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Ministerpräsident Haseloff: Die
DDR-Geschichte darf nicht verharmlost werden

27.05.2011, Magdeburg – 280

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 280/11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 280/11

 

 

 

Magdeburg, den 27. Mai 2011

 

 

 

Ministerpräsident Haseloff: Die

DDR-Geschichte darf nicht verharmlost werden

 

 

 

¿Mauer, Stacheldraht und Schießbefehl sind zwar

Vergangenheit, aber keine ungeschehene Geschichte. Die Erinnerung endet nicht

mit einer neuen Generation. Unrecht verjährt nicht. Es gibt nicht nur eine

unmittelbare, sondern auch eine abgeleitete Zeitzeugenschaft. Die Berliner

Mauer war ein Symbol des Hasses und der Abschottung. Die DDR verweigerte ihren

Bürgerinnen und Bürgern elementare Menschenrechte. In einem zusammenwachsenden

Europa ohne Grenzen kann das sehr schnell in Vergessenheit geraten. Die

Geschichte der DDR darf aber weder verdrängt noch nostalgisch verklärt werden.¿

Das sagte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff heute in Dessau-Roßlau. Dort

nahm er an der Eröffnung des 15. Bundeskongresses der Landesbeauftragten für

die Stasi-Unterlagen teil.

 

In seinem Grußwort hob der Ministerpräsident hervor: ¿Eine

freiheitliche Gesellschaft muss sich ihrer Vergangenheit vorbehaltlos stellen.

Nichts darf vergessen oder verschwiegen werden. Zur Aufrichtigkeit gehört, die

Perspektive der Opfer nicht auszublenden. Ihr Schicksal darf uns nicht

gleichgültig sein.¿ Haseloff erinnerte an die Toten an der Berliner Mauer und

der innerdeutschen Grenze.

 

Darüber hinaus wies der Regierungschef auf die Bedeutung

historischer Wissensvermittlung hin. ¿Je mehr Schülerinnen und Schüler über die

DDR wissen, umso kritischer sind deren Einstellungen gegenüber der DDR. Politische

und historische Bildung sind für unser Gemeinwesen von zentraler Bedeutung.

Aufklärung und Bildung sensibilisieren uns für die Grundwerte des

demokratischen Rechtsstaates. Dazu leistet dieser Kongress einen wichtigen Beitrag.¿

 

 

 

Hintergrund

 

Vom 27. bis 29. Mai 2011 findet in Dessau-Roßlau

der 15. Bundeskongress der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen statt.

Hauptthema der Tagung ist der ¿Lange Schatten der Mauer.¿ Neben

themenbezogenen Beiträgen stehen unter anderem auch Berichte aus den Verfolgtenverbänden

und Aufarbeitungsinitiativen sowie Diskussionen über aktuelle Probleme auf der

Tagesordnung.

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei des Landes

Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Hegelstraße 42

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail:

staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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