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Sachsen-Anhalt übernimmt
Grüne-Band-Flächen vom Bund

04.02.2011, Magdeburg – 12

  • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:

012/11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 012/11

 

 

 

Magdeburg, den 28. Januar 2011

 

 

 

Sachsen-Anhalt übernimmt

Grüne-Band-Flächen vom Bund

 

 

 

 

 

Magdeburg. Ein wichtiger Tag für den Naturschutz in

Sachsen-Anhalt: Das Land hat am Freitag vom Bund die Flächen des Grünen Bandes und einen Flächenkomplex des Nationalen Naturerbes übernommen. Entsprechende Verträge unterzeichneten in Magdeburg Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens, Ursula

Heinen-Esser, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium und

Dr. Jürgen Gehb, Vorstandssprecher der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

(BImA).

 

Es

handelt sich um rund 1.700 Hektar des Grünen Bandes und um einen im

Nationalpark Harz gelegenen Flächenkomplex des Nationalen Naturerbes mit einer

Größe von rund 1800 Hektar. Beide Flächenkomplexe standen bisher im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

 

Aeikens

sagte anlässlich der Unterzeichnung: ¿Es gibt Denkmale aus Eisen und Stein -

und es gibt das Grüne Band, eine lebendige Erinnerung an die deutsche Teilung. Was früher ein Symbol der Trennung war, steht nun für Verbindung. Wo vor über

20 Jahren Stacheldraht und Minengürtel trennte, schaffen heute ökologisch

wertvolle Naturräume den größten deutschen Biotopverbund.¿

 

Die

Verhandlungen zwischen Bund und Land seien zwar langwierig, unter dem Strich

aber für alle Beteiligten erfolgreich gewesen, so Aeikens.

 

Im

Nationalpark Harz übernimmt das Land die Liegenschaft Zinne-Eckerkrug. Die

Waldfläche wird bereits seit 1994 vom Land bewirtschaftet.

 

Die

Flächen des Grünen Bandes verwaltet künftig die Stiftung ¿Umwelt, Natur- und

Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt¿ (SUNK). Ein entsprechender Vertrag wurde

ebenfalls am Freitag von Minister Aeikens und SUNK- Vorstandsvorsitzenden Peter

Oleikiewitz unterzeichnet. Die SUNK soll das Management der Flächen unter 

naturschutzfachlichen Gesichtspunkten ausrichten. ¿Damit können wir sicher

stellen, dass die wertvollen Naturschutzflächen auch für spätere Generationen

erhalten bleiben¿, so Aeikens. 

 

Hintergrund:

Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung einigten sich Union und SPD im Jahr

2005 auf unentgeltliche Übertragung der Flächen des Nationalen Naturerbes (NNE)

an die Bundesländer. Teil des NNE sind auch die Flächen des Grünen Bandes, die

zwischen der ehemaligen innerdeutschen Grenze und dem östlichen Rand des

Kolonnenweges liegen. Der Geländestreifen ist insgesamt rund 1.400 Kilometer

lang. 85 Prozent des Grünen Bandes gelten als nicht bzw. wenig beeinträchtigt,

20 Prozent der Flächen sind Naturschutzgebiet.

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Ministerium

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