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Hochwasserschutzkonzeption 2020
Aeikens: 675 Millionen Euro für Hochwasserschutz

07.12.2010, Magdeburg – 725

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 725/10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 725/10

 

 

 

Magdeburg, den 7. Dezember 2010

 

 

 

Hochwasserschutzkonzeption 2020

Aeikens: 675 Millionen Euro für Hochwasserschutz

 

 

 

Für den Hochwasserschutz in Sachsen-Anhalt sind bis 2020

weitere 675 Millionen Euro erforderlich. ¿Hochwasserschutz bleibt in Sachsen-Anhalt

eine Schwerpunktaufgabe. Wir möchten bis 2020 alle Deiche des Landes saniert

haben¿, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens am

Dienstag in Magdeburg bei der Vorstellung der Hochwasserschutzkonzeption des Landes

Sachsen-Anhalt bis 2020 (HWSK 2020).

 

Die HWSK 2020 ersetzt die bisherige Hochwasserkonzeption

(HWSK 2010), die wenige Monate nach dem schweren Elbhochwasser 2002 erarbeitet

und in den Folgejahren umgesetzt worden war. In den Jahren 2002 bis 2006

dominierte die Hochwasserschadensbeseitigung. Als Ergebnis der intensiven

Arbeit an den Deichanlagen mussten die Fachleute feststellen, dass die Schäden

an den Deichanlagen größer waren und die Standsicherheit der bestehenden Deiche

schlechter war, als im Ansatz in der Konzeption 2010 ausgewiesen. Daher kamen

neben der Schadensbeseitigung zunehmend Deichsanierung, Deichneubau und

Deichrückverlegung in den Fokus.

 

Aeikens: ¿Mit der nun vorliegenden Konzeption beginnt

Sachsen-Anhalt ein neues Kapitel im Hochwasserschutz. So rücken künftig neben

dem weiterhin erforderlichen umfangreichen technischen Hochwasserschutz Punkte

wie die Erhöhung des Wasserrückhaltes in der Fläche und die verstärkte Hochwasservorsorge

nach vorn.¿

 

Dies betreffe Maßnahmen wie die Errichtung von

Flutungspoldern und Hochwasserrückhaltebecken sowie Deichrückverlegungen, die

Festsetzung von Überschwemmungsgebieten einschließlich Erarbeitung entsprechender

Kartenwerke, die Erhöhung der Retentionswirkung in der Fläche und die

erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung von Hochwasserwarnungen und

-vorhersagen. Hierzu erfolge eine Untersetzung durch Konzepte in den jeweiligen

Flussgebieten.

 

Mit der neuen Konzeption folge Sachsen-Anhalt der seit

2007 geltenden Europäischen Hochwasserrisikomanagementrichtlinie. Diese

bestätige die in Sachsen-Anhalt angewendete Strategie im Hochwasserschutz. Sie

stelle aber auch qualitativ anspruchsvolle und neue Anforderungen für das

nächste Jahrzehnt. Das bisherige Sicherheitsdenken müsse sich zu einem

Risikodenken entwickeln.

 

An Stelle des bisherigen fast selbstverständlichen

Schutzanspruchs tritt das Management von Hochwasserrisiken, um hochwasserbedingte

nachteilige Folgen auf

 

·

die menschliche Gesundheit,

 

·

die Umwelt,

 

·

das Kulturerbe und

 

·

wirtschaftliche Tätigkeiten

 

zu verringern. Information über die Zusammenhänge und

Dokumentation der Risikobereiche werden zukünftig einen größeren Stellenwert

erhalten. So werden die nach der Hochwasserrisikomanagementrichtlinie zu erarbeitenden

Karten und Pläne der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

In den zu erstellenden Hochwassergefahren- und

Hochwasserrisikokarten werden auch bei möglichen Extremereignissen gefährdete

Flächen dargestellt, so dass das Land Sachsen-Anhalt auch auf Szenarien infolge

des Klimawandels vorbereitet ist.

 

Aeikens unterstrich, dass in den Jahren 2002 bis 2009 für

den technischen Hochwasserschutz incl. der Schadensbeseitigung insgesamt 394,4

Mio. ¿ eingesetzt wurden. Für die konsequente Weiterführung der nachhaltigen

Hochwasserschutzmaßnahmen standen im Jahr 2010 wiederum umfangreiche Mittel in

Höhe von ca. 47 Mio. ¿, gespeist aus EU-, Bundes- und Landesfonds zur

Verfügung, mit denen die Hochwasserschutzmaßnahmen im Land kontinuierlich

fortgeführt werden können. Für die kommenden Jahre sind zahlreiche Maßnahmen an

den Deichen der Hauptgewässer geplant. So stehen etwa an der Schwarzen Elster

für Hochwasserschutzmaßnahmen rund 18,5 Mio. ¿ bereit.

 

Das Land kann auf der bisherigen konzeptionellen Grundlage

flächendeckend sichtbare Erfolge in der Verbesserung des Hochwasserschutzes

vorweisen. Seit 2002 wurden von den insgesamt rund 1300 Kilometern ca. 490

Kilometer Deiche DIN-gerecht saniert. Diese abgeschlossenen Vorhaben trugen

wesentlich dazu bei, dem Frühjahrshochwasser 2006, das besonders hinsichtlich

seiner abgeflossenen Wassermenge bedeutsam war, ohne Deichbrüche und größere

Schäden begegnen zu können.

 

Die Hochwasserschutzkonzeption 2020 finden Sie im Internet

unter www.mlu.sachsen-anhalt.de.

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei des Landes

Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Hegelstraße 42

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail:

staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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Fax: (0391) 567-6667

Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de