Ministerpräsident Böhmer: Land
Sachsen-Anhalt und Kirchen stellen sich dem demografischen Wandel
14.09.2010, Magdeburg – 496
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 496/10
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 496/10
Magdeburg, den 14. September 2010
Ministerpräsident Böhmer: Land
Sachsen-Anhalt und Kirchen stellen sich dem demografischen Wandel
¿Eine erfreuliche Seite der demografischen
Veränderungen ist, dass die Menschen heute nicht nur älter werden, sie bleiben
auch länger aktiv und gesund. Ziel der Landespolitik ist es daher,
Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass alte Menschen möglichst lange am
gesellschaftlichen Leben teilhaben können.¿ Das sagte Ministerpräsident Prof.
Dr. Wolfgang Böhmer heute in Magdeburg. Dort empfing er in der Staatskanzlei
gemeinsam mit Mitgliedern des Kabinetts die Landesbischöfin der Evangelischen
Kirche Mitteldeutschlands Ilse Junkermann, den Bischof von Magdeburg Prof. Dr.
Gerhard Feige und den Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche Anhalts
Joachim Liebig. Das Zusammentreffen stand unter dem Thema ¿Chancen einer älter
werdenden Gesellschaft¿.
Kirchenpräsident Joachim Liebig betonte in dem
Gespräch: ¿Die demographische Entwicklung in Deutschland und speziell in
Sachsen-Anhalt birgt neben Herausforderungen auch viele Chancen, die entdeckt
und gestaltet werden wollen.¿ Landesbischöfin Ilse Junkermann richtete die
Aufmerksamkeit der Teilnehmer darauf, dass ¿würdevolles Altern nicht allein
Zuwendung und respektvolle Pflege, sondern auch Teilhabe an der Gestaltung
unseres Gemeinwesens meint.¿
Bischof Gerhard Feige erklärte: ¿Wenn wir das Alter
und die alternde Gesellschaft als Chance verstehen wollen, müssen wir in der
gesellschaftlichen Meinung, eine deutliche Vorzeichenumkehr erreichen. Es geht
nicht darum, dass Plus-Zeichen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in ein
Minus-Zeichen umzukehren; vielmehr kommt es darauf an, neben das Plus-Zeichen
für Jugend und junge Erwachsene ein gleichberechtigtes Plus-Zeichen für Alter
und Lebenserfahrung zu setzen.¿
Das gemeinsame Gespräch basierte auf Empfehlungen
der Akademiengruppe ¿Altern in Deutschland¿, die von der Deutschen Akademie der
Naturforscher Leopoldina eingesetzt wurde. Die Generalsekretärin der
Leopoldina, Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug, hatte die Teilnehmer des
Gespräches zuvor mit einem Vortrag in das Thema eingeführt.
Der Ministerpräsident würdigte die
partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kirchen, die es auf vielen Gebieten
gebe: ¿Die Kirchen setzen und bewahren zentrale und unverzichtbare Werte ohne
die unser Zusammenleben nicht funktionieren würde.¿
Hintergrund:
Die Landesregierung kommt regelmäßig mit den
Vertretern der Kirchen zusammen. In diesem Jahr wurde das Treffen turnusgemäß
durch die Landesregierung in der Staatskanzlei ausgerichtet.
Impressum:
Staatskanzlei des Landes
Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail:
staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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