Gemeinsame Pressemitteilung der
Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau
und der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost
Fahndungsaufruf!
Gemeinschaftlicher räuberischer Diebstahl und versuchter Totschlag auf der
Bundesautobahn 9 am 23.6.2010
05.07.2010, Köthen – 267
- Polizeirevier Anhalt-Bitterfeld
Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost - Pressemitteilung Nr.: 267/10
Polizeidirektion Sachsen-Anhalt
Ost - Pressemitteilung Nr.: 267/10
Dessau, den 1. Juli 2010
Gemeinsame Pressemitteilung der
Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau
und der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost
Fahndungsaufruf!
Gemeinschaftlicher räuberischer Diebstahl und versuchter Totschlag auf der
Bundesautobahn 9 am 23.6.2010
Am 23.06.10 gegen 18:15 Uhr soll sich auf der Bundesautobahn
(BAB) 9 zwischen der Raststätte Köckern und der Ortslage Raguhn in
Fahrtrichtung Berlin ein gemeinschaftlich begangener räuberischer Diebstahl und
versuchter Totschlag zum Nachteil eines 20-jährigen polnischen Staatsbürgers ereignet
haben. Der Geschädigte habe mit seinem schwarzen Mercedes Kombi die BAB 9
befahren, als der Führer eines schwarzen Pkw BMW 520 I (älteres Modell) mit dem
amtlichen Kennzeichen DEL 300 N ihn durch Blinkzeichen und Lichthupe zum
Anhalten auf dem Standstreifen gebracht habe.
Im Fahrzeug sollen sich ein Mann, eine Frau und auf einem Hintersitz ein Kind
befunden haben. Sodann seien ein Mann und eine Frau an das Beifahrerfenster
seines Mercedes Kombi getreten und hätten um Geld im Tausch gegen goldfarbenen
Schmuck (sogenanntes Autobahngold) für eine Autoreparatur gebettelt. Der
Geschädigte habe den mutmaßlichen Tätern Bargeld aus seiner Brieftasche geben
wollen, damit diese ihn weiter fahren lassen. Plötzlich habe die Frau seinen
Zündschlüssel gegriffen und sich vom Fahrzeug entfernt. Während der Geschädigte
ihr gefolgt sei, habe der Mann die Brieftasche aus dem Mercedes Kombi entwendet.
Um seine Brieftasche zurückzuerlangen, habe er den Mann am Hemd ergriffen,
worauf es zum Handgemenge im Graben neben der Fahrbahn gekommen sei. Während
dieser Auseinandersetzung habe der Geschädigte einen Schlag von hinten bekommen
und kurzzeitig das Bewusstsein verloren. Wieder bei Bewusstsein habe er
bemerkt, dass der Täter wieder in den BMW eingestiegen sei, die Frau habe
einsteigen lassen und davonfahren wollte. Dabei sei er auf ihn zugefahren und
habe ihn mit seinem Fahrzeug erfasst, wodurch der Geschädigte über die
Motorhaube auf den Asphalt geschleudert worden sei. Der 20-Jährige erlitt dabei
großflächige Schürfwunden und Prellungen, welche ärztlich versorgt werden
mussten. Die Täter seien sodann mit der Geldbörse, in der sich neben
persönlichen Dokumenten mehrere Hundert Euro befunden hätten, geflüchtet.
Nach intensiven staatsanwaltschaftlichen und polizeilichen Untersuchungen steht
nunmehr die 27-jährige aus Rumänien stammende
Lidia Caldararu
unter dringendem Verdacht, gemeinschaftlich handelnd mit einem weiteren unbekannten
Mann die Tat am 23.06.2010 begangen zu haben. Gegen Frau Caldararu wurde nach
Antrag der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau durch das zuständige Amtsgericht
Dessau-Roßlau Haftbefehl erlassen. Die Beschuldige ist derzeitig unbekannten Aufenthaltes.
Der Geschädigte beschreibt das Aussehen der mutmaßlichen Täter und das Fahrzeug
wie folgt:
Lidia Caldararu:
● zirka 160
cm groß
● schwarzes schulterlanges Haar, hinter dem Kopf zusammengebunden
● zirka 40 Jahre alt
● dunkle Augen
● ungepflegtes Äußeres
● südosteuropäisches Erscheinungsbild
unbekannter Täter:
● zirka 170
cm groß
● 30 bis 35 Jahre alt
● kurze schwarze Haare
● braune Augen
● kräftige Gestalt
● gepflegte Erscheinung
● weißes Hemd mit Krawatte
● trug massiven goldfarbenen Schmuck (Ringe und Halskette)
● südosteuropäisches Erscheinungsbild
Beide Täter hätten polnisch mit dem Geschädigten gesprochen.
Fahrzeug:
BMW 520 I,
schwarz (nicht aktuelles Vorgängermodell) , Überführungskennzeichen DEL
300 N
Die Plastikkappe des Seitenspiegels könnte bei dem Aufprall des
Geschädigten abgefallen sein.
Zeugen, die Hinweise
zum Aufenthaltsort von Lidia Caldararu, zu dem gesuchten unbekannten Täter oder
zur Tathandlung geben können, werden gebeten, sich umgehend bei der
Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost in Dessau-Roßlau unter der Telefonnummer
0340 ¿ 6000 291 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. Ihre
Hinweise können auch per Mail an lfz.pd-ost@polizei.sachsen-anhalt.de
gerichtet werden.
Bildhauer
Oberstaatsanwalt
Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau
Müller
Pressesprecherin
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Polizeidirektion Sachsen-Anhalt
Ost
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