Keine konkreten Pläne zum
Klinikverkauf / Ministerpräsident Haseloff: ?Sorgfalt geht vor Schnelligkeit?
15.06.2011, Magdeburg – 319
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 319/11
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 319/11
Magdeburg, den 15. Juni 2011
Keine konkreten Pläne zum
Klinikverkauf / Ministerpräsident Haseloff: ¿Sorgfalt geht vor Schnelligkeit¿
In der Öffentlichkeit ist durch Medienberichte eine
lebhafte Diskussion über die Zukunft der Universitätskliniken im Lande in Gang
gesetzt worden. Dabei ist der Eindruck entstanden, die Landesregierung arbeite
konkret an Plänen, die Universitätskliniken in Halle und Magdeburg durch
Verkauf zu privatisieren.
Diese Annahme trifft nicht den Sachverhalt. Finanzminister
Jens Bullerjahn hat in der vergangenen Kabinettssitzung erste Vorstellungen zur
Aufstellung von Eckdaten für den neuen Haushalt eingebracht. An dieser Sitzung
nahmen auch die SPD-Fraktionsvorsitzende Katrin Budde und der
CDU-Fraktionsvorsitzende André Schröder teil.
Ziel der Landesregierung bleibt es, von 2012 an ohne
Neuverschuldung auszukommen. In den Erläuterungen zu seinem ersten Entwurf
machte der Finanzminister klar, dass deshalb alle Ministerien alle Positionen
auf den Prüfstand stellen müssen. In diesem Zusammenhang wurde neben anderen
Bereichen auch die Zukunft der Kliniken angesichts künftigen
Investitionsbedarfs angesprochen. Das Kabinett befindet sich im Prozess der
Meinungsbildung. Am kommenden Dienstag steht die Diskussion von Eckdaten
erstmals auf der Tagesordnung der Kabinettssitzung. Von einer Planung, die Kliniken
an Investoren zu verkaufen, kann keine Rede sein. Es sind auch andere Lösungen
vorstellbar. Wichtig ist, dass langfristig tragfähige Lösungen gefunden werden.
Ministerpräsident
Dr. Reiner Haseloff stellt nochmals ausdrücklich fest, dass alle Entscheidungen
einzig und allein auf der Grundlage des Koalitionsvertrages zu fällen sind. Im
Koalitionsvertrag heißt es: ¿Es besteht die Absicht, beide Klinika mit
unterschiedlicher Ausrichtung als Zentren medizinischer Forschung und
Krankenversorgung zu erhalten. Dabei werden jedoch alle Möglichkeiten
sinnvoller Kooperation auszuschöpfen und die Empfehlungen des Wissenschaftsrats
zu berücksichtigen sein.
Die
Koalitionspartner sehen die Notwendigkeit, das Hochschulmedizingesetz (HMG LSA)
auf der Grundlage des Evaluationsberichtes des Wissenschaftsrates und der
Rechtsprechung in dieser Legislaturperiode einer Revision zu unterziehen und zu
novellieren.¿
Haseloff
ergänzte, er werde sich durch Medienberichte nicht unter Druck setzen lassen
und den Meinungsbildungsprozess in Ruhe führen. ¿Sorgfalt geht vor
Schnelligkeit.¿
Impressum:
Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
Impressum:
Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de






