Landesregierung präsentiert
Bilanz der 5. Legislaturperiode: Sachsen-Anhalt auf gutem Weg
08.12.2010, Magdeburg – 723
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 723/10
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 723/10
Magdeburg, den 8. Dezember 2010
Landesregierung präsentiert
Bilanz der 5. Legislaturperiode: Sachsen-Anhalt auf gutem Weg
Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat heute die
Bilanz ihrer Arbeit in der 5. Legislaturperiode (2006 ¿ 2011) präsentiert. Ministerpräsident
Prof. Dr. Wolfgang Böhmer (CDU) betonte: ¿Wir können mit Zufriedenheit und
auch ein wenig Stolz feststellen, dass wir den im April 2006 geschlossenen
Koalitionsvertrag nahezu vollständig abgearbeitet haben. Die politischen Ziele,
die sich die Koalition zu Beginn gesteckt hatte, sind weitgehend erreicht. Im
Mittelpunkt unserer Arbeit stand die Sicherung der Zukunftsfähigkeit Sachsen-Anhalts.
Die Weichen sind gestellt: Die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes kann
sich vor dem Hintergrund der schwersten Krise der Nachkriegszeit sehen lassen.
Vor allem der starke Rückgang der Arbeitslosigkeit ist hocherfreulich.
Sachsen-Anhalt ist auf einem gutem Weg.¿
Der stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister
Jens Bullerjahn (SPD) erklärte: ¿Trotz unvorhersehbarer Wirtschafts- und
Finanzkrise haben wir unseren Kurs zur Konsolidierung der Landesfinanzen erfolgreich
fortsetzen können. Durch schnelles und konsequentes Handeln haben wir die
Auswirkungen der Krise abgefedert. Gleichzeitig haben wir investive
Schwerpunkte in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Forschung gesetzt und
so die Grundlage dafür geschaffen, dass auch in der nächsten Legislaturperiode
finanzielle Handlungsspielräume erhalten bleiben. Wir haben vor dem Hintergrund
des demografischen Wandels und der künftig knapper werdenden Finanzhilfen
Instrumente wie beispielsweise Schuldenbremse, Pensionsfonds,
Personalentwicklungskonzept und Mittelfristige Finanzplanung geschaffen, die es
auch in den kommenden Jahren ermöglichen werden, die Entwicklung in unserem
Lande voranzubringen.¿
Sachsen-Anhalts Wirtschaft zeigt auch in der Krise Stärke
Seit 2006 wurden in Sachsen-Anhalt im Bereich der
Wirtschaft Investitionen im Umfang von knapp 5,6 Mrd. ¿ auf den Weg
gebracht und so rund 70.000 Arbeitsplätze gesichert oder neu geschaffen. Selbst
vor dem Hintergrund der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit ab 2008
zeigte sich die Wirtschaft des Landes gefestigt. So sind die Arbeitslosenzahlen
auch während der Krise gesunken. Im November 2010 lag die Arbeitslosenquote im
Land bei 10,8%. Das ist der niedrigste Stand seit 1991. Im Jahr 2005 hatte sie
im Jahresdurchschnitt noch bei 20,2 % gelegen. Die Erfolge wurden möglich durch
ein breit gefächertes wirtschaftspolitisches Instrumentarium, von der Anpassung
der Landesregelungen für die Gemeinschaftsaufgabe ¿Verbesserung der regionalen
Wirtschaftsstruktur über bessere Konditionen zur Inanspruchnahme von Darlehen
des Landes bis zu hin zu neuen Akzenten in der Arbeitsmarktpolitik wie dem
Fachkräftesicherungspakt oder dem Modell der Bürgerarbeit.
Haushaltskonsolidierung und effektive Verwaltungsstrukturen
Erstmals in der Geschichte des Landes wurde im Jahr 2007
ein Landeshaushalt aufgestellt, der ohne neue Schulden auskam. Dies
gelang der Landesregierung auch in den Jahren 2008 und 2009. Durch die krisenbedingten
Steuerausfälle mussten für den Haushalt 2010 wieder neue Schulden gemacht
werden. Mit einer eigenen Regelung hat das Land jedoch die verbindliche Schuldenbremse
für 2020 auf das Jahr 2013 vorgezogen. Zur Haushaltskonsolidierung trägt auch
der sozialverträgliche Stellenabbau in der Landesverwaltung bei. So
wurden in der 5. Legislaturperiode bereits 5.000 Stellen im Landesdienst
abgebaut. Die Zahl der Vollzeitstellen soll von 60.000 Ende 2009 auf 42.000
Stellen im Jahr 2020 sinken. Ein Einstellungskorridor garantiert dennoch die
Verjüngung des Personals vor allem bei den Lehrern und im Bereich der Polizei.
