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?Stätten der Reformation? sollen
für das Europäische Kulturerbe-Siegel vorgeschlagen werden

27.04.2010, Magdeburg – 217

  • Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 217/10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Staatskanzlei - Pressemitteilung

Nr.: 217/10

 

 

 

Magdeburg, den 27. April 2010

 

 

 

¿Stätten der Reformation¿ sollen

für das Europäische Kulturerbe-Siegel vorgeschlagen werden

 

Bereits 2007 haben mehrere europäische Staaten ein

Europäisches Kulturerbe-Siegel ins Leben gerufen. Ziel dieses Prädikates ist

es, die Zugehörigkeit zu einem gemeinsamen Kulturraum zu fördern. Hauptsächlich

wird es touristischen Projekten mit europäischer Dimension verliehen, um deren

Bekanntheitsgrad zu erweitern und die Besucherzahlen zu erhöhen. Aus

Deutschland hat es bislang keine Anmeldung für das Siegel gegeben. Im Juni 2009

beschloss der Kulturausschuss der Kultusministerkonferenz, den Bundesländern

die beiden Themen ¿Eiserner Vorhang¿ und ¿Stätten der Reformation¿

vorzuschlagen. Die federführenden Zuständigkeiten für die Erarbeitung der

Netzwerke liegen jeweils bei Berlin und bei Sachsen-Anhalt.

 

Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz hat heute das

Kabinett über das Netzwerk ¿Stätten der Reformation¿ informiert. ¿Im Rahmen der

Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017 wäre das Europäische Kulturerbe-Siegel

eine publikumswirksame Attraktion¿, sagte der Minister, ¿zumal die

Luthergedenkstätten in Wittenberg und Eisleben bereits seit 1996 zum

Unesco-Weltkulturerbe gehören.¿

 

In Abstimmung mit der Stiftung Luthergedenkstätten, dem

Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie und den anderen betroffenen Bundesländern

wurden für Sachsen-Anhalt, dem Kernland der Reformation, die Altstädte von

Wittenberg mit Lutherhaus, Stadtkirche und Schloss, von Eisleben mit Luthers

Geburts- und Sterbehaus sowie die Stadt Mansfeld, wo Luther seine Kindheit

verbrachte und von 1488 bis 1496 die Schule besuchte, für das Netzwerk

ausgewählt. Es handelt sich um authentische Orte, an denen für die Reformationsgeschichte

bedeutende Ereignisse oder Umbrüche ihren Ausgang nahmen.

 

In Wittenberg wurde 1822 ein Denkmal für Martin Luther

errichtete, dem weitere in Deutschland und in ganz Europa folgten. 1883 wurde

in Luthers ehemaligem Wohnhaus in Wittenberg das Museum ¿Lutherhalle¿ eröffnet.

Die Wittenberger Schlosskirche wurde 1892 als Denkmalkirche eröffnet. Die

Nutzergeschichte des Luther-Geburtshauses in Eisleben lässt sich bereits seit

1693 nachweisen. In Luthers Sterbehaus in Eisleben wird seit 1897 an den

Reformator erinnert.

 

Weitere Netzwerk-Orte, die im Mittelpunkt der

Reformationserinnerung stehen, sind die im 19. Jahrhundert eingerichtete

Lutherstube auf der Wartburg, der 1903 errichtete Bau als Gedenkstätte an

Phillipp Melanchthons Geburtshaus in Bretten und die 1999 errichtete Katharina

von Bora-Gedächtnisstätte in Torgau.

 

 

 

 

 

Impressum:

 

Staatskanzlei des Landes

Sachsen-Anhalt

Pressestelle

Hegelstraße 42

39104 Magdeburg

Tel: (0391) 567-6666

Fax: (0391) 567-6667

Mail:

staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

 

 

 

 

 

 

 

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Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de