Innenminister Hövelmann dankt
Polizisten für ihren Einsatz beim Castortransport ? ?Respekt für die professionelle
Bewältigung eines Einsatzes, der physisch und psychisch alles abverlangte?
10.11.2010, Magdeburg – 159
- Ministerium für Inneres und Sport
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 159/10
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 159/10
Magdeburg, den 10. November 2010
Innenminister Hövelmann dankt
Polizisten für ihren Einsatz beim Castortransport ¿ ¿Respekt für die professionelle
Bewältigung eines Einsatzes, der physisch und psychisch alles abverlangte¿
Innenminister Holger Hövelmann (SPD) hat heute den in der Nacht von ihrem
Einsatz beim Castortransport zurückgekehrten sachsen-anhaltischen Polizeibeamtinnen
und -beamten für ihre Arbeit gedankt. ¿Jedem unserer Polizisten wurde bei diesem
Einsatz physisch und psychisch alles abverlangt. Die von unserer Landespolizei
gezeigte Professionalität, das Augenmaß und die Bereitschaft, bis an die
Grenzen der Belastbarkeit zu gehen, verdienen meinen höchsten Respekt¿, schrieb
Hövelmann an die beteiligten Polizistinnen und Polizisten.
Angesichts der zahlreichen Protestaktionen und Störversuche sprach Hövelmann
von ¿schwierigsten Bedingungen¿ für die Beamten. ¿Die Sicherheit des Transports
und das Versammlungsrecht der Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen zu gewährleisten,
stellte die Kräfte vor ganz besondere Herausforderungen¿, so der Innenminister
in seinem Dankschreiben.
Hövelmann äußerte sich zudem heute in
Magdeburg auch zur Frage künftiger Atomtransporte. ¿Der Einsatz im Wendland hat
die ganze Problematik der polizeilichen Sicherung von Castor-Transporten offen
gelegt. Rund um den Castor mussten nach der Entscheidung des Bundestages zur
Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke mehr Polizeibeamte eingesetzt werden
als je zuvor. Die Transporte können nur gegen massiven Widerstand aus der
Bevölkerung durchgesetzt werden. Es ist aber unmöglich, gegen diesen Widerstand
die Zahl der eingesetzten Beamten einfach immer höher zu schrauben¿, sagte
Hövelmann. ¿Für die innere Sicherheit und für den sozialen Frieden ist die
Aufkündigung des Atomkompromisses durch die Bundesregierung eine falsche Entscheidung
gewesen.¿
Bei der Absicherung des
Castor-Transports kamen insgesamt rund 540 Polizisten aus Sachsen-Anhalt zum Einsatz.
Etwa 390 Beamte der Landesbereitschaftspolizei waren seit Freitag vergangener
Woche im Einsatz. Aufgrund weiterer Kräfteanforderungen des Landes Niedersachsen
waren am Sonntag weitere 150 Polizeibeamte aus allen Polizeidirektionen des Landes
zusammengezogen und zur Unterstützung nach Gorleben entsandt worden. Seit
letzter Nacht sind alle Kolleginnen und Kollegen wieder in ihre
Heimatdienststellen zurückgekehrt. Durch Straftaten verletzte Polizeibeamte gab
es für die Landespolizei Sachsen-Anhalt nicht zu beklagen.
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