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Landesregierung zu Soforthilfen für Solo-Selbständige und Mittelständler
Sachsen-Anhalt stellt bis zu 150 Millionen Euro Zuschüsse für die Wirtschaft zur Verfügung

26.03.2020, Magdeburg – 140

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

Die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt steht durch die

Corona-Pandemie vor einer sehr harten Bewährungsprobe. Das Herunterfahren des

öffentlichen Lebens bedroht die wirtschaftliche Existenz vieler Unternehmen.

Die Landesregierung hat sich deshalb auf ein Hilfspaket verständigt, das

insbesondere Zuschüsse für Solo-Selbstständige und kleinere Unternehmen

vorsieht. Ziel ist es, Insolvenzen zu vermeiden und Arbeitsplätze zu sichern.

 

 

 

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff erklärt hierzu: ?Wir haben sehr viele kleine und mittlere

Unternehmen in Sachsen-Anhalt. Ihnen wollen wir in der Krise schnell, effektiv

und unbürokratisch helfen. Mit dem Hilfspaket senden wir ein entschlossenes und

starkes Signal aus.?

 

 

 

Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann betont: ?Es ist gut, dass wir uns innerhalb der

Landesregierung darauf verständigen konnten, die Bundeshilfen durch ein

landeseigenes Programm zu ergänzen. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsstruktur ist

sehr kleinteilig. Kleine Unternehmen können einer derartigen Krise jedoch

weniger lange standhalten als große Konzerne. Mit dem Landesprogramm geben wir

jetzt diesen kleinen Unternehmen und Solo-Selbstständigen vor allem durch die

Gewährung von Zuschüssen eine Zukunftsperspektive. Wir werden darüber hinaus

auch in den kommenden Wochen die wirtschaftliche Situation genau analysieren

und uns eng mit gewerblichen Kammern, Arbeitgeberverbänden sowie Gewerkschaften

austauschen. Unser Ziel ist es, die erfolgreich gewachsenen

Wirtschaftsstrukturen des Landes möglichst zu erhalten und Arbeitsplätze zu

sichern. Sollte es in den kommenden Wochen und Monaten erforderlich sein,

werden wir unser Hilfsprogramm entsprechend anpassen.?

 

 

 

Finanzminister Michael Richter erläutert: ?In so einer Zeit ist es geboten, Kredite

aufzunehmen um zu helfen. Am Geld wird es nicht scheitern. Ich habe mit der

Investitionsbank verabredet, dass unter Beachtung notwendiger Regeln die Hilfen

unbürokratisch und schnell ausgezahlt werden.?

 

 

 

In Anlehnung an das Hilfspaket

des Bundes wird das Wirtschaftsministerium eine Richtlinie zur

Corona-Soforthilfe erlassen. Das Gesamtvolumen der Zuschüsse wird insgesamt 150

Millionen betragen; diese werden für Unternehmen gestaffelt ausgezahlt.

 

 

 

Unternehmen mit

 

·        

bis zu 5 Mitarbeitern

erhalten bis zu 9.000 Euro,

 

·        

6 bis 10 Mitarbeitern

bis zu 15.000 Euro,

 

·        

11 bis 25 Mitarbeitern

bis zu 20.000 Euro,

 

·        

26 bis 50 Mitarbeitern bis

zu 25.000 Euro.

 

 

 

Ausgereicht werden die Zuschüsse über die Investitionsbank

Sachsen-Anhalt. Ab Montag (30. März 2020) können sich Unternehmer

und Solo-Selbstständige den Antrag auf den Internetseiten der Bank

herunterladen. Um die beantragten Hilfen schnellstmöglich auszuzahlen, bündelt

die Investitionsbank ihre Kapazitäten. Ziel ist es, die Hilfen innerhalb von

wenigen Tagen nach Antragseingang auszuzahlen.

 

 

 

Der Antrag wird bewusst unbürokratisch gestaltet und die

Hinweise des Bundes aufgreifen. Geltend gemacht werden können alle laufenden

betrieblichen Kosten wie Mieten (für Produktionsstätten, Büros usw.), Pachten,

Leasingraten (für Maschinen, Autos und ähnliches), Versicherungen,

Energiekosten und Instandhaltungskosten. Neben Solo-Selbstständigen und

Unternehmen können auch Künstler, Kulturschaffende sowie landwirtschaftliche

Unternehmen einen Zuschuss beantragen. Von den rund 56.000 Unternehmen in

Sachsen-Anhalt zählen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 76 Prozent

(42.700) weniger als zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 18,3 Prozent haben

zwischen 10 und 50 Beschäftigte (10.200 Unternehmen). Darüber hinaus gibt es

mehr als 40.000 Solo-Selbstständige in Sachsen-Anhalt.

 

 

 

Neben den Zuschüssen wird das Land auch ein Programm mit

attraktiven Darlehen für Unternehmen auflegen, um Liquidität zu sichern.

 

 

 

Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus

Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen

des Ministeriums bei Twitter, Instagram

und Facebook.

 

 

 

Informationen rund um die Auswirkungen des Corona-Virus auf

Wirtschaft und Wissenschaft in Sachsen-Anhalt sind verfügbar unter: https://mw.sachsen-anhalt.de/media/coronavirus/.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Impressum:

Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Hegelstraße 42

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de