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Europaminister Robra diskutiert mit Schülern und Studenten:
Euro-Krise darf nicht zur Krise der Demokratie
werden

07.12.2011, Magdeburg – 675

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

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Unter dem Motto ?Europa am Scheideweg? hat heute

Europaminister Rainer Robra mit 150 Schülern und Studenten in der Staatskanzlei

in Magdeburg über die Zukunft der Europäischen Union diskutiert. ?Nur ein

starkes und handlungsfähiges Europa kann den Herausforderungen des 21.

Jahrhunderts wirksam begegnen und seine Werte und Interessen international

vertreten?, so Robra.

 

 

 

Angesichts der Diskussion um den Euro wies der

Europaminister auf die Vorteile der gemeinsamen Währung für Deutschland hin.

Mehr als 40% der deutschen Exporte gingen in die Eurozone. Die Mitgliedschaft

in ihr habe Deutschland einen Wachstumsvorteil von rund 50 Mrd. ? gebracht. Die

Preise in Deutschland seien seit der Einführung des Euro stabiler als zu Zeiten

der D-Mark. Robra: ?Der Euro ist mehr als eine gemeinsame Währung, er ist ein

großes Gemeinschaftsprojekt und für eine gute Zukunft der EU und Deutschlands unverzichtbar.

Er stärkt als wichtigste internationale Reservewährung neben dem Dollar nicht

nur unsere Wirtschaft, sondern sorgt auch für mehr internationale

Wettbewerbsfähigkeit.?

 

 

 

Gefährlich sei, dass die aus der Wirtschafts- und

Finanzkrise entstandene europäische Staatsschuldenkrise zunehmend zu einer

Vertrauenskrise werde. ?Es ist höchste Zeit, diesen Teufelskreis zu

durchbrechen, bevor aus der Vertrauenskrise eine Krise der Demokratie wird?, so

der Europaminister.

 

 

 

Mit den Ergebnissen des Euro-Gipfels vom 26. Oktober 2011

sieht Robra die EU auf einem guten Weg. Es seien jedoch grundlegende

strukturelle Änderungen notwendig, um die Ursachen der Krise zu beseitigen.

Dies betreffe sowohl die EU wie die einzelnen Mitgliedsstaaten. ?Die Mitgliedsstaaten

müssen jeder für sich die Maßnahmen ergreifen, die zur Reduzierung der

Neuverschuldung und zur Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit beitragen.

Dies gilt nicht nur für die Staaten, die Hilfe in Anspruch nehmen. Auch die

Struktur- und Kohäsionsfonds müssen in Zukunft mehr für eine wirkliche Verbesserung

der Wettbewerbsfähigkeit genutzt werden. Die Einführung einer Schuldenbremse

sollte für alle Euro-Mitgliedsstaaten verpflichtend werden?, so der

Europaminister.

 

 

Impressum:

Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

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Tel: (0391) 567-6666

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