Sorge um die Zukunft der
Agrarstruktur
Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt wollen BVVG-Flächen kaufen und selbst
vermarkten
01.04.2011, Magdeburg – 53
- Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:
053/11
Ministerium für Landwirtschaft und
Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 053/11
Magdeburg, den 1. April 2011
Sorge um die Zukunft der
Agrarstruktur
Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt wollen BVVG-Flächen kaufen und selbst
vermarkten
Magdeburg/Schwerin. Am Rande der Agrarministerkonferenz in Jena haben
die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ihr Interesse zum
Kauf von Flächen von der BVVG gegenüber dem Bundesfinanzministerium bekundet.
Mit
einem an Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble gerichteten Schreiben
bekräftigen die Agrarminister Dr. Till Backhaus
(Mecklenburg-Vorpommern) und Dr. Hermann
Onko Aeikens (Sachsen-Anhalt) ihr Interesse an der Übernahme der in ihren
Ländern gelegenen BVVG-Flächen. Das
Kaufinteresse wird von der Sorge getragen, dass sich durch die Fortsetzung der BVVG-Privatisierung in der
gegenwärtigen Form schwerwiegende agrarstrukturelle Brüche in den neuen Ländern
ergeben. Der Kauf landwirtschaftlicher Flächen auf der Basis von
Vergleichspreisen aus BVVG-Ausschreibungen beansprucht
die Liquidität der landwirtschaftlichen
Unternehmen übermäßig. Deren Leistungsfähigkeit wird dabei überschritten und
der teure Kauf landwirtschaftlicher Flächen geht zu Lasten
beschäftigungswirksamer Investitionen. Für eine Übernahme durch die Bundesländer spricht deren Kompetenz und
Verantwortung für die nachhaltige Entwicklung
des ländlichen Raums. Die beiden Agrarminister geben zu bedenken, dass es aus
finanzpolitischer Sicht nicht sinnvoll ist, sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene Einrichtungen zu
unterhalten, die sich mit der Verwaltung und Verwertung landwirtschaftlicher
Liegenschaften beschäftigen.
Nach der Übernahme der landwirtschaftlichen
BVVG-Flächen wollen die Länder die Privatisierung zeitlich gestreckt selbst
durchführen. Der Blick soll auf die
Sicherung und Schaffung von Beschäftigung im ländlichen Raum ausgerichtet sein
und nicht allein auf Höchstpreisgebote. Schon der Vergangenheit haben Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt
ihr Interesse zur Übernahme der Flächen gegenüber dem Bundesfinanzministerium
bekundet.
In
beiden Bundesländern gibt es rund 200.000 Hektar landwirtschaftlicher Flächen,
die von der BVVG verwaltet werden.
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