Bauminister Webel: ?Barcelona FAD
Award? für Internationale Bauausstellung in Sachsen-Anhalt
27.07.2011, Magdeburg – 67
- Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr
Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.:
067/11
Ministerium für Landesentwicklung
und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 067/11
Magdeburg, den 13. Juli 2011
Bauminister Webel: ¿Barcelona FAD
Award¿ für Internationale Bauausstellung in Sachsen-Anhalt
Gestern Abend ist im
spanischen Barcelona der FAD Award* für die im vorigen Jahr zu Ende gegangene Internationale
Bauausstellung (IBA) ¿Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010¿ verliehen worden. ¿Die
IBA 2010 hat Spuren hinterlassen, die auch international zu wertvollen Impulsen
für die Stadtplanung im Zeichen des demografischen Wandels geworden sind¿,
sagte Sachsen-Anhalts Bauminister Thomas Webel im Rathaus von Barcelona, wo er
die Auszeichnung aus den Händen des FAD-Vorsitzenden Miquel Espinet und des Bürgermeisters
Xavier Trias entgegen genommen hat. Eine international besetzte Expertenjury hatte
zuvor die IBA unter 28 hochkarätigen Mitbewerbern für den Preis ausgewählt. Darunter
waren so ambitionierte Projekte wie ¿The High Line Park¿ (New York, USA)1,
¿Favela Painting¿ (Rio de Janeiro, Brasilien)2 und ¿Revitalisierung des historischen Zentrums¿
(Camayagua, Honduras).
Ausschlaggebend für die
Preisvergabe an die IBA in Sachsen-Anhalt war u.a. die neue Art und Weise des
Umgangs mit dem demografischen Wandel. Hervorgehoben wurde auch die Vielzahl
individueller Themen, mit denen die beteiligten 19 Städte eigene Strategien für
ihre künftige Entwicklung erarbeitet haben.
Der Preis fordere dazu auf,
den eingeschlagenen Weg fortzuführen, sagte Webel. ¿Die IBA hat in den
beteiligten Städten spürbare Veränderungen bewirkt und sehr zur positiven
Außenwirkung des Landes beigetragen¿, fügte er hinzu. Sachsen-Anhalt habe als
erste Region und mit viel bürgerschaftlichem Engagement die Probleme des
demografischen Wandels, die es auch in anderen Teilen Europas und weltweit
gebe, offensiv angepackt und dabei Lösungsansätze entwickelt, die
verallgemeinert werden können.
Nach Ansicht des
Geschäftsführers der Sachsen-Anhaltinischen Landesentwicklungsgesellschaft
(SALEG), Rüdiger Schulz, hat die Internationale Bauausstellung dazu geführt,
dass sich die Menschen wieder für die Entwicklung ihrer Stadt interessieren.
¿Entscheidend für den Erfolg ist es dabei, die Menschen von Beginn an
einzubeziehen, ihre Kreativität zu fordern und so bürgerschaftliches Engagement
zu fördern¿, sagte er. ¿In
Sachsen-Anhalt ist es mit der IBA gelungen, statt einer Ablehnungsbeteiligung
eine Gestaltungsbeteiligung der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes zu
organisieren¿, hob Schulz hervor.
¿Nicht nur in Deutschland,
sondern weit darüber hinaus hat das Publikum registriert, dass Sachsen-Anhalt
die Herausforderungen des demografischen Wandels offensiv anpackt¿, sagte der
ehemalige der Bauhausdirektor und Initiator der IBA, Prof. Omar Akbar. Dafür
spreche auch das rege Interesse an den Präsentationen auf der Expo in Shanghai
(China) oder bei der Architekturbiennale in Venedig (Italien) im vergangenen
Jahr.
Die Saleg und die Stiftung
Bauhaus Dessau wurden im Jahr 2002 vom Land Sachsen-Anhalt beauftragt, die
erstmals ein ganzes Bundesland umfassende Internationale Bauausstellung
¿Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010¿ auszurichten. Die IBA wurde initiiert, um auf
die drängenden Fragen von demografischem Wandel und dessen unübersehbaren
Auswirkungen auf die Städte in einem Zeitraum von acht Jahren zukunftsweisende
Antworten und innovative Lösungsvorschläge zu finden.
Für die Durchführung der
Internationalen Bauausstellung hatte das Land kein separates Förderprogramm
aufgelegt. Stattdessen sind bestehende Fördermöglichkeiten ressortübergreifend
miteinander verknüpft worden. Von den insgesamt rund 207 Millionen Euro, die
seit 2002 im Zusammenhang mit der IBA investiert worden sind, kamen rund 122
Millionen Euro aus Mitteln des Programms ¿Stadtumbau Ost¿ und 19,4 Millionen
Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Weitere rund
40,6 Millionen Euro wurden von den 19 beteiligten Städten, rund 25 Millionen
Euro von privaten Investoren bereitgestellt.
* Fostering Arts and
Design ¿ eine traditionsreiche Organisation, die sich für die Förderung der
Künste und der Architektur engagiert
Weitere
Informationen im Internet:
1 http://www.stern.de/reise/fernreisen/high-line-park-in-new-york-manhattans-sonnenbank-auf-stelzen-704110.html
2 [1][1]http://latina-press.com/news/29582-favela-painting-in-rio-de-janeiro/
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Turmschanzenstraße 30
39114 Magdeburg
Tel: (0391) 567-7504
Fax: (0391) 567-7509
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presse@mlv.sachsen-anhalt.de
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