Innenminister und Vorsitzende
stellen Bericht der Härtefallkommission für 2010 vor ? Positive Entscheidungen
kommen vor allem Familien aus dem Kosovo zugute
11.03.2011, Magdeburg – 43
- Ministerium für Inneres und Sport
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 043/11
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 043/11
Magdeburg, den 11. März 2011
Innenminister und Vorsitzende
stellen Bericht der Härtefallkommission für 2010 vor ¿ Positive Entscheidungen
kommen vor allem Familien aus dem Kosovo zugute
Innenminister Holger Hövelmann (SPD) und die Vorsitzende der
Härtefallkommission, Monika Schwenke, stellten am heutigen Freitag in Magdeburg
den Tätigkeitsbericht der Kommission für das Jahr 2010 vor. ¿Das Recht, auch
das Ausländerrecht, trifft nicht für alle Lebenslagen Vorsorge. Damit die
Anwendung des Rechts nicht zu humanitären Härten führt, brauchen wir eine
Institution wie die Härtefallkommission. Ihre Vorschläge sind oft die letzte
Möglichkeit, eine unzumutbare Härte für Flüchtlinge abzuwenden. Für die
Erfüllung dieser Aufgabe bin ich den Mitgliedern sehr dankbar¿, erklärte
Hövelmann.
Wie Schwenke erläuterte, wurden 2010 von den Mitgliedern der Kommission 18
Härtefallanträge eingebracht, zudem lagen zwei Anträge aus den Vorjahren vor.
Die weitaus meisten Neuanträge (acht) bezogen sich auf Personen aus dem Kosovo,
je zwei Fälle betrafen die Herkunftsländer Irak, Serbien und Vietnam und je ein
Fall Armenien, Nepal, Niger und Russland. Von diesen insgesamt 20 Anträgen
wurde über zehn Fälle entschieden, davon neunmal positiv und einmal negativ.
Drei Fälle werden 2011 noch weiter beraten, sieben Anträge wurden aus
verschiedenen Gründen zurückgezogen, zum Beispiel wenn eine andere aufenthaltsrechtliche
Lösung für die Betroffenen gefunden wurde.
¿Jeder Fall ist individuell, komplex und verlangt vom antragstellenden Mitglied
umfangreiche Recherchearbeiten und Empathie für die prekären Lebenslagen der
Flüchtlinge. Vielen Menschen konnte bisher auf diesem Weg eine Basis für eine
friedvolle und damit positive Zukunft gegeben werden. Humanität sollte für
unsere Gesellschaft nicht nur auf dem Papier stehen und ein Lippenbekenntnis
sein. Die Kommission leistet einen Beitrag zu gelebter Humanität. Auch wenn
nicht jeder Fall zu einem Bleiberecht führt¿, so Schwenke.
Allen neun von der Kommission im Jahr 2010 beschlossenen Härtefallersuchen
wurde vom Innenminister entsprochen, der jeweils die Erteilung einer
Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen anordnete. Hövelmann: ¿Die
Ersuchen der Härtefallkommission sind durchweg so solide begründet, dass alle
Voraussetzungen für eine positive Entscheidung gegeben sind. Ich hoffe auf eine
dauerhafte und gute Lebensperspektive in Deutschland für alle, denen diese
Entscheidungen zugute kommen.¿
Von den positiven Entscheidungen sind schwerpunktmäßig Familien aus dem Kosovo
betroffen. Diese sechs Fälle betreffen insgesamt 26 Personen, davon 16
Minderjährige. Eine Entscheidung betrifft sieben Personen aus dem Irak, davon
zwei Minderjährige, und je eine Entscheidung eine Person aus Nepal und Vietnam.
Hauptgrund für die Anrufung der Kommission war der durch den langjährigen
Aufenthalt erreichte hohe Grad der Integration. Fast zwei Drittel der Anträge
bezogen sich auf Familien. Bei ihnen war insbesondere die Situation der in
Deutschland geborenen oder in jungen Jahren eingereisten Kinder, die ihre
prägenden Kindheits- und Jugendjahre in Deutschland verbrachten, zu
berücksichtigen. Weitere Gründe waren schwerwiegende Erkrankungen und eine
schwierige Situation nach der Rückkehr ins Heimatland.
Die Härtefallkommission wurde erstmals 2005 berufen. Ihr gehören derzeit an:
Christiane von Wagner für den Landkreistag, Wolfgang Horn für den Städte- und
Gemeindebund, Werner Täger für die Liga der Freien Wohlfahrtspflege, Antje
Arndt für den Flüchtlingsrat, Monika Schwenke für die Katholische Kirche,
Propst i. R. Matthias Sens für die Evangelischen Kirchen, Susi Möbbeck für das
Sozialministerium und Christa Dieckmann für das Innenministerium. Die Amtszeit
der derzeitigen Kommissionsmitglieder endet am 27. April 2011.
Impressum:
Verantwortlich: Martin
Krems
Pressestelle
Halberstädter Straße 2 / Am Platz des 17. Juni
39112 Magdeburg
Tel: (0391) 567-5504/-5516/-5517
Fax: (0391) 567-5520
Mail:
Pressestelle@mi.sachsen-anhalt.de
Impressum:Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-AnhaltVerantwortlich:Danilo WeiserPressesprecherHalberstädter Straße 2 / am "Platz des 17. Juni"39112 MagdeburgTel: (0391) 567-5504/-5514/-5516/-5517/-5377Fax: (0391) 567-5520Mail: Pressestelle@mi.sachsen-anhalt.de






