in der Agrarministerkonferenz geprägt, deren Vorsitzender Minister Sven Schulze ist. Zentrales Thema ist die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU. Vor dem Hintergrund der durch den Ukrainekrieg gefährdeten Ernährungssicherheit setzt sich das Land unter anderem für ein vorübergehendes Aussetzen der Regelungen zur Stilllegung von Ackerflächen sowie des Fruchtwechsels ein.

Auch die Weiterentwicklung der Agrarstruktur und die Bekämpfung von Tierseuchen wie der Afrikanischen Schweinepest (ASP) stehen im Fokus. Hier hat das Landwirtschaftsministerium einen Zehn-Punkte-Plan zur ASP-Prävention vorgelegt, der u. a. eine noch engere Kooperation mit der Bundeswehr vorsieht.

Im Bereich Forst setzt sich das Land für eine auskömmliche Finanzierung der Ökosystemdienstleistungen des Waldes ein. Ziel ist es, vor dem Hintergrund des Klimawandels einen standortangepassten Waldumbau und Wiederbewaldung zu ermöglichen.

„Für unsere weitere Amtszeit haben wir uns noch viel vorgenommen. Wir wollen die entscheidenden Weichen für ein modernes, lebenswertes Sachsen-Anhalt stellen. Mit Innovationen, Tatkraft und Kreativität wollen wir uns den Herausforderungen der vier großen Themenbereiche unseres Hauses stellen und diese bestmöglich für unsere Heimat umsetzen.“

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