Landespolizei Sachsen-Anhalt
bereitet sich auf Castortransport am 16. Dezember 2010 vor/Entscheidung über
die Streckenführung trifft der Bund/Hövelmann: Sicherheit im Umfeld des
Transports ist genauso Auftrag der Polizei wie Gewährleistung der
Demonstrationsfreiheit
26.11.2010, Magdeburg – 176
- Ministerium für Inneres und Sport
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 176/10
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 176/10
Magdeburg, den 26. November 2010
Landespolizei Sachsen-Anhalt
bereitet sich auf Castortransport am 16. Dezember 2010 vor/Entscheidung über
die Streckenführung trifft der Bund/Hövelmann: Sicherheit im Umfeld des
Transports ist genauso Auftrag der Polizei wie Gewährleistung der
Demonstrationsfreiheit
Das Bundesamt für
Strahlenschutz hat für den 15. und 16. Dezember 2010 einen Castortransport mit
Atommüll auf der Schiene von Cadarache (Südfrankreich) nach Lubmin
(Mecklenburg-Vorpommern) genehmigt. Ob der Transport zu diesem Zeitpunkt
tatsächlich stattfindet, entscheidet abschließend der Bund.
¿Ich weiß, dass die Sicherung dieses Transports für die Kolleginnen und
Kollegen nach dem unterstützenden Einsatz im Wendland und angesichts des
verstärkten Einsatzes gegen mögliche Terroranschläge eine weitere Belastung
darstellt¿, erklärte Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD).
¿Wenn die Schutzmaßnahmen gegen den internationalen Terrorismus noch längere
Zeit laufen, sollte der Bund sehr genau prüfen, ob in dieser Zeit auch noch ein
Castortransport unbedingt erforderlich ist.¿
Auch die Entscheidung über die Streckenführung treffen Behörden des Bundes in
Abstimmung mit der Deutschen Bahn AG. Nach den bisherigen Planungen erwartet
das Innenministerium in Magdeburg, dass die Hauptstrecke am 16. Dezember 2010
durch Sachsen-Anhalt verlaufen wird. Die Entscheidung über diese oder
alternative Strecken werden die Bundesbehörden kurzfristig treffen.
Einsatzkoordinierende Stelle für den Schutz des Transports ist das
Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern. Der Schutz des Schienentransports und der Bahnanlagen liegt in den
Händen der Bundespolizei. Zuständig für Sachsen-Anhalt ist die
Bundespolizeidirektion in Pirna. Zum Schutz von Gleisanlagen, Bahnhöfen,
Bahnübergängen und Brücken wird die Bundespolizei von Landespolizei
unterstützt.
Die Landespolizei ist eigenständig verantwortlich für den Schutz des Umfelds
des Transports. ¿Dabei ist die Sicherheit für die Durchführung des Transports
ebenso unsere Aufgabe wie die Gewährleistung der Demonstrationsfreiheit. Wer
aus Anlass des Castortransports friedlich demonstrieren will, kann das tun¿, so
Holger Hövelmann.
Zuständig für den polizeilichen Einsatz im Zusammenhang mit dem Castortransport
durch Sachsen-Anhalt ist die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd. Die
Landespolizei rechnet nach aktuellem Stand mit einem Einsatz von mehreren
Hundert Beamtinnen und Beamten, zumal auch Mecklenburg-Vorpommern
Unterstützungskräfte angefordert hat. In der kommenden Woche werden sich die
Innenministerien der Länder mit dem Bund, der Deutschen Bahn AG und allen
anderen Beteiligten erneut abstimmen.
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