Vorläufiger Jahresabschluss 2011 ? deutlich geringere Neuverschuldung für Sachsen-Anhalt
17.01.2012, Magdeburg – 19
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Das Kabinett
hat heute den vorläufigen Jahresabschluss des Haushaltsjahres 2011 beraten. Die
nachfolgend aufgeführten wesentlichen Ergebnisse werden sich bis zum endgültigen
Abschluss im März - wenn überhaupt - nur geringfügig
verändern.
Die
wichtigsten Eckdaten zum Haushaltsjahr 2011:
Im
Haushaltsjahr 2011 stehen Gesamteinnahmen von 10.157,7 Mio. ? und Gesamtausgaben
von 10.108,4 Mio. ? zu Buche ? das ergibt einen vorläufigen Überschuss
von 49,3 Mio. ?.
Die
Neuverschuldung ? geplant waren
305 Mio. ? - wird auf etwa 240 Mio. ? beschränkt werden
können, weil der Überschuss (49,3 Mio. ?) genauso verrechnet wird wie noch
ausstehende EU-Erstattungen in Höhe von rund 18 Mio. ?.
Das
Haushaltsjahr 2011 war von einer deutlichen konjunkturellen Erholung
geprägt. Dies schlug sich nieder in höheren Steuereinnahmen, denen bereits mit
dem Nachtragshaushalt 2011 Rechnung getragen wurde. Die Steuereinnahmen
stiegen gegenüber 2010 um etwa 469 Mio. ?.
Es gab auch
einen unerwarteten Einnahmeausfall ? eine Erstattungszahlung von etwa
120 Mio. ? von der EU kam nicht wie anzunehmen war 2011, sie wird nun 2012
erwartet.
Die
Personalausgaben stiegen 2011 gegenüber 2010 um etwa 29 Mio.
?.
Die
Zinsausgaben wurden bereits im Nachtragshaushalt um 50 Mio. ? nach unten
korrigiert und wurden bis zum vorläufigen Jahresabschluss noch einmal um 34
Mio. ? unterschritten.
Für
Investitionen wurden 2011 1.420,3 Mio. ? ausgegeben ? das sind etwa
130 Mio. ? weniger als noch 2010.
Die
Kommunen erhielten 2011 Zuweisungen in Höhe von 2.833,9 Mio. ? - das sind
etwa 27 Mio. ? mehr als 2010.
Finanzminister Bullerjahn:
?Mit der
voraussichtlichen endgültigen Kreditaufnahme von rund 240 Mio. ? bleibt
die Neuverschuldung ganz erheblich unter dem bei Aufstellung des
Doppelhaushaltes 2010/2011 ursprünglich veranschlagten Wert von 539 Mio. ?.
Damit ist unser Land schneller als ursprünglich geplant auf Weg zu einem
ausgeglichenen Haushalt ohne Neuverschuldung ab 2012. Die Finanz- und
Wirtschaftskrise hat erfreulicherweise nicht so negativ gewirkt wie zuerst
befürchtet. Die deutliche Absenkung der Neuverschuldung im Vollzug des
Haushaltes ist ganz wesentlich auf die verbesserten Einnahmen zurückzuführen.
Ein planmäßiger Eingang der EU-Abschlusszahlungen in Höhe von etwa 120 Mio. ?
hätte noch einen weit günstigeren Abschluss ermöglicht. Zwei Sätze nochzu den
gesunkenen Ausgaben für Investitionen: Die Solidarleistungen des Bundes
für
Sachsen- Anhalt sinken jährlich um etwa 120 Mio. ?. Das ist Geld, das investiv
verwendet werden soll, da ist es logisch, dass auch die Ausgaben für
Investitionen in unserem Lande in ähnlicher Größenordnung
sinken.?
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