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Bauminister Webel: Zeitz, Naumburg und Magdeburg sind Preisträger bei landesweitem Wettbewerb ?Barrierefreie Kommune?

13.12.2011, Magdeburg – 104

  • Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr

 

 

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Die Städte Zeitz, Naumburg und Magdeburg sind als Preisträger

aus dem mittlerweile fünften Landeswettbewerb ?Auf dem Weg zur barrierefreien

Kommune? hervorgegangen. Die Städte haben damit Anspruch auf eine bevorzugte

Bewilligung von Fördermitteln aus den Programmen ?Stadtumbau Ost? und

?Städtebaulicher Denkmalschutz? in Höhe von 500.000 Euro (Zeitz), 300.000 Euro

(Naumburg) und 200.000 Euro (Magdeburg). Darüber hinaus hat die Jury den Wettbewerbsbeitrag

der Stadt Klötze mit einer Anerkennung gewürdigt, die mit einem

Fördermittelanspruch von 100.000 Euro verbunden ist.

 

 

 

Bei der feierlichen Preisverleihung in Magdeburg würdigte

Sachsen-Anhalts Bauminister Thomas Webel heute in Magdeburg die vielfältigen Bemühungen

der Wettbewerbsteilnehmer, die Belange von Menschen mit Behinderung zu einem

festen Bestandteil der städtebaulichen Entwicklung zu machen. ?Diese Aufgabe

darf uns nicht nur in Sonntagsreden beschäftigen?, forderte Webel. Der seit 2003

aller zwei Jahre stattfindende Wettbewerb zeige, dass sich die Einstellung in

den vergangenen Jahren verändert habe. ?Viele Kommunen sind engagiert dabei,

Barrierefreiheit als einen Standortvorteil umzusetzen?, sagte der Bauminister.

 

 

 

Nach Ansicht von Webel haben die in diesem Jahr

eingereichten Beiträge gezeigt, dass Barrierefreiheit nicht zwingend mit

enormen Kosten verbunden sein müsse. ?Oftmals sind es scheinbar kleine

Veränderungen, die in der Summe ein schlüssiges Gesamtbild entstehen lassen?,

sagte der Minister.

 

 

 

An dem Wettbewerb hatten sich insgesamt neun Kommunen beteiligt

? neben den Erstplazierten auch die Städte Bad Lauchstädt, Gräfenhainichen,

Salzwedel, Schönebeck und Zerbst.

 

 

 

 

 

Kurzdarstellung

der Siegerbeiträge:

 

 

 

1. Platz: Zeitz

 

 

 

Aus der Darstellung

der realisierten Maßnahmen in den Bereichen ?öffentlicher Verkehr?,

?Stadtführer für Behinderte?, ?Wohnungsbau? und ?Landesgartenschau? wird

erkennbar, dass Barrierefreiheit in Zeitz mittlerweile als Dienstleistung für

die gesamte Bevölkerung verstanden wird.

 

 

 

Der Wettbewerbsbeitrag bezieht sich auf Maßnahmen zur

Realisierung eines ?Barrierefreien Stadtrundgangs zur Lutherdekade?. Ziel des Vorhabens

ist die Organisation eines barrierefreien Stadtrundgangs zu den Ausstellungsorten

bei dem ergänzend - neben den bestehenden barrierefreien Standards entlang

dieses Weges - Maßnahmen durch die Stadt Zeitz realisiert werden sollen. Dabei handelt

es sich um die Bereiche ?Schlosshoferschließung / Bastion / Domzugang /

Aufzugsanlage / Treppenhaus?, den ?Vorbereich des Franziskanerklosters?, das

Umfeld der ?Michaeliskirche? und ?Übersichts- und Orientierungshilfen?.

 

 

 

 

 

2. Platz: Naumburg

 

 

 

Die Stadt Naumburg sieht ihren Entwicklungsschwerpunkt im

Altstadtbereich. Es werden abgeschlossene Maßnahmen aus dem Bereich ?Kultur?

sowie geplante Maßnahmen aus dem Bereich ?Wohnen/Wohnumfeldgestaltung? mit

Bildmaterial und kurzen Textbausteinen vorgestellt. Als Wettbewerbsbeitrag

steht der Umbau des Architektur- und Umwelthaus im Zentrum der Ausführungen.

Nach seiner Fertigstellung soll es u.a. Raum für ein Café, das Büro des

Naumburger Bürgervereins und einen Umweltladen sowie für Bildungs- und

Werkstattangebote zum Thema Baukultur bieten. Beim Wohnprojekt der Lebenshilfe

e.V. wird das  historische Architektur-

und Umwelthaus-Gebäude mit einem barrierefreien Wohnkomplex, bestehend aus

sieben Wohnungen für Menschen mit und ohne Behinderung, verbunden.

 

 

 

 

 

3. Platz: Magdeburg

 

 

 

Die Gesamtplanung der Landeshauptstadt unterteilt sich in

die fünf Bereiche ?Menschen mit Behinderungen in Magdeburg?, ?Politische

Leitlinien und Konzepte der Barrierefreiheit?, ?Wohnungen ohne Barrieren?,

?Wohnumfeldgestaltung ? Barrierefreiheit im öffentlichen Raum? sowie ?ÖPNV und

Verkehrsraumgestaltung?. Dazu  werden

ausgewählte Beispiele mit anschaulichen Tabellen und kurzen Textbausteinen vorgestellt.

Zum diesjährigen Wettbewerb hat sich die Stadt Magdeburg mit der barrierefreien

Umgestaltung der Straßenbahnhaltestelle ?Domplatz? und der Umgestaltung der

Grundschule "Am Hopfengarten? beworben. Die Umgestaltung der

Straßenbahnhaltestelle dient der Erhöhung der Verkehrssicherheit an beiden

Richtungshaltestellen und stellt einen barrierefreien Zugang zum ?Dom? und zum

?Sudenburger Tor? her.

 

Der Umbau der Grundschule gewährleistet die Hortbetreuung

und integrative Beschulung körperbehinderter Grundschüler und Hortkinder.

 

 

 

 

 

Anerkennungen (Platz 4) für: Klötze

 

 

 

Die Vielfalt der bisher umgesetzten Projekte beruht auf dem

Konzept der ?Stadt der kurzen Wege? und spiegelt eine detaillierte Umsetzung im

Rahmen der Gesamtplanung wider. Aus den drei Bereichen ?Verkehr und Erschließung?,

?ÖPNV? und ?Kultur, Freizeit und Sport?. werden ausgewählte Beispiele mit

Bildmaterial und kurzen Textbausteinen dargestellt. Hier ist sowohl die

Nutzbarkeit für mobilitätsbeeinträchtigte Personen als auch für sehschwache und

blinde Personen erkennbar. Als Wettbewerbsbeitrag wurde ein Maßnahmebündel

bestehend aus der Umgestaltung aller Fußgängerüberwege, aller Bushaltestellen

und aller Parkplätze eingereicht. Darüber hinaus sollen ein weiteres

barrierefreies WC und Ruheangebote in der Stadt geschaffen werden.

 

 

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