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Innenstaatssekretär Erben beim 5.
Internationalen ÖPV Security Kongress in Magdeburg: ?Nur Menschen können
Menschen helfen!?

11.05.2010, Magdeburg – 52

  • Ministerium für Inneres und Sport

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium des Innern - Pressemitteilung Nr.: 052/10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium des Innern -

Pressemitteilung Nr.: 052/10

 

 

 

Magdeburg, den 11. Mai 2010

 

 

 

 

 

Innenstaatssekretär Erben beim 5.

Internationalen ÖPV Security Kongress in Magdeburg: ¿Nur Menschen können

Menschen helfen!¿

 

 

Der Staatsekretär im Innenministerium, Rüdiger Erben (SPD), hat am heutigen

Vormittag den Teilnehmern des ¿5. Internationalen ÖPV Security Kongresses¿ ¿

ÖPV steht für Öffentlichen Personenverkehr ¿ Grüße der Landesregierung

überbracht. Bei der heute und morgen in Magdeburg stattfindenden Veranstaltung

diskutieren Experten aus dem In- und Ausland über Sicherheitsprobleme und

Sicherheitskonzepte für Busse und Bahnen.

 

Der Innenstaatssekretär betonte, dass Sicherheit nicht nur für Fahrgäste,

Verkehrsunternehmen und Kommunen, sondern auch für die Polizei von immenser

Bedeutung sei. Erben informierte in diesem Zusammenhang zur objektiven

Sicherheitslage im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Sachsen-Anhalt.

Mit 922 Straftaten nahmen im vergangenen Jahr die Sachbeschädigungen den

größten Anteil der erfassten Fälle ein, dem folgen insgesamt 884 Taten aus dem

Bereich der Rohheitsdelikte und der Straftaten gegen die persönliche Freiheit ¿

wovon es sich bei dem weit überwiegenden Teil um Körperverletzungen handelte.

Etwa ein Viertel aller Straftaten ereignete sich dabei in Bussen und

Straßenbahnen, alle anderen Taten wurden an Haltestellen verübt.

 

Zwar würden diese Zahlen objektiv aufzeigen, dass der ÖPNV in unserem

Bundesland grundsätzlich sicher sei, aber dies sei nur die eine Seite der

Medaille, erklärte der Innenstaatssekretär. Rüdiger Erben: ¿Für die Bürgerinnen

und Bürger ist die gefühlte Sicherheit ebenso wichtig. Etwa ein Viertel der

Menschen in unserem Land haben Angst, Opfer einer Straftat zu werden. Wir

wollen nicht, dass sie mit diesem Gefühl leben müssen.¿

 

Laut Innenstaatssekretär sind die Gründe für die negative Sicherheitseinschätzung

verschieden. Dunkelheit, Personen, deren Verhalten man nicht einschätzen kann,

oder Berichte über schockierende Taten wie im vergangenen Jahr in München seien

genauso relevant wie Haltestellenbereiche, deren Erscheinungsbilder auf Vandalismus

und Verwahrlosung beruhen.

 

Er betonte, dass die Gewährleistung der Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln

nur als gemeinsame Aufgabe von Polizei und Verkehrsbetreiber erfolgreich

bewältigt werden könne und verwies auf die in Sachsen-Anhalt intensivierte

Zusammenarbeit beider Seiten.

 

Zu den oftmals in der öffentlichen Diskussion debattierten Forderungen nach

mehr Sicherheitspersonal und einem verstärkten Einsatz von Überwachungskameras

in den Verkehrsmitteln sagte Erben: ¿Beides sind probate Maßnahmen, um

Straftaten wirksam zu verhindern. Diese Forderungen unterstütze ich, ich sage

aber auch, dass ich die effektivste Lösung nur in einer Verbindung von

bedarfsangepasstem Personalansatz und einem effizienten Einsatz der

Videotechnik sehe. Installierte Überwachungskameras entfalten eine abschreckende

Wirkung auf potenzielle Straftäter und tragen deshalb enorm zum

Sicherheitsempfinden der Bürger bei. Zudem haben sie sich bei der Aufklärung

von Straftaten, etwa bei der Identifizierung von Tatverdächtigen als

bedeutendes Ermittlungsinstrument erwiesen. Dennoch ersetzen sie im Falle eines

Übergriffs nicht das Sicherheitspersonal, das speziell für deeskalierendes

Handeln geschult ist und einschreiten kann. Denn nur Menschen können Menschen

helfen.¿

 

Zum Thema Alkoholverbot im Nahverkehr machte der Staatssekretär deutlich, dass

er im Alkoholkonsum ein erhebliches Sicherheitsrisiko für den Öffentlichen Personenverkehr

sieht. ¿Das Trinken in Bussen und Bahnen ist mittlerweile für viele selbstverständlich

geworden. Insbesondere der exzessive Alkoholkonsum von Jugendlichen und

Fußballfans zieht hauptsächlich an den Wochenenden ungebührliches Benehmen,

Belästigungen, Verunreinigungen, Vandalismus und sogar Bedrohungen nach sich.

Einige Unternehmen haben in ihren Beförderungsbedingungen bereits Verbote

festgeschrieben und gute Erfahrungen damit gemacht. Es sind aber alle Unternehmen

gefragt, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.¿

 

 

 

 

 

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