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Aeikens zu Brüsseler
Agrar-Vorschlägen: " Das ist ein Holzweg"

14.10.2011, Magdeburg – 134

  • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:

134/11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 134/11

 

 

 

Magdeburg, den 13. Oktober 2011

 

 

 

Aeikens zu Brüsseler

Agrar-Vorschlägen: " Das ist ein Holzweg"

 

 

 

Magdeburg . Sachsen-Anhalts Landwirtschafts- und Umweltminister

Dr. Hermann Onko Aeikens hat sich über die gestern in Berlin vorgestellten

Vorschläge der EU-Kommission zur Agrarreform  kritisch geäußert. Aeikens sagte:

¿Nach meiner Auffassung bewegt sich die Brüsseler Agrarpolitik im

Rückwärtsgang. In den Vorschlägen stecken noch mehr Bürokratie und weniger

Wettbewerb als bisher drin. Das ist ein Holzweg.¿

 

Heute

legte die Europäische Kommission die Legislativvorschläge für die Gemeinsame

Agrarpolitik 2014-2020 vor. Danach kommen auf größere Unternehmen Mittelkürzungen

zu. Über Zuschläge für Arbeitskräfte sollen die Kürzungen gemildert werden können. Am Ende dieser Förderperiode wird dagegen in den Regionen ein einheitlicher Betrag je ha Acker und

Grünland gezahlt. Aeikens: ¿Dem lag der richtige Gedanke zugrunde, dass - ob groß oder klein - die gleiche gesellschaftliche Leistung je Hektar erbracht wird.

Dieser Grundsatz wird mit der jetzt angekündigten Kappung ausgehebelt.¿

 

Aeikens

sagte, der EU-Kommission fehle offensichtlich das Marktverständnis, wenn über

die Zahl der Arbeitskräfte kompensiert werden solle. Es könne doch nicht sein,

dass auf die Unternehmen über den Hebel der Zahlungen Druck auf ihre

Arbeitskräftestruktur ausgeübt werde. Außerdem bekomme der Amtsschimmel Zucker,

weil allein die saubere Ermittlung der Arbeitskräfte sich als sehr schwierig

erweisen dürfte.

 

Auch

wenn die Verteilungsschlüssel der Mittel auf EU- und Bundesebene noch nicht

bekannt seien, zeichneten sich für Sachsen-Anhalts Landwirte ein jährlicher

Verlust im zweistelligen Millionenbereich ab.

 

Die

Gesetzesvorschläge der EU-Kommission beinhalten auch, die Direktzahlungen

stärker noch als bisher an die Einhaltung bestimmter Umweltmaßnahmen zu binden.

Dazu zählt, dass die Unternehmen 7% ihrer Fläche stilllegen sollen.

 

Aeikens

dazu: ¿Wir machen uns Gedanken, wie wir die steigende Weltbevölkerung ernähren

wollen. Mit dem Aufkommen der Bioenergie hat eine enorme Konkurrenz um die zur

Verfügung stehenden Flächen eingesetzt. Und dann die gerade abgeschaffte

Flächenstilllegung wieder aus der Mottenkiste zu holen, hat mit moderner

Agrarpolitik nichts zu tun. Ich stimme der Europäischen Kommission im Grundsatz

zu, die Anstrengungen im Umwelt- und Naturschutz zu erhöhen. Aber das geht doch

nur, wenn die regionalen Bedürfnisse berücksichtigt werden.¿

 

 

 

 

 

 

 

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