Sachsen-Anhalts Staatskanzleichef
Robra fordert verstärkte Sparanstrengungen bei den öffentlich-rechtlichen
Rundfunkveranstaltern
08.08.2011, Magdeburg – 413
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 413/11
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 413/11
Magdeburg, den 8. August 2011
Sachsen-Anhalts Staatskanzleichef
Robra fordert verstärkte Sparanstrengungen bei den öffentlich-rechtlichen
Rundfunkveranstaltern
Der Chef der Staatskanzlei von Sachsen-Anhalt, Rainer
Robra (CDU), hält verstärkte Sparanstrengungen bei den öffentlich-rechtlichen
Rundfunkveranstaltern für erforderlich.
Es müssten von ihnen die Voraussetzungen dafür geschaffen
werden, dass der Rundfunkbeitrag in der kommenden Beitragsperiode nicht über
die derzeitige Gebührenhöhe von 17,98 Euro pro Monat hinaus ansteigt.
Dies setze voraus, dass die öffentlich-rechtlichen
Rundfunkveranstalter bei ihren Bedarfsanmeldungen für die Beitragsperiode 2013
bis 2016 dieses Ziel zugrunde legen und spürbare Kosteneinsparungen vornehmen.
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der
Rundfunkanstalten (KEF) würde damit in die Lage versetzt werden, im Rahmen
ihres 18. Berichts für die Jahre 2013 und 2014 nach Maßgabe von § 3 Abs. 8 des
Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrages bei unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten
eine Spanne vorzugeben. Diese unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten
ergäben sich daraus, so Staatsminister Robra, ¿dass völlig unklar sei, welches
Potenzial an Nichtzahlern bei der Implementierung des Fünfzehnten
Rundfunkänderungsstaatsvertrages gehoben werden könne¿. Dies gelte insbesondere
für den nicht privaten Bereich.
Die Schaffung von Beitragsstabilität liege nicht zuletzt
im ureigenen Interesse der Rundfunkveranstalter. ¿Die jüngste Debatte über die
Ausgestaltung des Fünfzehnten Rundfunkänderungsstaatsvertrages in den Landtagen
hat die politische Brisanz der Frage der Sicherstellung der Beitragsstabilität
nachhaltig zum Ausdruck gebracht¿, so Staatsminister Robra.
¿Die BBC hat uns gezeigt, dass Einsparungen möglich sind,
ohne dass damit Qualitätseinbußen verbunden sein müssen¿, erklärte
Staatsminister Robra ¿Ich bin mir sicher, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio
ihre Sparpotentiale noch nicht ausgeschöpft haben.¿
Presseberichten zufolge habe die BBC im Geschäftsjahr
2010/2011 Einsparungen in Höhe von ca. 494 Millionen Euro vorgenommen. Für den
Zeitraum von 2008 bis 2013 seien Kosteneinsparungen in Höhe von etwa 2,3
Milliarden Euro geplant. Besonders werde demnach in den Bereichen Produktion,
Erwerb von Lizenzen und Personal gespart. Soweit es um die Personalkosten geht,
habe die BBC deutliche Gehaltseinschnitte für ihr Führungspersonal angekündigt.
Ein neues Sparprogramm sehe vor, dass die Zahl der Führungskräfte mit
Spitzengehältern bis Ende 2015 von derzeit rund 540 auf 220 sinken solle. Die
Gehälter von Führungspersonal würden auf mindestens zwei Jahre eingefroren,
Bonuszahlungen würden vorerst abgeschafft. Allein bis Ende des Jahres 2011
sollen die Gesamtgehälter gegenüber August 2009 um 25 % gesenkt werden.
Um mit den Worten des Vorsitzenden des BBC Trusts, Chris
Patten, zu sprechen, könnten die öffentlich-rechtlichen Rundfunkveranstalter in
Großbritannien trotz der Kosteneinsparungen auch weiterhin ¿als Leuchttürme für
Qualität und Maßstäbe fungieren¿. Die öffentlich-rechtlichen
Rundfunkveranstalter in Deutschland hätten es, so Staatsminister Robra, ¿ebenso
in der Hand, durch die Schaffung eigener kreativer Sparkonzepte positive Zeichen
für die künftige Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu setzen¿.
Impressum:
Staatskanzlei des Landes
Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
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staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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