Minister setzt Spatenstich für
Fraunhofer-CBP / 11,6 Mio. ? Förderbescheid
Haseloff: Bei Umstieg von Erdöl auf nachwachsende Rohstoffe spielt
Sachsen-Anhalt künftig in erster Liga
09.12.2010, Magdeburg – 230
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 230/10
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 230/10
Magdeburg, den 8. Dezember 2010
Minister setzt Spatenstich für
Fraunhofer-CBP / 11,6 Mio. ¿ Förderbescheid
Haseloff: Bei Umstieg von Erdöl auf nachwachsende Rohstoffe spielt
Sachsen-Anhalt künftig in erster Liga
¿Nachwachsenden Rohstoffen gehört die Zukunft. Das
gilt auch in der Chemieindustrie,
in der die stoffliche Nutzung von Biomasse schon aufgrund der Endlichkeit
fossiler Rohstoffe auf lange Sicht eine viel größere Rolle spielen muss. Mit
dem bundesweit einmaligen Fraunhofer-CBP stellen wir die Weichen dafür, dass
Sachsen-Anhalt beim Umstieg von der Erdölbasis auf die regenerative Rohstoffversorgung
technologisch in der ersten Liga spielt. Als wichtiger Teil unserer
Innovationsstrategie wird das CBP gerade den vielen kleinen und mittleren Unternehmen
im Land eigene Forschungsprojekte zur stofflichen Nutzung nachwachsender
Rohstoffe in industriellen Dimensionen ermöglichen. Dabei ist der heutige
Spatenstich auch sichtbarer Erfolg der Arbeit des Wirtschaftsministeriums, das
sich beim Bund erfolgreich für das Projekt und seine Umsetzung in
Sachsen-Anhalt eingesetzt hat. Ich bin mir sicher, dass das CBP dem Chemiestandort
Leuna zusätzliche Schubkraft im internationalen Wettbewerb bringt und neue
Ansiedlungen befördern wird.¿
Dies sagte Sachsen-Anhalt
Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff beim symbolischen ersten
Spatenstich für das neue Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische
Prozesse CBP heute in Leuna (Saalekreis). Zudem überreichte Haseloff den
Zuwendungsbescheid des Landes für die Errichtung des neuen Forschungszentrums in
Höhe von 11,6 Millionen Euro. Der Zuwendungsbescheid für die erforderliche
Infrastruktur über 8,5 Millionen Euro war bereits im Oktober 2009 übergeben
worden.
Hintergrund:
Die Gründung des CBP geht auf eine gemeinsame
Initiative des Wirtschaftsministeriums, der Fraunhofer-Gesellschaft sowie der
Standortgesellschaft InfraLeuna zurück. Bis Mitte 2012 soll auf mehr als 2.000
Quadratmetern eine Bioraffinerie aus insgesamt fünf Prozessanlagen entstehen,
in denen in Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft die stoffliche Nutzung
nachwachsender Rohstoffe im industriellen Maßstab erforscht werden soll. In das
Kernprojekt des CBP werden rund 50 Millionen Euro investiert. Das Land Sachsen-Anhalt
stellt davon 20,1 Millionen Euro sowie zusätzlich 6 Millionen Euro als
Anschubfinanzierung für die Fraunhofer-Projektgruppe zur Verfügung. Das CBP
wird von den Fraunhofer-Instituten für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik
IGB (Stuttgart) sowie für Chemische Technologie ICT (Pfinztal) gemeinsam
errichtet und betrieben.
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