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Ministerpräsident Böhmer:
Ausgestaltung der Einheit ist kein Kurzstreckensprint

01.10.2010, Magdeburg – 542

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 542/10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 542/10

 

 

 

Magdeburg, den 2. Oktober 2010

 

 

 

Ministerpräsident Böhmer:

Ausgestaltung der Einheit ist kein Kurzstreckensprint

 

¿Die Ausgestaltung der deutschen Einheit ist kein

Kurzstreckensprint, sondern eher ein Marathonlauf. Auch wir in Sachsen-Anhalt

brauchen noch einen längeren Atem. Wir haben aber auch alle Chancen, es zu

schaffen.¿ Das erklärte Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer in seiner

aktuellen Videobotschaft zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober. Das Land

Sachsen-Anhalt habe seit 1990 deutliche Fortschritte gemacht, es verfüge über

eine moderne Infrastruktur, effektiv arbeitende Unternehmen und auch das Bild

der Städte und Dörfer sei freundlicher geworden.

 

Der Ministerpräsident wies auf den schwierigen

Prozess des Umbaus unmittelbar nach der Wiedervereinigung hin: ¿Die ersten

Jahre nach der Wiedervereinigung haben uns im Osten einiges abverlangt. Mit der

Einführung der D-Mark allein war es nicht getan. Die Älteren wissen, wie schlecht

es um die Infrastruktur in der DDR bestellt war, um das Straßen- und das

Telefonnetz, die Ausstattung der Betriebe, den baulichen Zustand der Häuser.

Die Planwirtschaft hatte auf der ganzen Linie versagt. Das war nicht die Schuld

der Menschen hier, doch sie mussten es ausbaden, denn natürlich konnten wir so

unter den Bedingungen der Marktwirtschaft nicht bestehen.¿ Die neuen Länder

hätten gegenüber Ländern wie Polen oder Tschechien jedoch einen großen Vorteil

gehabt. Rund 85 Mrd. ¿ seien seit 1991 allein nach Sachsen-Anhalt aus Mittel

des Bundes, dem Länderfinanzausgleich und der EU geflossen.

 

Böhmer erinnerte daran, dass 20 Jahre nach der

deutschen Einheit eine junge Generation herangewachsen sei, für die die

deutsche Einheit völlig selbstverständlich sei. ¿Ihnen müssen wir erklären,

warum die Menschen im Herbst 1989 in der DDR auf die Straßen gegangen sind:

Weil eine Mauer mit Stacheldraht und Selbstschussanlagen sie daran hinderte, in

den anderen Teil Deutschlands zu gelangen. Weil öffentliche Kritik an der

Partei- und Staatsführung zu Repressionen führte und nicht selten auch ins

Gefängnis. Weil die Menschen die Mangelwirtschaft satt hatten und nicht mehr 15

Jahre auf die Auslieferung eines bestellten Autos warten wollten. Viele weitere

Gründe könnten wir nennen. Alle zusammen führten zur friedlichen Revolution von

1989 und zur Öffnung der Mauer in Deutschland, ohne die es auch die Einheit

nicht gegeben hätte¿, so der Ministerpräsident.

 

Die Videobotschaft ist ab sofort unter www.sachsen-anhalt.de

abrufbar.

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei des Landes

Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Hegelstraße 42

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail:

staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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Fax: (0391) 567-6667

Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de