Innenstaatssekretär Erben bei der
sicherheitspolitischen Veranstaltung der Bundeswehr in Blankenburg: ?Die
Bundeswehr wuchs zur Armee der Einheit zusammen
01.10.2010, Magdeburg – 140
- Ministerium für Inneres und Sport
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 140/10
Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 140/10
Magdeburg, den 1. Oktober 2010
Innenstaatssekretär Erben bei der
sicherheitspolitischen Veranstaltung der Bundeswehr in Blankenburg: ¿Die
Bundeswehr wuchs zur Armee der Einheit zusammen
Sperrfrist:
Sonntag, 3.10.2010, 15.30 Uhr
Am heutigen Sonntag erinnerte der Staatssekretär im sachsen-anhaltischen
Innenministerium, Rüdiger Erben (SPD), an der sicherheitspolitischen
Veranstaltung der Bundeswehr in der Harz-Kaserne in Blankenburg an die Zeit der
Teilung Deutschlands und die Errungenschaft der Deutschen Einheit:
¿Die
Teilung Deutschlands war das Ergebnis des zweiten Weltkrieges, dem die
einzigartigen Verbrechen während der nationalsozialistischen Diktatur voraus
gegangen waren und dem eine Teilung ganz Europas folgte. Die Mauer war auch die
Nahtstelle zweier hochgerüsteter politischer Systeme gewesen. Willy Brandt
hatte es schon 1966 treffend gesagt: ¿Es gibt keinen Weg nach Deutschland, der
an Europa vorbei führt.` Die Ost-West-Konfrontation wurde 1990 jedoch endlich
überwunden. Dass wir Deutschen die Einheit unseres Landes in Freiheit und
Frieden mit unseren Nachbarn erreicht haben, ist ein Grund zu bleibender Freude
und Dankbarkeit.¿
In seinem Grußwort hob Staatssekretär Erben darüber hinaus die besondere
Bedeutung der Deutschen Einheit für die Bundeswehr hervor: ¿Mit dem 3. Oktober
1990 wurde nicht nur der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland vollzogen,
sondern auch die Eingliederung der damaligen Nationalen Volksarmee in die
Bundeswehr.¿
Die Bundeswehr integrierte
3.000 Offiziere und 7.600 Unteroffiziere der ehemaligen NVA als Berufssoldaten und
wuchs so in den folgenden Jahren zur Armee der Einheit zusammen, so Erben.
Doch auch die großen Reformanstrengungen, vor der die Bundeswehr gegenwärtig
steht, ließ der Innenstaatssekretär in seiner Rede nicht außer Acht: ¿Im Zuge
der Bundeswehrstrukturreform ist deutschlandweit mit einem Abbau der
Truppenstärke und Schließung von Bundeswehrstandorten zu rechnen.
Allerdings ist Sachsen-Anhalt mit drei Garnisonsstädten das Bundesland, das die
geringste Anzahl an derartigen Bundeswehrstandorten aufweist. Die
Stationierungsdichte, die im Bundesdurchschnitt gegenwärtig 3,5 beträgt,
beläuft sich bei uns nur auf 2,4 Dienstposten auf 1000 Einwohner. Will die
Bundeswehr also ihren Anspruch auf Flächenpräsenz aufrecht erhalten, kommt eine
Schließung eines Bundeswehrstandortes in Sachsen-Anhalt nicht in Betracht.¿
In diesem Zusammenhang machte Staatssekretär Erben deutlich: ¿Die Bundeswehr ist in
Sachsen-Anhalt in der Bevölkerung verankert. Das ist gut so und soll auch so
bleiben.¿
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