Brüssel stellt Vorschläge zur
Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 vor
Aeikens: Müssen am bewährten Zwei-Säulen-Modell festhalten
18.11.2010, Magdeburg – 202
- Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:
202/10
Ministerium für Landwirtschaft und
Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 202/10
Magdeburg, den 18. November 2010
Brüssel stellt Vorschläge zur
Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 vor
Aeikens: Müssen am bewährten Zwei-Säulen-Modell festhalten
Magdeburg. Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann
Onko Aeikens hat das Bekenntnis der EU-Kommission, das Zwei-Säulenmodell in der
Agrarförderung fortsetzen zu wollen, begrüßt. Damit werde der bewährte,
prinzipielle Kurs der gemeinsamen Agrarpolitik bestätigt. Die EU-Kommission
stellte am Donnerstag ihre Pläne zur künftigen Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik vor. Aeikens sagte in einer ersten Reaktion: ¿Die EU-Kommission
stellt die Sorge um eine ausreichende Sicherstellung von Nahrungsmitteln ganz
nach oben. Damit erkennt sie die Bedeutung einer leistungsfähigen
Landwirtschaft an.¿
Der
Minister kritisierte aber, dass sich die Kommission zwar für das
Zwei-Säulenmodell ausspricht, es aber durch ihre Vorschläge zu den
Direktzahlungen verwässert. Die Absicht, die Beihilfen der ersten Säule mit
zusätzlichen Umweltkomponenten zu untersetzen bedeutet zwar mehr bürokratischen
Aufwand, bringt jedoch für den Umwelt- und Naturschutz und auch für die
Landwirtschaft keinen Gewinn. Die Kommission schlägt vor, dass Landwirte neben
einer voraussichtlich wesentlich gekürzten Basisprämie für einfache
Agrarumweltmaßnahmen zusätzliche Zahlungen erhalten können. Hierzu soll ein
Katalog dieser Leistungen erstellt werden. Aeikens: ¿Wir brauchen für einen
effektiven Umwelt- und Naturschutz Maßnahmen, die auf die regionalen
Bedürfnisse abgestimmt sind. Dazu ist mehr Flexibilität notwendig. Die Natur
lässt sich nicht in einen Katalog pressen.¿
Eine
wie jetzt von Brüssel vorgeschlagene ¿grüne¿ erste Säule stellt die zweite
Säule in Frage, über die gezielte Leistungen der Landwirte für den Umweltschutz bisher honoriert wurde. ¿Meine große Befürchtung ist auch, dass mit diesem
Ansatz die sowieso schon aufgebauschte Bürokratie neuen Zunder bekommt, ohne dass in der Sache wirklich was verbessert wird.¿
Aeikens
sagte, er vermisse in dem Brüsseler Katalog klare Vorschläge zum
Bürokratieabbau. Wenn Verwaltung und Landwirte weniger Formulare bearbeiten
müssten, bliebe mehr Zeit und Geld für die eigentliche Arbeit und auch für den
Natur- und Umweltschutz.
Auf
absolute Ablehnung stieß bei Aeikens das Vorhaben, bei der Förderung künftig
die Struktur der Betriebe berücksichtigen zu wollen. Ein großes Unternehmen
habe im gleichen Maße Umwelt- und Naturschutzvorgaben zu berücksichtigen wie
ein kleines Unternehmen. Aeikens: ¿Eine Höchstgrenze für die Direktzahlungen
einzuführen, heißt, Unternehmen für ihre Größe zu bestrafen. Das passt nicht
mit der Marktausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik zusammen. Wachsen ist nun
mal eine Strategie, um wettbewerbsfähig zu sein. Das Ansinnen der
EU-Kommission, Beihilfezahlungen an die Anzahl der Arbeitskräfte zu koppeln,
ist Sozialpolitik.¿
Das
Hilfskonstrukt einer Freibetragsregelung je Arbeitskraft macht einen
Kappungsvorschlag nicht akzeptabler. Dies bedeutet nur einen erheblichen
bürokratischen Aufwand, der nicht rechtssicher umsetzbar ist.
Aeikens
abschließend: ¿Wir müssen nun dafür sorgen, dass unsere heimische
Landwirtschaft nicht ins Hintertreffen gerät. Das bedeutet noch harte politische
Arbeit.¿
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