Ministerpräsident Haseloff und
Bauminister Webel richten neuen Fonds ein: Sicherung der Wohnungsbauförderung
in Sachsen-Anhalt auf Dauer
19.07.2011, Magdeburg – 381
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 381/11
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 381/11
Magdeburg, den 19. Juli 2011
Ministerpräsident Haseloff und
Bauminister Webel richten neuen Fonds ein: Sicherung der Wohnungsbauförderung
in Sachsen-Anhalt auf Dauer
Sachsen-Anhalts Landesregierung richtet die
Wohnungsbauförderung neu aus. Nach Auskunft von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff
soll dazu ein spezieller Fonds gebildet werden, aus dem zinsgünstige Darlehen
und andere Förderinstrumente für den Wohnungsbau vergeben werden sollen. Über
Einnahmen aus Zins- und Tilgungsleistungen wird dann ein Kreislauf geschaffen,
der diesen Fonds immer wieder auffüllt (¿Revolvierender Fonds¿). Im Gegensatz
zur bisherigen Praxis würden die Einnahmen also zweckgebunden sein und nicht
dem Gesamthaushalt zufließen.
¿Vor dem Hintergrund knapper werdender Mittel entwickeln
wir neue Konzepte, um öffentliche Gelder noch differenzierter, noch effektiver
und mit nachhaltiger Wirkung einzusetzen¿, sagte Haseloff heute in Magdeburg
nach der Kabinettssitzung, in der Bauminister Thomas Webel das Vorhaben
erläutert hatte. Der Ministerpräsident bezeichnete die Neuausrichtung der
Wohnungsbauförderung als ¿ein ganz praktisches Beispiel dafür, dass wir auf
vorhandene Sparzwänge anstatt mit pauschalen Streichlisten vor allem mit
kreativen Lösungen reagieren.¿
Nach Angaben von Bauminister Webel kann der Landeshaushalt
mit der Einführung eines revolvierenden Fonds spürbar entlastet werden. Bislang
hat das Land für die Förderung des Wohnungsbaus jährlich rund 23,9 Millionen
Euro bereitgestellt. Der revolvierende Fonds wird nach seiner Einrichtung keine
Mittel mehr aus dem Landeshaushalt binden. ¿Mindestens genauso wichtig ist
jedoch der Effekt, dass wir die Wohnungsbauförderung langfristig sichern¿,
betonte er mit Blick auf die Auswirkungen des demografischen Wandels.
Seniorengerechtes, barrierefreies und generationsübergreifendes Wohnen gewinne
schon heute zunehmend an Bedeutung, stellte Webel fest.
Der Minister verwies in diesem Zusammenhang zugleich auf
die positive Wirkung von Förderung für die einheimischen Unternehmen und die Beschäftigungssituation
vor Ort: ¿Bei der Städtebauförderung zum Beispiel aktivieren wir im Schnitt mit
nur einem Förder-Euro acht Euro an Investitionen, die sich in Aufträgen für
regional ansässige Firmen niederschlagen. Dadurch kommen Menschen in Arbeit und
die Kommunen wiederum können über die Einkommens- und die Gewerbesteuer
dringend benötigte Einnahmen erzielen.¿
Die Schaffung eines revolvierenden Fonds für die
Wohnungsbauförderung kann nach Ansicht von Bauminister Webel auch als Modell
für die Gestaltung künftiger Programme im Bereich der Wohnungsbaupolitik des
Landes dienen. In gleicher Weise könnten so zum Beispiel die Eigentumsbildung,
die weitere energetische Aufwertung des Wohnungsbestands und dessen Anpassung
an altersgerechte Standards finanziell unterstützt werden.
Impressum:
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Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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