Hövelmann: Demokratische Kräfte
können sich jetzt nicht zurücklehnen ? Innenminister sieht Bekämpfung des
Rechtsextremismus als Schwerpunktaufgabe auch in der nächsten Wahlperiode
23.03.2011, Magdeburg – 49
- Ministerium für Inneres und Sport
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 049/11
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 049/11
Magdeburg, den 23. März 2011
Hövelmann: Demokratische Kräfte
können sich jetzt nicht zurücklehnen ¿ Innenminister sieht Bekämpfung des
Rechtsextremismus als Schwerpunktaufgabe auch in der nächsten Wahlperiode
¿Dass die rechtsextreme NPD bei der Landtagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde
gescheitert ist, ist ein großer Erfolg für die demokratischen Initiativen und
Bündnisse im ganzen Land. Die demokratischen Kräfte werden sich jetzt
allerdings nicht zurücklehnen können ¿ 4,6 Prozent Zweitstimmen für die NPD
sind kein Anlass zur Entwarnung.¿ Das erklärte Innenminister Holger Hövelmann
(SPD) am heutigen Mittwoch in Magdeburg im Rahmen einer Schulungsveranstaltung
der Friedrich-Ebert-Stiftung und des Netzwerks für Demokratie und Courage unter
dem Motto ¿Ja, ich will! ... etwas gegen Intoleranz, Gewalt und Rassismus tun¿.
Hövelmann unterstrich, das Scheitern der NPD sei eine Ermutigung für alle, die
sich gegen Rechtsextremismus und Rassismus engagieren, auch weit über
Sachsen-Anhalt hinaus. ¿Am Sonntag ist deutlich geworden, dass Wahlerfolge von
Neonazis nicht unaufhaltsam sind. Die Sachsen-Anhalter haben ein Stoppzeichen
gesetzt¿, sagte der Minister.
Die Bekämpfung des Rechtsextremismus werde aber auch in der nächsten
Wahlperiode ein Schwerpunkt bleiben müssen, bekräftigte Hövelmann: ¿Der Wahlkampf
und das Wahlergebnis haben deutlich gemacht, dass es Regionen und
Bevölkerungsgruppen gibt, die von den demokratischen Parteien kaum erreicht
werden. Alle, die in der demokratischen Gesellschaft Verantwortung tragen,
müssen ein gemeinsames Interesse daran haben, dass wir diesen Zustand
überwinden.¿
Als Aufgaben der Politik nannte der Innenminister insbesondere die
Unterstützung von demokratischen Initiativen und Projekten sowie einen
weiterhin hohen Verfolgungsdruck gegenüber rechtsextremer Kriminalität. ¿Und
wir brauchen endlich einen neuen Anlauf für ein Verbot der NPD. Neues,
belastendes Material liegt auf dem Tisch. Was jetzt noch fehlt, ist die
Entschlossenheit, Ernst zu machen mit dem Auftrag des Grundgesetzes,
verfassungsfeindliche Parteien zu verbieten¿, so Hövelmann.
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