Sonder-Ministerpräsidentenkonferenz
in Berlin /
Regierungschefs verständigen sich überEnergiepolitik
03.06.2011, Magdeburg – 302
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 302/11
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 302/11
Magdeburg, den 3. Juni 2011
Sonder-Ministerpräsidentenkonferenz
in Berlin /
Regierungschefs verständigen sich überEnergiepolitik
Auf ihrer Sonderkonferenz in der
sachsen-anhaltischen Landesvertretung in Berlin haben sich die Regierungschefinnen
und ¿chefs der deutschen Bundesländer grundsätzlich über die Gestaltung der
energiepolitischen Neuausrichtung in Deutschland verständigt. Es bestand
Einigkeit darüber, dass der Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie bis zum
Jahr 2022 zügig und zugleich verantwortungsbewusst gestaltet werden muss. Die
Gewährleistung einer sicheren Stromversorgung zu bezahlbaren Preisen sowohl für
Unternehmen wie Haushalte besitzt dabei oberste Priorität.
Der beschleunigte Ausbau der Nutzung Erneuerbarer
Energien wird als zentrale Säule der Energiepolitik angesehen. Die Nutzung
fossiler Energieträger wie Gas und Kohle zur Stromerzeugung wurde für die Sicherung
der Versorgung als unverzichtbar erkannt, wenn der Atomausstieg gelingen soll.
Der sachsen-anhaltische Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff erklärte dazu:
¿Auch nach Abschaltung der Atomkraftwerke muss die Grundlast der
Stromversorgung abgesichert sein. Dazu benötigen wir auf absehbare Zeit
konventionelle Energieträger wie Gas oder Braunkohle. Ziel muss es sein, hier
so effizient und umweltfreundlich wie möglich Energie zu erzeugen und zugleich die
Nutzung Regenerativer Energien voranzutreiben. Verstärkte Forschungsanstrengungen
hinsichtlich der Speicherung regenerativ erzeugter Energie sind ebenso
unverzichtbar wie ein intelligenter Netzausbau.¿
Die Regierungschefs waren sich einig, dass der
Ausbau der Stromübertragungs- und ¿verteilungsnetze sowie die Schaffung
adäquater Speichersysteme mit hoher Priorität erfolgen muss. Bei den
entstehenden Netzkosten darf es keine überhöhten Belastungen für bestimmte Regionen
geben. Die Steigerung der Energieeffizienz z. B. durch moderne Hei-zungsanlagen
oder eine energiesparende Gebäudesanierung wird als wichtiger Aspekt zur
Gestaltung der notwendigen Energiewende gesehen.
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident
Kurt Beck betonte: ¿Wir begrüßen es, dass jetzt endlich die Chance zu einem
echten und dauerhaften Energiekonsens in Deutschland besteht. Der schnellstmögliche,
unumkehrbare, geordnete und schrittweise Atomausstieg und die konsequente
Neuausrichtung der gesamten Energieversorgung und deren Strukturen auf den
schnellstmöglichen Umstieg auf Erneuerbare Energien haben für uns einen hohen
Stellenwert.
Durch verstärkte Anstrengungen zur
Energieeinsparung und die Steigerung der Energieeffizienz sowie durch eine
Kombination aus Erneuerbaren Energien und hocheffizienten Kraftwerken ¿ möglichst
in Kraft-Wärme-Kopplung ¿ müssen eine sichere Energieversorgung zu bezahlbaren
Preisen, Klimaschutz, Ressourcenschonung und die internationale
Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und der mittelständischen Wirtschaft
sichergestellt werden. Damit bieten sich neue Chancen für wirtschaftliches
Wachstum und Beschäftigung.¿
Die Ministerpräsidenten werden am Nachmittag
im Bundeskanzleramt mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zusammentreffen, um
dort die Position der Länder hinsichtlich einer zukunftsorientierten
Energiepolitik darzulegen.
Impressum:
Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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