Täter nach Skimmingfällen in der
Landeshauptstadt ermittelt
23.02.2012, Magdeburg – 45
- Polizeirevier Magdeburg
Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord - Polizeirevier Magdeburg - -
Pressemitteilung Nr.: 45/12
Polizeidirektion Sachsen-Anhalt
Nord - Polizeirevier Magdeburg - - Pressemitteilung Nr.: 45/12
Magdeburg, den 23. Februar 2012
Täter nach Skimmingfällen in der
Landeshauptstadt ermittelt
Der
Magdeburger Kriminalpolizei gelang es jetzt nach monatelangen, intensiven
Ermittlungen, einen 32-jährigen Rumänen namentlich bekannt zu machen, der im
Verdacht steht, gemeinsam mit einem noch unbekannten Mittäter, im August 2011
an fünf Automaten der Stadtsparkasse manipuliert und so Daten ausgespäht zu
haben. Bei diesen sogenannten Skimmingfällen entstand bei anschließenden
Bargeldabhebungen im Ausland ein Schaden von über 50.000 ?.
Wie die
Ermittlungen ergaben, brachten die Männer am 20. August, sowie am 27. und
28.08.2011 Technik an verschiedenen Automaten im Stadtgebiet von Magdeburg an
und griffen so die Daten von mindestens 69 Betroffenen ab.
In der
Folge kam es Anfang September 2011 mit gefertigten EC-Kartendubletten in den
USA, der Dominikanischen Republik und der Russischen Föderation zu
Abhebungen von den Konten der betroffenen Kunden.
Die
polizeilichen Ermittlungen konzentrierten sich auf die Auswertung von
Videomaterial und die Prüfung von Verbindungsdaten der Funknetzbetreiber
im Tatortbereich.
Um die
Ermittlungen voranzutreiben, wurde auch im Rahmen einer Öffentlichkeitsfahndung
in der Presse und im Fernsehen in der Sendung Kripo-live um die Mithilfe der
Bevölkerung gebeten.
Darüber
hinaus erfolgte ein bundesweiter Informationsaustausch mit anderen
Polizeibehörden.
Durch die
Auswertung der vor Ort geführten Telefongespräche, erlangten die Ermittler zu
der Erkenntnis, dass die Täter bei der Tatausführung Handys mit rumänischen
Mobilfunknummern nutzten.
Im Rahmen
der internationalen Amtshilfe bezog man die rumänische Polizei in die Ermittlungen
mit ein und blieb auch mit weiteren Ermittlungsbehörden im Ausland in
Verbindung.
So fiel
einer der in Magdeburg gesuchten Täter der Flughafenpolizei in Zürich im Juli 2011
auf, der im Besitz von Skimmingtechnik war. Nach dem Einleiten eines
Strafverfahrens und der Durchführung einer erkennungsdienstlichen Behandlung,
entließ man den Beschuldigten wieder, informierte aber die Magdeburger Kollegen
über den Vorfall.
Auf Grund der polizeilichen
Ermittlungsergebnisse erließ das Amtsgericht am 13.02.2012 auf Antrag
der Staatsanwaltschaft Magdeburg einen Haftbefehl gegen den 32 jährigen rumänischen
Staatsbürger. Die internationale Fahndung nach dem 32-Jährigen wurde ausgelöst.
Die Identität des zweiten beteiligten Täters konnte bislang nicht ermittelt werden.
(kü.)
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