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Landesintegrationsbeirat
Sachsen-Anhalt legt Positionspapier vor: Pontentiale der Zuwanderung nutzen ?
Anerkennung ausländischer Abschlüsse verbessern

14.10.2010, Magdeburg – 147

  • Ministerium für Inneres und Sport

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 147/10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 147/10

 

 

 

Magdeburg, den 14. Oktober 2010

 

 

 

 

 

Landesintegrationsbeirat

Sachsen-Anhalt legt Positionspapier vor: Pontentiale der Zuwanderung nutzen ¿

Anerkennung ausländischer Abschlüsse verbessern

 

 

 

In Magdeburg trat heute zum zweiten Mal der Landesintegrationsbeirat zusammen.

Das Gremium, das die Landesregierung in Fragen von Integration und Zuwanderung

beraten soll, befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Problem der fehlenden

Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen.

 

 

¿Sachsen-Anhalt lässt wie die anderen Bundesländer akademische Kenntnisse und

Berufserfahrung von bei uns lebenden Menschen brachliegen¿, erklärte

Innenminister Holger Hövelmann, der Vorsitzender des Beirates ist. ¿Menschen

mit qualifizierter Ausbildung erledigen Hilfsarbeiten oder beziehen

Sozialleistungen, nur weil ihr Studium oder ihr Ausbildungsabschluss nach

deutschem Recht nicht anerkannt wird. Dabei reden wir gar nicht von

Zuwanderung, sondern oft von Menschen, die seit langem hier leben.¿ Bundesweit

wird die Zahl der Betroffenen auf etwa eine halbe Million Menschen geschätzt.

 

Die Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit und Soziales, Beate Bröcker,

wies auf den hohen Bedarf von Ärzten und Fachkräften in den Gesundheits- und

Pflegeberufen hin:

 

¿Aktuell fehlen in Sachsen-Anhalt rund 700 Ärztinnen und Ärzte. Von denen, die

im Land praktizieren, haben rund zehn Prozent bereits einen

Migrationshintergrund.¿ Erleichterungen bei der Anerkennung ausländischer

Abschlüsse, Anpassungsqualifizierungen, aber auch gezielte Werbung um

ausländische Ärzte seien Chancen für Sachsen-Anhalt, unterstrich Bröcker: ¿Wir

können uns den Verzicht auf dieses Potential nicht weiter leisten.¿

 

 

Der Beirat unterstützt in einer Entschließung die Pläne für ein

Anerkennungsgesetz des Bundes. ¿In dieser Frage ist aber nicht nur Berlin

gefordert¿, sagte Dr. Karamba Diaby, Vorsitzender des Bundeszuwanderungs- und

Integrationsrates aus Halle (Saale).

 ¿Die Länder mit ihrer Bildungs- und

Hochschulzuständigkeit müssen ebenso am gleichen Strang ziehen wie Kammern und

Berufsverbände.¿ Für die betroffenen, oft hoch qualifizierten Menschen sei die

Anerkennung nicht nur wirtschaftlich wichtig, sondern auch eine Frage der

Würdigung ihrer Fähigkeiten: ¿Die Anerkennung ist auch das Signal: Wir brauchen

Euch. Bringt Euch in die deutsche Gesellschaft ein!¿

 

In der Wirtschaft stoßen die Vorschläge aus dem Integrationsbeirat auf offene

Ohren. Dr. Thomas Brockmeier, Geschäftsführer Standortpolitik der Industrie-

und Handelskammer Halle-Dessau: ¿Nicht nur der konjunkturelle Aufschwung führt

zu Bedarf an qualifizierten Kräften. Sondern auch und vor allem der

demographische Wandel lässt den Fachkräftebedarf spürbar werden ¿ heute bereits

und zukünftig noch stärker. Das sollte für die Betriebe nicht zum Engpass

werden. Deshalb ist jede qualifizierte Kraft willkommen und notwendig.¿

 

Allein in Sachsen-Anhalt sind heute 23 verschiedene Stellen für die

unterschiedlichen Anerkennungsverfahren zuständig. Um den richtigen Ansatzpunkt

für die individuelle Qualifikation zu finden, soll nach den Vorschlägen des

Integrationsbeirats eine einheitliche Anlaufstelle für alle Verfahren

eingerichtet werden. ¿Wir wollen einen Lotsen, der den Zugewanderten im

Irrgarten der Zuständigkeiten zur Seite steht¿, so die Integrationsbeauftragte

der Landesregierung, Susi Möbbeck.

 

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Verantwortlich: Martin

Krems

Pressestelle

Halberstädter Straße 2 / Am Platz des 17. Juni

39112  Magdeburg

Tel: (0391) 567-5504/-5516/-5517

Fax: (0391) 567-5520

Mail:

Pressestelle@mi.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-AnhaltVerantwortlich:Danilo WeiserPressesprecherHalberstädter Straße 2 / am "Platz des 17. Juni"39112 MagdeburgTel: (0391) 567-5504/-5514/-5516/-5517/-5377Fax: (0391) 567-5520Mail: Pressestelle@mi.sachsen-anhalt.de