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Minister: Deichpflege durch
Schafe hat sich bewährt

19.09.2011, Magdeburg – 117

  • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:

117/11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 117/11

 

 

 

Magdeburg, den 19. September 2011

 

 

 

Minister: Deichpflege durch

Schafe hat sich bewährt

 

 

 

Bernburg. Die Landschafts- und Deichpflege mit

Schafen hat sich bewährt und muss fortgesetzt werden. Das erklärte der Minister

für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Hermann Onko Aeikens am Montag auf der

Landesschäferkonferenz in Bernburg. ¿Die Deichpflege mit Schafen festigt die

Stabilität der Deiche.

Schafe müssen ihren Platz in der Landschaftspflege behalten und dazu beitragen,

dass die Kulturlandschaft, wie wir sie kennen, erhalten bleibt¿, so der

Minister.

 

Laut Wassergesetz des Landes-Anhalt hat die

Pflege der Grasnarbe und der Deichschutzstreifen grundsätzlich durch das Beweiden

mit Schafen zu erfolgen. Dazu werden Pflegeverträge zwischen dem Land und den

schafhaltenden Betrieben geschlossen. Der Biss der Schafe sorgt für eine gute

Entwicklung der Grasnarbe, ihr Tritt verfestigt den Deich und kleinere Löcher

werden wieder gestopft.

 

In Sachsen-Anhalt werden derzeit etwa 882 Hektar

Deichfläche durch Schafe gepflegt. Das sind etwa 22 Prozent der

Gesamtdeichfläche mit 4.080 Hektar.

Aeikens sagte: ¿Im Sinne eines aktiven Hochwasserschutzes sind wir daran

interessiert, mehr Deiche durch Schafe beweiden zu lassen.¿

 

Schafe sind auch im Natur- und Umweltschutz

ein wichtiges Element. Von den Schäfern wird eine Reihe von

Agrarumweltmaßnahmen in Anspruch genommen. Dazu zählen unter anderem die

freiwilligen Naturschutzleistungen innerhalb der Natura 2000-Gebietskulisse.

 

Wie der Minister sagte, versuche das Land auch auf anderen

Wegen die Schafhaltung zu unterstützen. ¿Ich denke dabei an die

Stationsleistungsprüfung, die Schafhaltung in Iden, die Förderung der

Leistungsprüfung sowie die Zahlung von Fördermitteln für genetische

Ressourcen.¿

 

 

 

Hintergrundinformationen

 

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes zur

Landwirtschaftszählung 2010 gab es in Sachsen-Anhalt zum Stichtag

1. März 2010 in den 424 landwirtschaftlichen Betrieben mit Schafhaltung

mit einer Größe von mehr als 20 Schafen etwa 103.000 Schafe. Der

Landkreis mit dem größten Schafbestand ist der Burgenlandkreis. Dort werden in

59 Betrieben etwa 14.000 Schafe gehalten.

 

Langfristig betrachtet ist der Schafbestand rückläufig.

Dieser Trend ist in ganz Deutschland festzustellen. Noch etwa jedes

20. Schaf Deutschlands steht in Sachsen-Anhalt.

 

 

 

 

 

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