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Siebter Frauenförderbericht
vorgestellt / Minister
Bischoff: Chancengerechtigkeit von Mann und Frau ist kein Selbstläufer

14.12.2010, Magdeburg – 741

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 741/10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 741/10

 

 

 

Magdeburg, den 14. Dezember 2010

 

 

 

Siebter Frauenförderbericht

vorgestellt / Minister

Bischoff: Chancengerechtigkeit von Mann und Frau ist kein Selbstläufer

 

 

 

Frauen im öffentlichen Dienst bekleiden zunehmend auch

höhere Dienstposten, in den obersten Chefetagen sind sie jedoch nach wie vor

nur vereinzelt anzutreffen. Das geht aus dem Siebten Bericht zur Umsetzung des

Frauenfördergesetzes hervor, den Sozialminister Norbert Bischoff am Dienstag im

Kabinett vorstellte. Demnach stieg die Zahl der Frauen im höheren Dienst,

insbesondere bei den Lehrerinnen und Lehrern, in den vergangenen Jahren

kontinuierlich an. Lag sie 1997 bei rund 39 Prozent, betrug der Frauenanteil

2007 bereits fast 64 Prozent. Führungspositionen hatten jedoch nur vier Prozent

der insgesamt 41.079 weiblichen Beschäftigten inne, inklusive der

nachgeordneten Geschäftsbereiche.

 

Sozialminister Norbert Bischoff sagte: ¿Frauenförderung in

der Landesverwaltung bleibt ein aktuelles Thema. Die Zahlen zeigen, wir sind

zwar auf einem guten Weg. Aber es bleibt noch viel zu tun. Auch in der öffentlichen

Verwaltung ist Chancengerechtigkeit von Männern und Frauen kein Selbstläufer.

Trotz ihres hohen Anteils an der Gesamtzahl der Beschäftigten in der

Landesverwaltung (63 Prozent von 64.901) sind Frauen in den obersten Chefetagen

noch nicht gleichberechtigt vertreten.¿ Der Minister forderte mehr Engagement,

um mehr Frauen in den Führungsetagen zu etablieren.

 

Ein leichter Anstieg ist auf der Ebene der

Referatsleitungen der obersten Landesbehörden zu verzeichnen. Hier stieg der

Anteil der Referatsleiterinnen seit 1999 von fast 17 Prozent auf rund 25

Prozent in 2007. Der Minister verwies darauf, dass im Sozialministerium Frauen

auf der Ebene der Referatsleitungen mit 45 Prozent vertreten seien. Das sei im

Ressortvergleich ein Spitzenwert und käme der Geschlechterparität sehr nah. Es

folgten das Justizministerium (39 Prozent) und das Umweltministerium (26

Prozent). Unterdurchschnittliche Frauenanteile verzeichneten dagegen das

Finanzministerium (7 Prozent), der Landesrechnungshof (8 Prozent) und das

Verkehrsministerium (11 Prozent).

 

Aus den Erhebungen geht auch hervor, dass sich vor allem

die in der Landesverwaltung durchweg geltenden flexiblen Arbeitszeitregelungen

bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr bewährt haben. Erstmalig

wurden im Frauenförderbericht Daten über die alternierende Telearbeit und die

Arbeit am häuslichen Arbeitsplatz erhoben. Im Zeitraum 2006 / 2007 nutzten 240

Beschäftigte einen entsprechenden Arbeitsplatz, davon waren 147 Frauen.

 

Gemäß Paragraph 21 des Frauenfördergesetzes legt die

Landesregierung dem Landtag alle fünf Jahre einen Bericht über die Umsetzung

des Gesetzes vor. Der ¿Siebte Bericht zur Umsetzung des Frauenfördergesetzes¿

basiert auf Daten aus den Jahren 2004 bis 2008. Im Bericht werden Daten der

Ressorts unter anderem zu den Bereichen Frauen und Männer in

Führungspositionen, Teilzeitbeschäftigung und Elternzeit ausgewertet. Einen

weiteren Schwerpunkt des Berichtes bilden die Auswertungen zu den

Gleichstellungsbeauftragten im Land. Kurzdarstellungen zu Gremien und

Frauenförderplänen runden den Bericht inhaltlich ab.

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei des Landes

Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Hegelstraße 42

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail:

staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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