Minister bei symbolischem Ersten
Spatenstich
Haseloff: Touristische Erschließung macht die Klosteranlage Jerichow noch
attraktiver
03.11.2010, Magdeburg – 208
- Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 208/10
Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 208/10
Magdeburg, den 3. November 2010
Minister bei symbolischem Ersten
Spatenstich
Haseloff: Touristische Erschließung macht die Klosteranlage Jerichow noch
attraktiver
¿Das große Potential an historisch und architektonisch
bedeutenden Standorten ehemaliger Klöster und Stifte in Sachsen-Anhalt bietet
die Möglichkeit, die unverwechselbaren touristischen Destinationen hervorzuheben.
Es freut mich daher besonders, dass die Klosteranlage Jerichow touristisch
weiter aufgewertet und damit noch attraktiver wird. Sie ist ja ohnehin schon
eines der kulturhistorisch bedeutendsten Bauwerke an der ,Straße der Romanik¿
und wurde als solches mit der höchsten Bewertung, den drei Sternen, gewürdigt.¿
Das sagte heute Wirtschaftsminister Dr. Reiner
Haseloff in seinem Grußwort zum symbolischen Ersten Spatenstich an der
Klosteranlage Jerichow. Im Rahmen der touristischen Erschließungsmaßnahme sind u.
a. die Errichtung eines Touristen-Infopoints, die Gestaltung der Außenanlagen
und der Bau eines Parkplatzes geplant. Das Vorhaben soll Ende des kommenden
Jahres abgeschlossen werden und wird mit rund 2,5 Millionen Euro durch das
Land, den Bund und die Europäische Union gefördert. Die Investitionssumme beläuft
sich auf rund 2,8 Millionen Euro.
Zum Hintergrund
Das Kloster Jerichow wurde 1144 als
Missionsstützpunkt zur Christianisierung der Elbslawen gegründet. Es wurde vom
Orden der Prämonstratenser bewohnt, deren Hauptaufgaben die Mission und
praktische Pfarrseelsorge waren. Im 16. Jahrhundert kam es im Zuge der
Lutherischen Reformation zur Aufhebung des Klosterlebens. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden verschiedene
Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten vorgenommen. 1977 wurde ein
Klostermuseum eingerichtet, Ende 2004 gründete sich die ¿Stiftung Kloster
Jerichow¿. Das ehemalige Prämonstratenserstift ist Teil der ¿Straße der Romanik¿
und gehört mit seinen Kirchen St. Marien und St. Nikolaus zu den ältesten
Backsteinbauten östlich der Elbe. 2007 wurde das ehemalige Kloster im Rahmen
einer Evaluierung der Objekte an der ¿Straße der Romanik¿ als kulturhistorisch
besonders bedeutend bewertet und in die ¿3-Sterne-Kategorie¿ eingeordnet (eine
eigene Reise wert).
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