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Antibiotikum in Futtermittel
gefunden

17.01.2011, Magdeburg – 6

  • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:

006/11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 006/11

 

 

 

Magdeburg, den 17. Januar 2011

 

 

 

Antibiotikum in Futtermittel

gefunden

 

 

 

Magdeburg . In Sachsen-Anhalt ist bei Kontrollen mit einem

verbotenen Antibiotikum verunreinigtes Tierfutter gefunden worden. Bei dem Antibiotikum handelt es sich um Chloramphenicol (CAP), dessen Anwendung bei

Nutztieren EU-weit seit 1994 untersagt ist. Ein Risiko für Menschen kann auf

Grund des geringen Gehaltes an Chloramphenicol in der Futtermittelvormischung

als ausgeschlossen gelten.

 

Mit

Datum vom 13.01.2011 wurde das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

darüber informiert, dass im Rahmen der amtlichen Überwachung in einem Mischfuttermittel

für Rinder Schweine und Geflügel CAP in einer Höhe von 32µg (Mikrogramm) pro kg

Vitaminmischung nachgewiesen wurde. Es handelte sich um eine planmäßig entnommene

Probe zur Untersuchung auf Antibiotika bzw. nicht erlaubte Leistungsförderer.

 

Bei

dem Mischfuttermittel handelt es sich um eine Mineralstoff- und

Vitaminmischung, die von einem Futtermittelhersteller im Bördekreis hergestellt und der Fertigration der Nutztiere zugefügt wurde. Dabei wurden 22 kg der belasteten Vitaminmischung in 55 Tonnen Fertigfutter eingemischt.

 

CAP

ist als Arzneimittel den Antibiotika zuzuordnen und ist aufgrund aufgetretener

Resistenzen und des Rückstandverhaltens im Lebensmittel in der Anwendung und Verfütterung an Nutztiere verboten. Es wurde unverzüglich eine amtliche

Kontrolle  beim Futtermittelhersteller im Bördekreis  eingeleitet, und noch am

14.01. 2011 ein Rückruf aller ausgelieferten Futtermittel durch das Unternehmen

veranlasst. Ausgeliefert wurden die 55 Tonnen des Futtermittels an 23 Landwirte

(22 Rinderhalter und ein Schweinehalter in den Landkreisen Salzwedel, Stendal, Wittenberg, Harz, Jerichower Land, Bördekreis und Saalekreis)) in Sachsen-Anhalt

sowie an je ein Unternehmen in Brandenburg und Sachsen.

 

Die

Rückverfolgung der Lieferwege des Futtermittels ergab, dass die für

Futtermittel bestimmte Vitaminvormischung durch ein Unternehmen in Niedersachsen aus China bezogen wurde. Dieser Vorgang zeigt einmal mehr, dass der Vorschlag von Bundesverbraucherministerin Aigner, in der Futtermittelindustrie verwendete Grundstoffe vor ihrer Verwendung grundsätzlich auf Schadstoffe analysieren zu lassen,

unverzüglich umgesetzt werden muss.

 

Alle

betroffenen Unternehmen sind durch den Futtermittelhersteller über den Rückruf informiert, der auch behördlich überwacht wird. Das Unternehmen bemüht sich, den Rückruf des kontaminierten Futtermittels bis zum 19.01. 2011 abzuschließen. Derzeit werden zwei Rückstellproben des Unternehmens analysiert.

 

Zur

lebensmittelrechtlichen Bewertung wird das MLU alle erforderlichen Daten dem für Verbraucherschutz zuständigem Sozialministerium übergeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Ministerium für Landwirtschaft und

Umwelt

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Olvenstedter Straße 4

39108 Magdeburg

Tel: (0391) 567-1950

Fax: (0391) 567-1964

Mail: pr@mlu.lsa-net.de

 

 

 

 

 

 

 

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