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Verkehrsminister Webel:
Wasserwege sind wirtschaftliche und ökologische Alternative zu
Schwertransporten auf der Straße

04.10.2011, Magdeburg – 85

  • Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr

 

 

 

 

 

Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.:

085/11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landesentwicklung

und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 085/11

 

 

 

Magdeburg, den 4. Oktober 2011

 

 

 

Verkehrsminister Webel:

Wasserwege sind wirtschaftliche und ökologische Alternative zu

Schwertransporten auf der Straße

 

 

 

Sachsen-Anhalt besteht auf

der im Bundesverkehrswegeplan festgeschriebenen Erhaltung und Ertüchtigung der

Schifffahrtswege in den neuen Bundesländern. Dazu gehöre auch die Vollendung

des Saale-Ausbaus auf den letzten Kilometern hin zur Elbmündung, sagte Landesverkehrsminister

Thomas Webel heute bei einer Fachkonferenz zur Binnenschifffahrt in Halle. ¿Der

Transport auf dem Wasserweg ist ein wichtiger wirtschaftlicher Standortfaktor

und zugleich ein wirkungsvoller Beitrag, um den Schwerlastverkehr auf der Straße

zu verringern, dadurch den Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen zu

reduzieren und die Lärmbelästigung der Bürgerinnen und Bürger in den Orten

spürbar zu verringern¿, betonte Webel vor den Teilnehmern der Tagung.

 

 

 

Im Rahmen der so genannten

Saale-Konferenz stellte der Verkehrsminister die Ergebnisse einer

repräsentativen Bevölkerungsbefragung zur infrastrukturellen Entwicklung vor,

die vom INFO-Meinungsforschungsinstut aus Berlin durchgeführt wurde. Insgesamt

sind gut 1.000 Personen interviewt und dabei auch zu ihren Parteipräferenzen

befragt worden.

 

 

 

Laut der Umfrage sind drei

Viertel der Befragten (74 Prozent) der Meinung, dass die Schifffahrt auch

künftig für Transporte und Tourismus möglich sein sollte. Nur 21 Prozent sind

der Ansicht, dass die Flüsse renaturiert werden sollten. Jeweils mehr als drei

Viertel der Wähler von Linkspartei, CDU und SPD geben ein positives Votum zur

Binnenschifffahrt ab, aber auch 65% der Wähler von Bündnis 90/Grüne (35 Prozent

für eine Renaturierung).

 

 

 

Fast zwei Drittel der

interviewten Personen sehen die Schiffbarkeit der Saale als wichtige

Voraussetzung für den Erhalt bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze

an. Besonders hoch ist die Zustimmung bei Wählern der CDU (73 Prozent), der

Linkspartei (71 Prozent), der SPD (66 Prozent) sowie bei Nichtwählern

(71 Prozent). Deutlich geringer ist die Zustimmung bei Wählern von Bündnis

90/Grüne (29 Prozent). Ein Drittel der insgesamt befragten Personen meint

dagegen, die Schiffbarkeit habe keine Auswirkungen auf die wirtschaftliche

Entwicklung und die damit verbundene Arbeitsplatzsituation.

 

 

 

Die Forderung des vor zwei

Monaten gegründeten ¿Saale-Bündnisses¿ an die Bundesregierung, den Fluss nicht

zu einer so genannten Rest-Wasserstraße herabzustufen, wird von 64 Prozent der

Befragten unterstützt, 30 Prozent stimmen eher nicht zu. Die meiste Zustimmung

gibt es bei Wählern der SPD (69 Prozent). Aber auch von den Wählern von Bündnis

90/Grüne sind 61 Prozent der Ansicht, die vom Bund geplante Herabstufung der

Saale wirke sich negativ auf die Entwicklung der Region aus.

 

 

 

Eine deutliche Mehrheit

der Befragten (insgesamt 62 Prozent) unterstützt die Forderung des Landes an

die Bundesregierung, den möglichen Bau eines Saale-Seitenkanals objektiv zu

prüfen. Rund 20 Prozent davon meinen sogar, dass der Druck gegenüber dem Bund

verstärkt werden sollte. Dagegen vertrat nur knapp ein Drittel (29 Prozent) der

Befragten die Auffassung, Sachsen-Anhalts Landesregierung solle den bisherigen

Kurs nicht weiterverfolgen und das Vorhaben aufgeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Ministerium für

Landesentwicklung und Verkehr

Pressestelle

Turmschanzenstraße 30

39114 Magdeburg

Tel: (0391) 567-7504

Fax: (0391) 567-7509

Mail:

presse@mlv.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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