Kabinett nimmt
Berufsbildungsbericht 2009 zur Kenntnis
Haseloff: ?Auch 2009 konnte fast allen Bewerbern
eine Ausbildungschance im Land eröffnet werden?
11.05.2010, Magdeburg – 257
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 257/10
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 257/10
Magdeburg, den 11. Mai 2010
Kabinett nimmt
Berufsbildungsbericht 2009 zur Kenntnis
Haseloff: ¿Auch 2009 konnte fast allen Bewerbern
eine Ausbildungschance im Land eröffnet werden¿
¿Auch 2009 ist es gelungen, praktisch allen
Ausbildungsplatzsuchenden eine Ausbildungschance in Sachsen-Anhalt zu eröffnen.
So blieb nicht einmal jeder zweihundertste Bewerber unversorgt ¿ damit sind wir
erneut in der Spitzengruppe aller Bundesländer. Besonders erfreulich ist, dass
im vergangenen Jahr rund 72 Prozent aller Bewerberinnen und Bewerber eine
Berufsausbildung begonnen haben. Damit liegen wir weit über dem westdeutschen
Durchschnitt mit 47 Prozent sowie dem der neuen Länder von 59 Prozent. Durch diesen
hohen Anteil an jungen Menschen, die direkt in eine Ausbildung vermittelt
werden konnten, spielen berufsvorbereitende Maßnahmen,
Einstiegsqualifizierungen und Praktika bei uns eine geringere Rolle als in
anderen Bundesländern. Insgesamt hat die Wirtschaftskrise die
Ausbildungschancen junger Menschen bei uns im Land nicht beeinträchtigt.¿
Das sagte heute Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr.
Reiner Haseloff, als er dem Kabinett den Berufsbildungsbericht 2009 vorstellte.
Danach bewarben sich im vergangenen Jahr im Land 14.538 junge Menschen um einen
Ausbildungsplatz ¿ das waren fast 26% weniger als 2008 (19.620). Gleichzeitig
konnte die Zahl der Altbewerber aus den vorangegangenen Schuljahren um rund ein
Drittel auf 6.725 reduziert werden. Haseloff: ¿Insgesamt hat sich die
rückläufige Entwicklung der Vorjahre wie erwartet fortgesetzt und die Zahl der
Bewerberinnen und Bewerber innerhalb der vergangenen fünf Jahre mehr als
halbiert.¿ Dies sei im Wesentlichen demografisch bedingt. So sei auch die Zahl
der Schulabgängerinnen und Schulabgänger im Jahr 2009 drastisch von 23.690 auf
18.461 gesunken (-22%).
¿Besonders dramatisch ist die Situation bei Abgängerinnen
und Abgängern mit Realschulabschluss. Ihre Zahl ist seit dem Schuljahr
2001/2002 um fast zwei Drittel gesunken. Diese Entwicklung macht deutlich, dass
es enormer Anstrengungen von Wirtschaft, Schule und Politik bedarf, um den
künftigen Fachkräftebedarf der Unternehmen zu decken. Ich appelliere an die
Unternehmen, auch solchen Bewerbern eine Chance zu geben, die nicht mit guten
Schulnoten glänzen¿, sagte der Minister. Dies sei auch das Anliegen des
heutigen 15. ¿Tages des Ausbildungsplatzes¿, bei dem der Mangel an
Nachwuchskräften im Mittelpunkt steht.
Gleichzeitig müsse die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft
und Schulen weiter intensiviert werden. Haseloff: ¿Im vergangenen Jahr konnten
Unternehmen viele der von ihnen angebotenen Ausbildungsplätze nicht besetzen,
da sie keine geeigneten Bewerber gefunden haben. Auch dadurch ist die Zahl der
betrieblichen Lehrstellen bis Ende 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 15,2
Prozent gesunken. Insgesamt waren am Jahresende 11.156 betriebliche Lehrstellen
neu besetzt.¿
¿Für das laufende Jahr erwarten wir keine grundlegenden
Veränderungen auf dem Ausbildungsmarkt. Es ist allerdings davon auszugehen,
dass sich die schon jetzt erkennbaren Probleme von Unternehmen, geeignete
Jugendliche für die angebotenen Ausbildungsplätze zu finden, eher noch
verstärken werden¿, sagte der Minister.
Impressum:
Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
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