Haseloff legt Kabinett Ergebnisse
der Evaluierung vor / Die ?Gartenträume? sind zum Aushängeschild für das Land
Sachsen-Anhalt geworden
06.07.2010, Magdeburg – 369
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 369/10
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 369/10
Magdeburg, den 6. Juli 2010
Haseloff legt Kabinett Ergebnisse
der Evaluierung vor / Die ¿Gartenträume¿ sind zum Aushängeschild für das Land
Sachsen-Anhalt geworden
¿Das Projekt ,Gartenträume¿ hat sich zu einem
Aushängeschild für Sachsen-Anhalt entwickelt. Es ist ein Gewinn für das
Landesimage, wirkt aber genauso identitätsstiftend in das Land hinein. Das Land
Sachsen-Anhalt hat dem Projekt von Beginn an eine große Aufmerksamkeit geschenkt
und die ,Gartenträume¿ mit großem Engagement konzeptionell und durch die
Ausreichung von Fördermitteln begleitet. Mit der Evaluierung werden wir das
Projekt weiter stärken und ausbauen können.¿
Das sagte Wirtschaftsminister Dr.
Reiner Haseloff heute auf der Kabinettssitzung bei der Vorlage der Ergebnisse
einer Evaluierung der touristischen Markensäule ¿Gartenträume ¿ Historische
Parks in Sachsen-Anhalt¿. Diese Evaluierung war im Koalitionsvertrag für die 5.
Legislaturperiode des Landtages festgelegt worden. Die jetzt vorliegenden
Ergebnisse basieren auf einer umfassenden touristischen Bewertung durch das
Münchner Institut ¿FUTOUR Umwelt-, Tourismus- und Regionalberatung¿.
Begutachtet wurden unter anderem die touristische Erschließung, das Erscheinungsbild,
der Pflegezustand und die Beschilderung der einzelnen Anlagen. Auf der
Grundlage dieser Bewertung prüfte ein Fachbeirat den aktuellen Status der
Objekte und unterbreitete Vorschläge für einen möglichen Austausch bzw.
Ergänzungen im Projekt. Der Beirat stand unter der Leitung des
Wirtschaftsministeriums. Die fachliche Prüfung erfolgte in enger Zusammenarbeit
mit dem Kultusministerium und dem Landesamt für Denkmalpflege.
Nachfrageseitig entwickelt sich das Thema ¿Gärten
und Parks¿ seit einigen Jahren positiv. Trendforscher bescheinigen dem Thema
eine große Zukunft und sehen es als einen respektablen Wirtschaftsfaktor. Hohe
Besucherzahlen in ausgewählten Parkanlagen zeigen, dass das Thema eine hohe
Bedeutung sowohl im Tagestourismus als auch für längere Aufenthalte hat. Den
Angaben der Betreiber der Gärten und Parks zufolge besuchten 2007 knapp 1,9
Millionen Gäste die Gärten und Parks der ¿Gartenträume¿. Damit verbunden wurden
in den Gärten und Parks Einnahmen in Höhe von etwas mehr als vier Millionen
Euro erzielt.
Auf Empfehlung des Beirats werden künftig folgende
Gärten und Parks als ¿Highlights der Gartenträume¿ vermarktet:
Schlosspark Krumke
Barockgarten Hundisburg
Herrenkrug mit Elbauenpark
Magdeburg
Klostergärten Drübeck
Schlossgärten Wernigerode
Schlossgärten Blankenburg
Schlosspark Ballenstedt
Europa-Rosarium Sangerhausen
Gartenreich Dessau-Wörlitz
mit Hervorhebung der Wörlitzer Anlagen
Gutspark mit Irrgarten
Altjeßnitz
Historische Kuranlagen Bad
Lauchstädt
Schlosspark Zeitz
Weiterhin beschloss das Kabinett auf Grundlage der
Empfehlungen des Beirates die Aufnahme von weiteren acht Parkanlagen:
Aschersleben,
Gelände der Landesgartenschau und Promenadenring
Gutspark
Degenershausen
Naumburg,
Domgärten
Ostrau,
Schlosspark
Schloss
Wendgräben mit Park
Köthen,
Schlosspark
Stolberg,
Schlossgarten
Gutspark Briest,
Tangerhütte
Aufgrund der Bewertung der Gärten und Parks durch
den Beirat beschloss das Kabinett die Herausnahme folgender Anlagen aus den Gartenträumen:
Solbad Wittekind (Halle), Villa und Garten Schultze-Naumburg (Bad Kösen),
Schloss und Schlosspark Langenstein (Halberstadt), Schlosspark Pretzsch und
Haus Dryander mit Garten in Freist.
Hintergrund
Das Projekt ¿Gartenträume¿ war im Jahre 2000 ins
Leben gerufen worden. Das Netzwerk verfolgt das Ziel der Wiederentdeckung des
gartenkulturellen Erbes in Sachsen-Anhalt sowie die Wiederherstellung und die
touristische Vermarktung der bedeutendsten Gärten und Parks in Sachsen-Anhalt. Für das Projekt Gartenträume wurden bisher 40 der
schönsten und bedeutendsten Gärten und Parks in Sachsen-Anhalt ausgewählt, die
die gartenhistorische Entwicklung vom Barock bis zur Moderne widerspiegeln. Die
ausgewählten 40 Parkanlagen stehen stellvertretend für rund 1.000
Gartendenkmale in Sachsen-Anhalt. Zwischen den Jahren 2000 und 2006 wurden rund
57 Millionen Euro in die Wiederherstellung vieler Anlagen und in die
touristische Erschließung investiert. Die Mittel kamen aus verschiedenen
Förderprogrammen, aus Stiftungen, von Sponsoren und durch die Aufbringung von Eigenmitteln
der Eigentümer.
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Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
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staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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