Jubiläumsmessfahrt:: 20 Jahre für
sauberes Elbwasser
22.06.2010, Magdeburg – 113
- Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.:
113/10
Ministerium für Landwirtschaft und
Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 113/10
Magdeburg, den 21. Juni 2010
Jubiläumsmessfahrt:: 20 Jahre für
sauberes Elbwasser
Magdeburg. Mit einer Jubiläumsmessfahrt haben
Umweltpolitiker und Wasserfachleute am Montag an die erste deutsch-deutsche Messfahrt auf der Elbe vor 20 Jahren erinnert. Am 16. und 17. Mai 1990 fuhr die
¿Tümmler¿ des Staatlichen Amtes für Wasser und Abfall (StAWA ) Stade von der Mulde-Mündung bis nach Schnackenburg, um die Wasserqualität zu messen. Die Fahrt
organisierten damals die Wassergütestelle Elbe in Hamburg, das StAWA Stade und die Wasserwirtschaftsdirektion Magdeburg.
Sachsen-Anhalts
Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens sagte: ¿Neben den Daten, die diese
Messfahrt einsammelte, brachte sie ein noch wichtigeres Ergebnis mit: Aus ihr
entwickelte sich eine länderübergreifende Zusammenarbeit mit einem Ziel: Die
Wasserqualität eines der wichtigsten mitteleuropäischen Flüsse zu verbessern.
Früher konnten die Magdeburger die Elbe am Geruch erkennen. Das wird ihnen
heute nicht mehr gelingen. Aber wir können uns trotzdem nicht zurücklehnen.
Unsere Ansprüche an die Wasserqualität sind hoch und da ist noch einiges zu
tun.¿
¿Thüringens Umweltminister und Vorsitzender der Flussgebietsgemeinschaft
Elbe, Jürgen Reinholz: ¿Um den von der EU geforderten guten Zustand der Elbe
und ihrer Nebenflüsse zu erreichen, bedarf es noch großer Anstrengungen. Ich
bin mir sicher, dass wir es gemeinsam schaffen! Unser Ziel ist, dass einerseits
gutes Quellwasser aus dem Thüringer Wald oder Harz so sauber wie möglich die
Elbe erreicht, und andererseits die im Wasser lebenden Tiere, wie etwa Wanderfische, ihre natürlichen Laichgebiete in Thüringens und Sachsens Nebengewässern, wie Unstrut,
Saale und Weiße Elster, wieder erreichen können.¿
Die Elbe gehörte 1989 zu den am stärksten verschmutzten
Flüssen Europas. Die Verunreinigungen resultierten vor allem aus Einleitungen der chemischen Industrie, der Zellstoff- und Papierindustrie sowie aus der unzureichenden Reinigung kommunaler Abwässer. So waren in der ehemaligen DDR nur ca. 54% der Einwohner an zentrale Kläranlagen angeschlossen. Heute liegt der Anschlussgrad in
Sachsen-Anhalt bei mehr als 90 Prozent.
1989 war lag der Sauerstoffgehalt etwa für 5 Monate lang
unter dem für Fische kritischen Wert von 3 mg/l. Häufige Fischsterben waren die
Folge. Heute liegt Sauerstoffgehalt mit durchschnittlich 10 mg/l dauerhaft nahe
der sogenannten Sättigungskonzentration.
Nach der Wende trat sehr schnell eine sprunghafte
Verbesserung der Beschaffenheit der Elbe ein. Das war in fast ausschließlich
eine Folge von Werksstillegungen. Ab Mitte der 90er Jahre verbesserte sich die
Situation dann weiter durch den zunehmenden Bau von Kläranlagen in Tschechien
und in den neuen Bundesländern.
Bis heute konnte z.B. die Belastung mit organischen
Stoffen um ca. 60% und mit Schwermetallen wie Quecksilber um ca. 90% gesenkt.
In der Elbe entwickelte sich wieder eine ökologische Vielfalt. So findet man wieder 48 Fischarten in der mittleren Elbe ¿gegenüber nur 37 Arten 1991. Das ist sogar
mehr als im Jahr 1900, da zählte man 41 Fischarten im Strom.
Die Beschaffenheit der Elbe wird
heute sehr genau überwacht: Nach einem internationalen Elbe-Messprogramm werden
an sieben Messstellen in der Tschechischen Republik und an zwölf Messstellen in
Deutschland Daten unter anderem zum Sauerstoffgehalt und Nährstoffreichtum, zur
Schwermetallbelastung, und zum Fischbestand ermittelt.
Impressum:
Ministerium für Landwirtschaft und
Umwelt
Pressestelle
Olvenstedter Straße 4
39108 Magdeburg
Tel: (0391) 567-1950
Fax: (0391) 567-1964
Mail: pr@mlu.lsa-net.de
Impressum:Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energiedes Landes Sachsen-AnhaltPressestelleLeipziger Str. 5839112 MagdeburgTel: (0391) 567-1950Fax: (0391) 567-1964Mail: pr@mule.sachsen-anhalt.de






