Ministerpräsident Böhmer:
Begegnung mit
Melanchthon ist Bildungserlebnis
19.04.2010, Magdeburg – 190
- Staatskanzlei und Ministerium für Kultur
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 190/10
Staatskanzlei - Pressemitteilung
Nr.: 190/10
Magdeburg, den 19. April 2010
Ministerpräsident Böhmer:
Begegnung mit
Melanchthon ist Bildungserlebnis
¿Philologe, Philosoph, Theologe, medizinisch gebildet,
Verfasser von Gedichten und Schriften zur Geschichte, Physik und Geografie: Die
Begegnung mit Melanchthon wird auch 450 Jahre nach seinem Tod zu einem
faszinierenden Bildungserlebnis. Er war kein kämpferischer Reformator, mehr ein
Vermittler und zeitlebens überzeugt: Wir sind zum Gespräch geboren.¿ Das sagte
Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer heute in Wittenberg. Dort nahm er
in der Schlosskirche am Festakt aus Anlass des 450. Todestages des großen
Humanisten und Reformators Philipp Melanchthon teil.
Der Festakt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
stand unter dem Motto ¿Reformation durch Bildung ¿ Reformation der Bildung¿. In
seinem Grußwort betonte der Ministerpräsident die Bedeutung der Bildung für die
Reformation: ¿Ohne Melanchthons Wertschätzung der Bildung wäre die Reformation
wohl eine Angelegenheit einer kleinen Elite geblieben und nicht zur Sache des
Volkes geworden. Auch dank Melanchthon wurde die protestantische Bewegung zu
einer Weltreligion. Sie hat bleibende christliche Identitäten gestiftet und gründet
auf der Zustimmung von Millionen Menschen.¿ Melanchthon sei nicht nur der
Außenminister der Reformation, sondern auch ihr Bildungsminister gewesen.
Mit Blick auf die Lutherdekade 2008 bis 2017 hob Böhmer
die Verantwortung des Landes für die Pflege und den Erhalt der historischen
Stätten der Reformation hervor und würdigte in diesem Zusammenhang die Aktivitäten
des privaten ¿Freundeskreis Luther¿. Er stehe für einen ¿wachen Bürgersinn¿.
Zugleich äußerte Böhmer die Hoffnung auf finanzielle Unterstützung des Bundes
für die Sanierung der Lutherstätten.
Hintergrund
Der private Freundeskreis Luther wurde am 31. Oktober 2009
gegründet. Er will mit Blick auf das 500-jährige Reformationsjubiläum im Jahr
2017 Spenden für die Lutherstätten in Sachsen-Anhalt sammeln und auf die weltgeschichtliche
Bedeutung der Reformation aufmerksam machen. Vorsitzender ist der Bielefelder
Unternehmer August Oetker.
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