Mit dem neuen Finanzausgleichsgesetz wurde 2009 der
Einstieg in die bedarfsgerechte Finanzausstattung der Kommunen vollzogen. Diese
sind damit unabhängig von der Kassenlage des Landes. Mit dem Teilentschuldungsprogramm
STARK II stellt das Land den Kommunen zudem innerhalb von zehn Jahren 629
Mio. ¿ zur Verfügung, damit diese ihre Schulden von ca. 2,7 Mrd. ¿ auf 1,3 Mrd.
¿ bis 2024 verringern können.
Moderne und effiziente Verwaltungsstrukturen im Bereich
der Gemeinden wurden durch die Gemeindegebietsreform geschaffen. Durch
sie sinkt die Zahl der Gemeinden in Sachsen-Anhalt von 1.033 im Jahr 2007 auf
219 zum 1. Januar 2011. Rund 85 Prozent der Gemeinden haben sich in der
freiwilligen Phase der Reform zu Einheits- oder Verbandsgemeinden
zusammengeschlossen. Durch die Polizeistrukturreform und Justizreformen hat das
Land seine Verwaltungsstrukturen dem Bevölkerungsrückgang und den seit 2007
bestehenden neuen Kreisstrukturen angepasst.
Investitionen in Bildung, Forschung, Innovationen
Das Land hat in den letzten Jahren kräftig in Bildung
und Innovationen investiert. So stieg die Zahl der Ganztagsschulen im Land
von 93 im Jahr 2006 auf 112 im Jahr 2010. Um die Zahl der Schulabbrecher zu
senken, wurde das Programm ¿Schulerfolg sichern¿ auf den Weg gebracht, für das
bis 2013 insgesamt 59 Mio. ¿ zur Verfügung stehen. Der Lehrplan der
Sekundarschulen wurde erneuert und das ¿Produktive Lernen¿ als besondere
Lernform gegen Schulversagen eingeführt. Mit Geldern des Konjunkturpaketes II
wurde die Modernisierung von Schulgebäuden gefördert.
Rund 360 Mio. ¿ aus dem Bauetat des Landes sind seit 2006
in den Ausbau der Hochschulen geflossen. Zur Förderung des Transfers
zwischen Wissenschaft und Wirtschaft wurde 2006 das ¿Kompetenznetzwerk für
Angewandte und Transferorientierte Forschung¿ KAT gegründet. Seit 2008 wurden
in Sachsen-Anhalt drei neue, wirtschaftsorientierte Forschungsinstitute
aus der Taufe gehoben, für die 142 Mio. ¿ Fördermittel zur Verfügung stehen:
Das Institut für Kompetenz in Automobilität IKAM (Magdeburg/Barleben), das Chemisch-Biotechnologische
Prozesszentrum CBP (Leuna) und das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik
CSP (Halle/Schkopau).
Investitionen für ein lebenswertes Sachsen-Anhalt
Das Land hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um den
demografischen Wandel im Land zu gestalten und ein lebenswertes Sachsen-Anhalt
zu schaffen. Mit der Internationalen Bauausstellung Stadtumbau
Sachsen-Anhalt 2010 (IBA) wurde erstmals ein ganzes Land zum Ort einer
Bauausstellung. In den 19 beteiligten Städten wurden insgesamt 207 Mio. ¿ in
den Stadtumbau investiert.
Lebenswerter wurde Sachsen-Anhalt für seine Einwohner aber
auch durch weitere Verbesserungen in der frühkindlichen Förderung . Im
letzten Jahr vor der Einschulung besuchen 95% der Kinder im Land eine
Kindertageseinrichtung. Mit der verpflichtenden Sprachstandsfeststellung im
vorletzten Jahr vor der Einschulung, der Einführung von Familienpaten oder
Investitionen im Bereich der Kindertagesstätten wurden die Bedingungen in der
Kinderbetreuung und ¿förderung weiter verbessert.
Investiert wurde auch im Bereich der Infrastruktur:
vom Straßenbau, über den Hochwasserschutz, hier wurden allein 240 Mio. ¿ bereit
gestellt, bis zur Förderung des Breitbandausbaus im ländlichen Bereich mit 35
Mio. ¿.
Das Klimaschutzprogramm 2020, der verbindliche Klimacheck
bei allen Entscheidungen der Landesregierung oder das Anwachsen der Umweltallianz
auf über 200 Mitglieder zeugen davon, dass der Schutz der natürlichen
Lebensgrundlagen ein wichtiges Ziel der Landespolitik in der 5. Legislaturperiode
war.
Die komplette Bilanz der Landesregierung für den Zeitraum
2006 bis 2011 gibt es als Broschüre und im Internet unter www.sachsen-anhalt.de.
Impressum:
Staatskanzlei des Landes
Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail:
staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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