Haseloff und Wolff in Brüssel bei
ECRN-Präsidium und EU-Kommission
18.05.2011, Magdeburg – 266
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 266/11
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 266/11
Magdeburg, den 18. Mai 2011
Haseloff und Wolff in Brüssel bei
ECRN-Präsidium und EU-Kommission
Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff
und Wirtschaftsministerin Prof. Dr. Birgitta Wolff werden morgen,
Donnerstag, 19. Mai 2011 , an der Generalversammlung des Europäischen
Netzwerks der Chemieregionen (ECRN) in Brüssel teilnehmen. Im Rahmen ihres
Aufenthalts werden sie auch mit Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani
zusammentreffen. Der Regierungschef wird zudem mit dem für Arbeitsmarktpolitik
zuständigen Kommissar László Andor sprechen.
Auf der Generalversammlung des ECRN
wird Ministerpräsident Dr. Haseloff eine Bilanz seiner Arbeit als
ECRN-Präsident ziehen. Darüber hinaus steht die Verabschiedung eines
Positionspapiers zur künftigen Forschungs- und Innovationspolitik der EU auf
der Tagesordnung.
In dem Gespräch mit dem für Industrie
und Unternehmertum zuständigen Vizepräsidenten der Europäischen Kommission,
Antonio Tajani, wird es vor allem um die Förderung von Innovationen gehen. Die
neue Landesregierung hat sich hier zum Ziel gesetzt, die Innovationspolitik des
Landes in engem Zusammenwirken von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zu
überprüfen und weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch eine stärkere Beteiligung
an den Forschungs- und Innovationsprogrammen der EU und die Profilierung des
Innovationsstandortes Sachsen-Anhalt in Europa.
Haseloff und Wolff werden Tajani eine
vergleichende Studie über die Chemieparks in ECRN-Regionen übergeben, deren
Ergebnisse in die weiteren Überlegungen der Kommission zur Ausgestaltung der
europäischen Industriepolitik einfließen sollen. Darüber hinaus sollen Fragen
erörtert werden, wie Vorort-Erfahrungen aus der Anwendung europäischer
Rechtsvorschriften dazu genutzt werden können, die Rahmenbedingungen für
Unternehmen zu verbessern.
Mit dem EU-Kommissar für
Beschäftigung, Soziales und Integration wird der Ministerpräsident Fragen der
künftigen Ausgestaltung der europäischen Kohäsionspolitik erörtern. Hier geht
es vor allem darum, dass der Europäische Sozialfonds auch künftig Bestandteil
einer integrierten Kohäsionspolitik bleibt. Nur vor Ort entwickelte Strategien
gewährleisten, dass auch zukünftig Maßnahmen gefördert werden können, die dazu
beitragen, die Beschäftigungschancen vieler Menschen in Sachsen-Anhalt auf dem
Arbeitsmarkt zu verbessern.
Sachsen-Anhalt setzt sich zudem seit
langem dafür ein, dass die ostdeutschen Länder, die 2013 aus der höchsten
Förderkategorie der europäischen Strukturfonds herausfallen werden, angemessene
Übergangsregelungen erhalten, damit die erreichten Erfolge nicht gefährdet
werden.
Der Ministerpräsident wird mit
Kommissar Andor außerdem darüber sprechen, wie Sachsen-Anhalt als europäische
Region zur Umsetzung der Ziele der Europa 2020-Strategie beitragen kann und wie
dies mit den eigenen Zielstellungen des Landes, wie etwa in den Bereichen
Bildung und Fachkräftesicherung sowie Innovation und Beschäftigung am besten
verbunden werden kann.
Am 20. Mai 2011 stehen Gespräche von
Wirtschaftsministerin Wolff u. a. mit Mitgliedern des Kabinetts von
Verkehrskommissar Siim Kallas und mit dem für Energiefragen zuständigen
Generaldirektor Philip Lowe an.
Im Rahmen des transnationalen
Chemielogistikprojektes ¿ChemLog¿ verfolgen Regionalverwaltungen, Verbände der
Chemischen Industrie und Wissenschaftseinrichtungen aus Deutschland, Polen, der
Tschechischen Republik, der Slowakischen Republik, Ungarn und Italien gemeinsam
das Ziel, durch eine signifikante Verbesserung der logistischen Rahmenbedingungen
die Wettbewerbsfähigkeit der Chemieregionen in Mittel- und Osteuropa zu
stärken. Dieses von der Europäischen Kommission geförderte dreijährige
Kooperationsprojekt steht unter Leitung des sachsen-anhaltischen Wissenschafts-
und Wirtschaftsministeriums. Im Gespräch mit Mitgliedern des Kabinetts von
Verkehrskommissar Kallas sollen die bisherigen Projektergebnisse vorgestellt
und künftige Herausforderungen für die europäische Verkehrspolitik für Mittel-
und Osteuropa aus Sicht der chemischen Industrie erörtert werden.
Im Gespräch mit Generaldirektor Lowe sollen Fragen
der stofflichen Nutzung der Braunkohle ebenso angesprochen werden wie das Thema
Netzausbau vor dem Hintergrund der in Sachsen-Anhalt vorhandenen großen
Kapazitäten im Bereich der regenerativen Energien.
Hintergrund:
Als Netzwerk von 21 Regionen aus 10
EU-Mitgliedstaaten deckt das ECRN wesentliche Teile der Chemielandkarte in
Europa ab. In den vertretenen Regionen von Estland bis nach Spanien spielt die
chemische Industrie eine strukturbestimmende Rolle; rund eine Million Menschen
sind in diesem Industriezweig beschäftigt. In den vergangenen Jahren hat sich
das ECRN aktiv in die Debatte zu verschiedenen relevanten Themen auf EU-Ebene
eingebracht und war als erstes regionales Netzwerk Mitglied in einer
hochrangigen Expertengruppe für einen Industriezweig auf europäischer Ebene.
Zahlreiche gemeinsame Positionspapiere zur europäischen Chemikalienpolitik, zu
Emissionshandel, Klimaschutz, Innovation, Energiepolitik, Regionalentwicklung
und Forschungspolitik wurden in den vergangenen Jahren abgestimmt und an
wesentliche Entscheidungsträger verbreitet. Von dieser Interessenvertretung
sowie dem Erfahrungsaustausch innerhalb der einzelnen Regionen profitiert
natürlich auch die chemische Industrie in Sachsen-Anhalt. Weitere Informationen
sind unter www.ecrn.net
zu finden.
Impressum:
Staatskanzlei des Landes
Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail:
staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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