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Deutsches Zentrum für
Neurodegenerative Erkrankungen erhält in Magdeburg hochmodernes Forschungslabor

08.06.2011, Magdeburg – 304

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 304/11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 304/11

 

 

 

Magdeburg, den 8. Juni 2011

 

 

 

Deutsches Zentrum für

Neurodegenerative Erkrankungen erhält in Magdeburg hochmodernes Forschungslabor

 

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen

(DZNE) am Standort Magdeburg erhält ein neues Forschungslabor auf dem Campus

der medizinischen Fakultät der Universität Magdeburg. Die Grundsteinlegung

erfolgte heute durch Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Prof. Emrah Düzel

und Prof. Hans-Jochen Heinze, Standortsprecher und stellvertretender

Standortsprecher des DZNE Magdeburg und Prof. Klaus Erich Pollmann, Rektor der

Otto-von Guericke-Universität Magdeburg.

 

"Mit dem Neubau für das DZNE Magdeburg wird einem

Forschungsprojekt von zentraler gesellschaftlicher Bedeutung Raum geschaffen.

Neurodegenerative Erkrankungen stellen in einer alternden Gesellschaft eine

große Herausforderung dar. Die Wissenschaftler des DZNE leisten einen wichtigen

Beitrag, diesen Herausforderungen zu begegnen. Das neue Labor ist zugleich eine

weitere Stärkung der exzellenten neurologischen Forschung am Standort

Magdeburg", so Haseloff. Für den Neubau stellt das Land Sachsen-Anhalt 23

Millionen Euro bereit. Voraussichtlich sechs Professuren mit dem zugehörigen

wissenschaftlichen und technischen Personal erhalten auf 4.000 Quadratmetern

Nutzfläche optimale Arbeitsbedingungen, um an neuen Diagnose- und

Therapiemöglichkeiten für neurodegenerative Erkrankungen zu forschen. Bis zur

Fertigstellung des Neubaus arbeiten die Mitarbeiter in z. T. angemieteten

Räumlichkeiten, die vom Universitätsklinikum und dem Leibniz-Institut für

Neurobiologie mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt zur Verfügung

gestellt wurden. ¿Für die Universität Magdeburg ist das DZNE ein großer Zugewinn

und wir freuen uns, dass wir mit dem Neubau auf dem Campus der Universität die

gute Zusammenarbeit fortsetzen und noch ausbauen können", sagte Prof.

Klaus Erich Pollmann.

 

Das Hauptmerkmal der Alzheimer-Krankheit ist ein Verlust

des Gedächtnisses. "Am DZNE Standort Magdeburg werden Behandlungsmethoden

entwickelt, die kompensatorische Mechanismen im Gehirn aktivieren und die

kognitiven Fähigkeiten länger erhalten", erklärte Prof. Düzel. Das

menschliche Gehirn ist enorm flexibel, ständig werden neue neuronale Verbindungen

geknüpft oder gefestigt, während sich alte Verbindungen lösen - man nennt dies

Plastizität. Diese Plastizität eröffnet neue Wege der Therapie: Durch gezieltes

physisches und mentales Training können kognitive Leistungen verbessert und

trotz Verlust von Nervenzellen stabilisiert werden.

 

In großen Studien entwickeln Wissenschaftler neue Ansätze,

um die kognitiven Fähigkeiten durch mentale und physische Aktivität zu

verbessern. Mithilfe von Krankheitsmodellen sollen sogenannte Biomarker ¿ molekulare

oder zelluläre Veränderungen ¿ für die Frühdiagnostik degenerativer Demenzen

entwickelt werden, um die Effekte neuer kognitiv-physiologischer Therapien zu

überprüfen. Ein weiterer Ansatz untersucht Möglichkeiten, durch direkte

elektrische Hirnstimulation Lernen und Gedächtnis zu verbessern.

 

Das DZNE ist eine Einrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft

Deutscher Forschungszentren mit einer innovativen Struktur: An acht Standorten

kooperiert das DZNE eng mit Universitäten und Universitätskliniken, um

Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung direkt in die klinische Anwendung zu

überführen. Prof. Pierluigi Nicotera, wissenschaftlicher Vorstand und

Vorstandsvorsitzender des DZNE, verweist auf die gute Zusammenarbeit von

exzellenten Wissenschaftlern am DZNE-Standort Magdeburg, dem Leibniz-Institut

und der Universität Magdeburg: ¿Sie ist eine ideale Voraussetzung für

erfolgreiche Projekte. "

 

 

 

Ansprechpartner:

 

Pressestelle des DZNE

 

Dr. Katrin Weigmann

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V.

(DZNE)

 

Holbeinstr. 13-15

 

53175 Bonn

 

Tel: 0228 43302 263

 

Mobil: 0173 5471350

 

katrin.weigmann@dzne.de

 

 

 

 

Pressestelle der Otto-von-Guericke-Universität

 

KatharinaVorwerk,

M.A.

 

Leiterin

Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit/Pressesprecherin

 

Otto-von-Guericke-Universität

Magdeburg (OVGU)

 

Tel.:

0391 67 18751

 

Mobil:

0160 9037 0087

 

Fax: 0391

67 11153

 

katharina.vorwerk@ovgu.de

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei des Landes

Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Hegelstraße 42

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail:

staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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Hegelstraße 42

39104 Magdeburg

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Fax: (0391) 567-6667

Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de