Lebensmittelkontrollen zu EHEC im
Land intensiviert / Minister Bischoff: Noch keine Entwarnung
31.05.2011, Magdeburg – 295
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 295/11
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 295/11
Magdeburg, den 31. Mai 2011
Lebensmittelkontrollen zu EHEC im
Land intensiviert / Minister Bischoff: Noch keine Entwarnung
Im Zusammenhang mit dem
EHEC-Geschehen in Norddeutschland sind die Lebensmittelkontrollen in
Sachsen-Anhalt intensiviert worden. Bisher wurden 31 Lebensmittelproben aus dem
Groß- und Einzelhandel sowie aus Produktionsbetrieben gezielt untersucht. Dazu
zählen unter anderem Gurken, Tomaten und Salat. Darüber unterrichtete
Gesundheits- und Verbraucherschutzminister Norbert Bischoff am Dienstag das
Kabinett in Magdeburg. In den bisher überprüften Proben wurde der EHEC-Erreger
nicht nachgewiesen. Weitere 30 Proben pflanzlicher Lebensmittel befinden sich
noch in der Untersuchung.
Der Minister sagte: ¿Die Lage im
Land ist nicht besorgniserregend, aber es kann auch noch keine Entwarnung
gegeben werden. Die Kontrollen laufen weiterhin, da die Infektionsquelle noch
nicht bekannt ist.¿ Bischoff appellierte an die Verbraucherinnen und
Verbraucher sowie an Ärztinnen und Ärzte, weiter wachsam zu bleiben. Er
betonte: ¿Personen mit blutigem Durchfall sollten umgehend einen Arzt oder eine
Ärztin aufsuchen. Regelmäßiges Händewaschen und strikte Hygiene in der Küche
sind der beste Schutz vor Infektionen.¿
Epidemiologische Studien, welche
vom Robert-Koch-Institut gemeinsam mit den Hamburger Gesundheitsbehörden
durchgeführt wurden, legen die Vermutung nahe, dass frisches Gemüse, wie
Salatgurken, Tomaten oder Blattsalate als Quelle für das Infektionsgeschehen in
Frage kommen. Gestützt wird diese These durch den Nachweis von EHEC auf Salatgurken
spanischer Herkunft durch Hamburger Gesundheitsbehörden. Nach derzeitigem
Kenntnisstand ist Sachsen-Anhalt nicht von Lieferungen aus Hamburg betroffen.
In diesem Zusammenhang dankte
Bischoff den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Landesamt für
Verbraucherschutz, den Gesundheitsämtern und den Veterinär- und
Lebensmittelüberwachungsämtern in den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie
allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und zügige
Informationsübermittlung.
Aktuell sind in Sachsen-Anhalt 15
EHEC-Erkrankungen bestätigt. Davon wurden 3 Fälle als die schwerere
Verlaufsform des hämolytisch-urämischen Syndroms
(HUS) ermittelt. In 6 Fällen wurde ein Zusammenhang zum Geschehen in
Norddeutschland bekannt. 7 Patientinnen und Patienten mussten aufgrund ihres
Krankheitsbildes im Krankenhaus behandelt werden.
Zum Vergleich: Im Jahr 2010 wurden
32 EHEC-Erkrankungsfälle in Sachsen-Anhalt übermittelt. Fälle mit HUS traten
nicht auf. Vor dem Ausbruch in Norddeutschland Mitte Mai wurden seit Beginn
dieses Jahres 5 Fälle von EHEC-Erkrankungen gemeldet. EHEC tritt immer wieder
in Einzelfällen in Deutschland auf.
Das
Landesamt für Verbraucherschutz hat auf seinen Internetseiten unter www.verbraucherschutz.sachsen-anhalt.de
Informationen und aktuelle Daten für Bürger und Bürgerinnen zum EHEC-Geschehen
veröffentlicht.
Impressum:
Staatskanzlei des Landes
Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail:
staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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